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  #31  
Alt 20.10.2004, 17:22
Towanda
 
Beiträge: n/a
Ps:

Das mit dem Zitieren übe ich dann nochmal... Es ging um Deinen Satz, dass man eigentlich weiß, was er als Nächstes tun wird.
Gruß -
  #32  
Alt 11.11.2004, 11:40
Bittersüsse
 
Beiträge: n/a
Gegengewalt-Ausraster gehabt

Ich hab meinem "Schatten" schon sehr oft den Tod gewünscht.
Aber keinen schnellen.Sondern einen qualvoll langen.
Er soll seine Angst in seiner ganzen Bandbreite fühlen.
Das Wissen haben nicht entkommen zu können.Seine furchtbare
Selbstüberschätzung und Widerwärtigkeit einfach auslöschen.

Diese Gedanken sind grauenhaft.Denn eigentlich wünsche ich niemanden
etwas böses.Eigentlich wünsche ich mir nur,dass er mich aus seinem
Gedächtnis löscht.Alles vergessen und nie wieder etwas von ihm hören.
Und die absolute Gewissheit zu haben,dass es vorbei ist.

Als ich ihn kennenlernte,habe ich ein inneres Gefühl gehabt.
Irgendwas stimmte nicht.Was während der nächsten Jahre passierte,
kann ich nicht beschreiben.Ich bin Stück für Stück zerbrochen.
Man kann psychische Folter im Detail gar nicht beschreiben.
Eine Art Gehirnwäsche,man weiss nicht mehr was richtig und falsch ist,
ob man am Ende nicht doch selbst verrückt ist?

Ich gehöre nicht zu den "einfachen" Opfern.Ich bin eigenbrötlerisch,
vertrete vehement meinen eigenen Standpunkt.Bin gern alleine.
Leben und leben lassen ist meine Devise.
Aber sein "Spiel" habe ich trotzdem mitgespielt.
Ich,der Mensch der Kontrolle über alles hasst.Angst vor Einengung hat
und sich nicht bevormunden lässt,lässt sich gängeln und quälen
von diesem Etwas.Diese Kreatur spürt deine verborgensten
Schwächen auf und spielt sie aus.
Ich habe noch nie so eine Kälte gespürt.Nie etwas derartiges erlebt.
Und dann kommt der Punkt,wo einem das Gehirn Streiche spielt.

Es kann nicht so sein wie es ist.Es kann nicht so grausam sein.
Und man vergisst...verdrängt,bis zum nächsten Mal.
Warum das so ist,weiss sich nicht.Man hält den ewigen Krieg nicht aus.
Ja,ich hab viele Fehler gemacht,Zeichen nicht erkannt,nicht erkennen
wollen.
und erst als es zu spät war,es sich in seinem Hirn bereits manifestiert hat,
dass ICH der Grund für alles Übel bin und er mich niemals wird gehen
lassen.

Ich war mal eine selbstbewusste Frau,sicher kein einfacher Mensch,
aber doch mit freundlicher Gesinnung,die Lust am Leben hatte
und sich über Kleinigleiten wie ein Kind freuen konnte.Das ist nicht mehr so.Ich habe viel verloren.Irgendwie hab ich mich verloren.
Ich hab mein Vertrauen verloren.

Ich habe nie etwas über Opfer gelesen,die Gewalt angewendet
haben.
Ich habe es getan.Er trägt eine Narbe von mir davon.
Es war nicht richtig.Und ich habe es nicht beabsichtigt.
Aber ich bereue es auch nicht.

Es muss ein Gewaltschutz-Gesetz her,was auch insbesondere
gegen psychische Gewalt greift.Und zwar frühzeitig.
Die Gesellschaft muss wieder
dafür sensibilisiert werden,dass psychische Gewalt kein Privatproblem
ist.
  #33  
Alt 11.11.2004, 20:31
swantje
 
Beiträge: n/a
Ich habe vor dem Kennenlernen des Ekels mein Leben ziemlich gut gemeistert (da hatte ich schon 8 Jahre allein gelebt). Kinder, Haushalt, Beruf hat weitestgehend reibungslos funktioniert. Es gab klare Regeln und vor allem Strukturen in unserem Alltag.

