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  #16  
Alt 07.08.2004, 17:09
Eulchen
 
Beiträge: n/a
Also Bengelchen, wirklich, was für ein Ausdruck, Hackfresse????
Aber mal Spaß beiseite, ich habe auch solche Phantasien gehabt!
Eigentlich mehr in psychoch. Richtung, nicht physisch!
Hoffe ja noch immer inständig darauf, die Gerichtigkeit auf Erden möge ihn bald ereilen. So mit gelähmt bei vollem Bewußtsein, sabbernd und gabbernd im Bett liegend, aber alles hören, sehen und empfinden können!
Ich bin nicht rachsüchtig, auch wenn man zu recht annehmen sollte!
Es bringt nichts!
Wie würde ich reagieren wenn ES vor mir steht? Ihn mit Nichtachtung strafen! Das Handy rausholen und die Polizei benachrichtigen. Wahrscheinlich mehr Programm abspielen als zur Stalkingzeit. Öffentlichkeit ist mir dann nicht mehr "peinlich"! Vielleicht bekommt ES dann soviel Fanpost, dass er von einem Fan buchstäblich verfolgt wird!
Hegt in euch nicht zuviel Haß, der läßt einen verbittern. Meinen Stalker habe ich in den ärgsten Vorstellen schon zu Tode gequält und gefoltert! Das hat mir sehr geholfen, Aggressionsabbau! Ich bin ein viel zu anständiger Mensch, als dass ich einem anderen etwas antun könnte! Aber im Traum ist doch vieles erlaubt!
  #17  
Alt 15.10.2004, 20:24
columbia
 
Beiträge: n/a
Ich habe meinem ES einmal geschafft, ihm richtig eine in die Fresse zu hauen.
Dann war ich mit meinem damaligen Freund Billiard spielen - und wer kam "zufällig" an den nächsten Tisch? Klar.
Als wir gehen wollten, kam er zu mir rüber und landete irgend einen blöden Spruch, als ob alles OK wäre, und versuchte mich zu berühren.
Ich hab ihn, um mich abzusichern, sogar noch gewarnt: "Wenn du mich noch einmal angreifst, fängst du eine!", aber insgeheim war mein Gedanke "Endlich!"
Er hat das natürlich als Aufforderung genommen - und zum Glück haben uns unsere Freunde auseinandergehalten, denn das war wirklich wie im Film. "Eine Frau sieht rot", oder so. Ich wäre ihm mit Vergnügen an die Gurgel gegangen oder hätte ihn zusammengetreten...
Das interessante, oder eigentlich Erschreckende an der Sache ist, dass mich die ganze Sache eigentlich erleichterte. Ich hätte nie gedacht, dass ich so viel ohnmächtige Wut in mir aufstauen könnte, jemandem wirklich den Tod oder Schlimmeres zu wünschen, aber ES hat das geschafft - gratuliere.

Ich habe auch ehrlich überlegt, was ich fühlen würde, wenn ES sich umbringen würde... Und die Für und Wider mit mir selbst diskutiert, eine Mail, die als "Abschiedsbrief" gedeutet werden könnte, anzuzeigen (das könnte ihn in die Klapse bringen) oder einfach abzuwarten... leider weiß ich, dass die Drohung nie ernstzunehmen sein wird.
Was mich richtig erschreckt hat, ist dass ich einfach nur noch Erleichterung fühlen würde. Ich würde mich jedenfalls nicht dafür schuldig fühlen - das tut ES mir nicht auch noch an.

  #18  
Alt 16.10.2004, 11:25
Luna
 
Beiträge: n/a
Hey Leute...

... ich kann zwar durchaus verstehen, dass dem einen oder anderen einfach danach gelüstet, demjenigen ein paar aufs Maul zu geben, die Gedanken an sich sind mir nicht fremd.

Nicht aus dem Auge verlieren sollte man aber, dass Gewalt keine Lösung ist. Gewalt erzeugt Gegengewalt.