Dann lernte ich einen charmanten, sensiblen Mann kennen. Die Regeln und Strukturen verwischten sich zusehens und irgendwann brauchte ich meine ganze Kraft um mich auf den Beinen zu halten. Der Kerl setzte seinen Charme irgendwann nur noch ein, wenn es für ihn eng wurde. Sensibel war er auch nur noch für seine eigenen Belange. Meine Kinder wurden von mir psychisch total vernachlässigt, weil ich keine Kraft mehr hatte. Und immer wieder redete ich mir ein, dass es nicht so schlimm ist. Aber es war noch viel schlimmer. Ich glaubte damals, dass wenn er aufhört zu saufen, es besser werden würde. Heute weiß ich, dass der Kerl ein Rad ab hat, was durch den Alkohol nicht besser wird. In meinem ganzen Leben habe ich nie so ein Wechselbad erlebt, wie in dieser Beziehung. Ich wußte zum Schluss nicht mehr, ob ich Männlein oder Weiblein bin und habe ernsthaft an meinem Geisterzustand gezweifelt. So viel habe ich in meinem ganzen Leben noch nie geweint und Suizidgedanken gehegt.

Nach meinem Auszug hätte ich ihm fast meine Telefonnummer gegeben, damit er mich erreichen kann wenn es ihm "schlecht" geht. Irgend ein Rest von Verstand hat mich davor bewahrt. Leider haben meine Eltern und meine älteste Tochter den Telefonterror abbekommen und es war mir so peinlich. Ich habe niemand erzählt was ablief und immer gehofft, dass es aufhört. Nachdem ich auf das Forum hier gestossen bin, gings mir so viel besser. Ich habe für meine Eltern Maßnahmen eingeleitet (die ich im Moment nicht genauer ausführen will - weil man nie weiß wer mitliest), damit sie wenigstens nicht mehr durch Anrufe belästigt werden. Da ich im gleichen Haus arbeite wie mein Belästiger, habe ich meine Diensstelle über seine Spielchen informiert. Ansonsten lass ich jetzt mal den Zufall für mich arbeiten, bzw. benutze Gelegenheiten die sich bieten. Arbeitskollegen die klar und nüchtern betrachten können, haben schon reichlich Auffälligkeiten an ihm entdeckt.


Strategische Intelligenz besitzt er genug. Ich habe so peu a`peu erfahren, dass er schon während unserer Beziehung, daran gearbeitet hat, mich vor anderen herabzusetzten und sich als arme Socke hinzustellen. Er hat sich z.B. mit meinem Exmann unterhalten, dass ich von den Kindern so überfordert wäre, dass er es nicht mit anschauen kann, wie ich mich fertig mache. Er hat seinen Eltern erzählt, dass ich super kochen kann, wenn ich mal koche usw... Und ich habe mich immer mehr über abgekühlte Beziehungen in meiner Umgebung gewundert. Er weiß genau wie er mich am besten treffen kann und tut es. Was alles andere anbelangt unterstelle ich ihm eine mindere Intelligenz. Vor allem ist er ein feiges Stück und es ist ihm wichtig nach außen gut dazustehen. An diesem Stützpfeiler werde ich langsam und geduldig sägen.


Zum "Opfertyp": Er hat meine Stärke, mein Selbstbewußtsein, meine Alltagsbewältigung, meine Ehrlichkeit, meine Hilfsbereitschaft so geschätzt, dass er jahrelang daran gearbeitet hat genau dieses zu zerstören und es fast geschafft hat. Schuld hatte natürlich ich.

Zur "Täteridentität": Wenn ich zurückblicke und nachdenke über seine Äußerungen und Erzählungen, dann drängt sich mir der Eindruck auf, dass es ihn gar nicht gibt, weil er an seinem eigenen Leben keinen Anteil hatte. Er hatte widrige Umstände, oder jemand hat entschieden, oder jemand wollte dies oder jenes nicht und er hat sich immer gebeugt und konnte nie entscheiden.

Seine beiden Ehefrauen wurden von ihm jahrelang belästigt. Die erste hängt seither an der Flasche, die zweite steht unter Psychopharmaka. Beide sind psychisch und physisch völlig am Ende.

Ich fühle mich so befreit, seit ich dieses Forum gefunden habe. Es ist einfach gut, mit so einer Riesensch... nicht allein zu sein und Möglichkeiten gezeigt zu bekommen, wie man sich schützen und wehren kann. Vergessen werde ich die letzten 6 Jahre nie und das unbekümmerte Vertrauen das ich einmal hatte ist auch unwiederbringlich verloren. Ich habe seit meiner Beziehung keine neuen Freunschaften mehr geknüpft und außer meiner Familie und langjährigen Freunden niemand mehr in meine Wohnung gelassen. Es käme mir wie ein Eingriff in meine Persönlichkeit und Intimsphäre vor und das könnte ich nicht ertragen.

Mordgedanken habe ich gerade keine mehr. Ich wünsche ihm nur, dass seine äußere Schale irgendwann zum inneren Kern passt und er total verlottert unter einer Brücke sitzt und kein Mensch mehr mit ihm redet.

Ich hoffe sehr irgendwann wieder mehr Vertrauen in meine Gefühle und meinen Verstand zu bekommen. Im Moment bin ich über jeden Tag Ruhe dankbar und über jede Stunde, die der Kerl mich nicht mehr gedanklich beschäftigt.

Alles Liebe und viel Kraft für Euch.
Swantje
  #34  
Alt 12.11.2004, 20:27
anne
 
Beiträge: n/a
...ich hatte schon mehrfache angebote von männer/ gebaut wie kleiderschränke zu ihr zu fahren und ihr so richtig eine drüber zu geben. ich sah sie dann meist brutalst zusammenschlagen und winselnd wie ein hund in der ecke liegen.

...andere boten mir an, ihr richtig böse vieren auf den rechner zu schicken, damit sie von dort ihre unzähligen sms und emails nicht mehr versenden kann

bislang setzte ich nichts um, weil ich immer ihren versprechen glaubte, dass sie mich gehen läßt.

...ich war auch schon in phasen/ ich 2ookm/h auf der autobahn >> einfach gegen die leitplanke fahren und es ist vorbei.

anne
  #35  
Alt 12.11.2004, 21:08
Anonyme
 
Beiträge: n/a
Zitat von anne:
...ich hatte schon mehrfache angebote von männer/ gebaut wie kleiderschränke zu ihr zu fahren und ihr so richtig eine drüber zu geben. ich sah sie dann meist brutalst zusammenschlagen und winselnd wie ein hund in der ecke liegen.

...andere boten mir an, ihr richtig böse vieren auf den rechner zu schicken, damit sie von dort ihre unzähligen sms und emails nicht mehr versenden kann

bislang setzte ich nichts um, weil ich immer ihren versprechen glaubte, dass sie mich gehen läßt.

...ich war auch schon in phasen/ ich 2ookm/h auf der autobahn >> einfach gegen die leitplanke fahren und es ist vorbei.

anne


Hallo Anne,

ja, solche Gedanken kommen. Bedenke aber, dass es nicht wert ist
für ein solches ES sein eigenes Leben zu opfern.

Ich weiß, ich kann das gut sagen.

Es war vor vielen Jahren, da hat die Verantwortung für meine
Kinder mich davor gerettet.

Es lohnt sich durchzuhalten.

Viel Kraft und alles Gute
Anonyme
  #36  
Alt 15.11.2004, 12:59
Löwe
 
Beiträge: n/a
Einfach mal Handeln

Hallo,

oh ja, als absolut friedliebender Mensch, war ich manchmal richtig erschrocken, welche brutalen Phantasien ich so haben kann, wenn es um meine ES geht. Hätte tolle Ideen.

Und auch das Gefühl einfach nur noch Schlafen zu wollen.... kenn ich.
Dann wären alle Ängste, etc. einfach weg. Manchmal ziemlich verlockend.

Aber dann denk ich an all die geliebten Menschen und Tiere, denen ich wichtig bin, die zu mir halten und mich unterstützen. Da kann man nicht einfach die Biege machen, nur weil man einem Menschen ein riesen Dorn im Auge ist.

Löwe
  #37  
Alt 15.11.2004, 16:00
Mark
 
Beiträge: n/a
Achja wir träumen auch schon mal davon endlich Ruhe zu haben und sind oft selbst über uns überrascht, wie sehr wir jemanden hassen können, für all das was uns angetan wird.
TL meinte mal ich könne mich ja jetzt mal endlich totfahren. Ich wünsche ihr dafür das sie gut untern Bus kommt, aber ich stelle mich mit Sicherheit nicht auf ihre Stufe. Das ist mir einfach zu Widerwärtig und Ekelerregend.
Der psychishe Druck auf sie ist viel schlimmer, wenn ich ihr etwa zu tun geben kann und sie es ausführen "muss", zum Beispiel endlich mal zu Hause aufräumen, weil das Jugendamt vor der Tür steht. Das quält sie viel mehr, weil sie sich "kontrolliert" fühlt und das absolut nicht will, weil es "ihr Ding" ist zu kontrollieren.
Sie stolperrt so über ihre eigenen Fallen und hat keine Zeit mehr für was anderes.
LG Mark
  #38  
Alt 29.04.2007, 19:58
Silvi-sandy
 
Beiträge: n/a
AW: Gewaltfrage

Auch wenn hier lange nicht mehr geschrieben wurde, habe auch ich mich mit diesen gedanken befasst.

ich wünschte mir Wildschweine, ES kleines Auto und immer schnell unterwegs, als nartürliche Auslese!

und eine Voodopuppe hab ich auch geschenkt bekommen, klingt bestimmt lustig, das mit der Puppe, aber der Glaube kann ja nun manchmal Berge versetzen!
 


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