Natürlich geht die Gewalt als Urspung vom Stalker aus und man möchte sich wehren. Ingnorierte Gewalt läuft aber ins Leere und irgendwann geht die Luft raus...
  #19  
Alt 16.10.2004, 16:18
Benutzerbild von Admin
Admin Admin ist offline
Administrator
 
Registriert seit: Sep 2002
Beiträge: 1.523
Luna,

es geht hier auch nur um Gelüste und nicht um das, was umgesetzt wird
  #20  
Alt 18.10.2004, 20:54
Julie
 
Beiträge: n/a
Gewalt...aber warum nur physisch??

Hallo,

sehr nett, Eure Diskussion hier die sich um ein, wie ich finde, sehr interessantes Thema gesponnen hat.
Erstaunlicherweise hatte ich während der Aktiven Phase des Stalkings keinerlei Hassphantasien. Im Gegenteil, ich habe mich ewig schuldig gefühlt und habe für alles, sex. Nötigung, Diebstahl, Körperverletzung, etc, etc, immer einen Grund gefunden WARUM er das jetzt tut. Ich habe immer gedacht, ich krieg das alleine hin. Er braucht ja meine Hilfe.
Irgendwann, nach 1 1/2 Jahren, um genau zu sein, habe ich meine besten Freundinnen eingeweiht. Die saßen bei mir, ich habe geweint und was machen die??? Überlegen laut, was sie alles mit ihm an meiner Stelle tun würden. Ich habe mich geschämt und ihn verteidig.
Mittlerweile bin ich froh, dass ich wenigstens wütend auf ihn bin, weil er mein und das Leben meines Kindes zerstören wollte.
Mittlerweile denke ich auch an so etwas wie ausgleichende Gerechtigkeit.
Leider gibt es keine Strafe der Welt, die der deutschen Justiz schon gar nicht, die für ihn angemessen wäre.
Und wenn, dann bestimmt keine physische.
Warum??
Er würde sich ja dann wie ein Märtyrer fühlen können!!
Er verglich mich oft mit den Israelis, und er sich mit den Palästinensern.
Ich hätte ihn nämlich zu all den schrecklichen Dingen, die er mir angetan hat, getrieben.
Nein. Ich denke, wenn ich die Macht besäße würde ich mir wünschen, von all der Zeit, in der er mich bis zum Erbrechen gequält hat, ein Endlosvideoband zu besitzen.
Und das würde ich ihm, wie in Clockwerk Orange, zwanzig Jahre lang vorspielen.
Aber er ist so von sich selbst überzeugt dass ich befürchte, er würde sich in seinem eigenen Horrorfilm auch noch gut finden.
Was ich tun kann, ist mich körperlich und seelisch zu stärken.
Damit ich nicht immer gleich zusammenbreche wenn ich ihn sehe.
Damit ich ihm fest in die Augen sehen kann und nur einmal zeigen kann, ich hätte keine Angst.
Oh, ist nicht bald Weihnachten??
Ich geh schnell meinen Wunschzettel ausfüllen...

Schönen Abend noch, Julie
  #21  
Alt 18.10.2004, 20:57
Towanda
 
Beiträge: n/a
Also, wenn wir von Gelüsten reden...

...ich hatte während einer der schlimmeren Phasen das starke Bedürfnis, ihm wie im Krimi 'ne Knarre unter die Nase zu halten und in seinen Augen nur einmal diese Angst zu sehen, die er in meinen Augen öfter gesehen haben mag, auch wenn ich bemüht war, cool zu bleiben... Mit diesem Tagtraum bin ich tagelang herum gelaufen.
  #22  
Alt 18.10.2004, 22:32
Susan
 
Beiträge: n/a
Hallo

Ich und meine Kinder wurden bis Herbst 1999 gewalttätig gestalkt, er hat nichts ausgelassen. Dann bin ich geflohen. Dann hat er uns gefunden, die Sache ging vor Gericht, wo ich runtergesaut wurde und er begleiteten Umgang zugesprochen bekam mit den Kindern, die längst tot wären, wenn ich nicht mit ihnen geflohen wäre.

In der akuten Phase hatte ich keine Gewaltphantasien, ich wollte nur in Ruhe gelassen werden und war damit beschäftigt, die Kinder am Leben zu halten. Jetzt aber, bei den Umgängen, erfordert es mehr als meine ganze Selbstbeherrschung (heisst konkret: den Beistand meines Mannes), ihn nicht in Stücke zu hacken. Der A... stellt sich hin, als könnte er kein Wässerchen trüben, und dabei weiss ich genau, dass er über kurz oder lang wieder austicken wird.

Besser als Nikita kann ich es nicht ausdrücken:

"Komisch, aber mir geht es genauso wie Archi. Ich werde auch seit ca. 4 Jahren nicht mehr gestalkt (aber nur, weil mein Stalker mich nicht wirklich finden kann) aber mit jedem Tag bin ich mir sicherer: Wenn ES irgendwann wieder vor mir stehen sollte, werde ich ihm sein dämliches Grinsen aus der Hackfresse prügeln. - Ohne Rücksicht auf Verluste werde ich dieses Individuum alle machen - wie meinen Mülleimer in die Tonne kippen. Der wird sich wünschen, er hätte mich nie gesucht.

...Aber ich würde es vorziehen, ihm nicht zu begegnen."

Oh ja!

Grüsse
Claudia (Susan)
  #23  
Alt 18.10.2004, 22:53
Mark
 
Beiträge: n/a
Bei uns ist es ähnlich, wir sitzen mittlerweile nicht mehr im Mauseloch, wennn wir merken, dass Trümmerlotte sich wieder bemerkbar macht. Es ist also noch lange nicht vorbei, leider.
Allerdings merkt sie, dass wir mittlerweile keine Minute mehr zögern werden, uns zur Wehr zu setzen, wenn sie wieder etwas anstellt und das hemmt sie ungemein.
Rachegefühle sind das wohl kaum, eher der Gedanke, endlich klipp und klar "Nein" zu sagen zu all den Schikanen, die sich ein solcher Psychopath einfallen lässt. Und jeder drückt sich anders aus, meint aber das selbe.
Aber auch ein Staker muss lernen, dass er irgendwann einen Leidensdruck erzeugt, der sein Opfer dazu bewegt, sich sehr nachdrücklich zu wehren und davor hat er wohl selbst am meisten Angst.
LG Mark
  #24  
Alt 19.10.2004, 09:14
Julie
 
Beiträge: n/a
Mark...

Hallo Mark,

leider wird ein Stalker nie im Leben etwas LERNEN!!!
Denn er fühlt sich ja im Recht!! Er fühlt sich als OPFER!!!
Er wird den Leidensdruck, den er schafft, nie realisieren, und wenn doch, so hat das Opfer ihn zu den Handlungen GEZWUNGEN und ist selbst schuld!!!
Mein ES hat mir immer gesagt, es läge in meiner Hand, was bedeutet, wenn ich mich nicht trenne und lieb und brav bin, behandelt er mich gut, wenn nicht, gehts mir schlecht. Ergo war ich selbst schuld wenn er mich gequält hat.
Einen reinrassigen Stalker wirst Du nicht ändern.
Ich befürchte, nicht einmal rechtliche Konsequenzen bewegen einen Stalker dazu, Reue und Einsicht zu zeigen. In meinem Fall provoziert das neue Racheakte, weil ES sich ungerecht behandelt und vollkommen zu Unrecht bestraft fühlt, selbst wenn alle Beweise gegen ES stehen!!!
Ich habe es mittlerweile aufgegeben, ES zu verstehen.
Weil: in einen Kopf, in dem die Realität dermassen verschoben ist, kann man einfach nicht gucken!!!!!

Julie
  #25  
Alt 19.10.2004, 14:29
Mark
 
Beiträge: n/a
Hallo Julie,
sicherlich ist ein Stalker nicht lernfähg, was sein Unrechtsbewusstsein betrifft.
Aber wir können sehr gut erkennen, dass Trümmerllotte auf bestimmte Verhaltensweisen von uns sehr unsicher reagiert. Und diese heissen: Öffentlichkeit suchen, Konsequenzen auffzeigen und sie in die Enge treiben, wenn sie versucht uns zu unterdrücken. Das bedeutet soviel wie Türen zuschlagen wenn sie wieder etwas ausheckt. Und was sie auf den Tod nicht ausstehen kann, ist, wenn jemand mal in ihrem Leben rumgeistert, ihr damit reichlich zu tun gibt und ihr Tun extrem erschwert. Das funktioniert sicher nicht überall, aber bei uns fängt es an Früchte zu tragen.

LG Mark
  #26  
Alt 19.10.2004, 16:34
Anonyme
 
Beiträge: n/a
Intelligentes Verhalten

Meine Feststellung bei unserem ES ist, dass es eine strategische
Intelligenz hat.

Was ihm fehlt ist die Fähigkeit zur Einsicht. Die Fähigkeit zu lernen
ist schon vorhanden. Bisher hat ES gelernt, dass ihm keine Grenzen
gesetzt werden, ES braucht immer nur draufhauen und schon
sind die Probleme beseitigt.

ES hat aber auch gemerkt, dass es nun einen Schritt zu weit gegangen
ist und hat sich selber freiwillig in die Psychiatrie katapultiert.
Das das sehr gut funktioniert hat ES auch in der Vergangenheit
gelernt. Deshalb kann ES auch sehr gut aus der Klinik Drohbriefe
schreiben, dass ES den Zeitpunkt der Rache bestimmt, aber wir
ihn erfahren.

Für wichtig halte ich, die Öffentlichkeit so umfassend, wie es nur
eben geht zu informieren. Auch über evtl. Vorkommnisse aus
der Vergangenheit eines ES. Das schreckt ES zumindest im Moment
zurück.

Dass lässt dann auch so eine gewisse Peinlichkeit aufkommen, was
die Behörden und ihr Verhalten betrifft.

HUHU
  #27  
Alt 19.10.2004, 20:04
Mark
 
Beiträge: n/a
Ich habe mir heute sagen lasen, dass ich mich mal mit Transaktionsreaktionen befassen solle. Damit kann auch ein Stalker gut durchschaut werden, was Anonymes Beitrag übr strategische Intelligenz noch unterstreicht.

LG Mark
  #28  
Alt 19.10.2004, 21:59
Towanda
 
Beiträge: n/a
Strategische Intelligenz?

Die hat 'mein' manchmal - und dann auch wieder gar nicht. Letztens ist er erst wieder mal aus einem Laden 'rausgeflogen, weil er sich daneben benommen hat. Das war mein schönstes Geburtstagsgeschenk ! Aber, Mark, was genau sind denn Transaktionsreaktionen? Hat das was mit Transaktionsanalyse zu tun ?! Erzähl doch mal mehr!
  #29  
Alt 19.10.2004, 22:55
Mark
 
Beiträge: n/a
Also ich habe mir sagen lassen, dass es sich dabei um Reaktionen auf Aktionen handelt. Es gibt verschiedene Verhaltensmuster, die wir Menschen im Laufe unseres Lebens eingeprägt bekommen und wenn eine gewisse Transaktion (vielleicht ein Eingriff von aussen), stattfindet findet eine sogenannte Transaktionsreaktion von uns statt.
Ich habe noch nicht sehr viel gefunden darüber aber Profiler, die bei Straftaten eingesetzt werden zum Beispiel, nutzen so etwas um sich in den Täter hinein zu versetzen. Dadurch gelingt es ihnen oft ein Vehaltensmuster zu erstellen. Wenn man das bei einem Stalker anwenden kann, kann man mit einiger Überlegung sicherlich ein Schema über Diesen anlegen und sich besser wehren, weil man eigentlich weiss, was als nächstes kommt. Ihn also praktisch mit seinen eigenen Waffen schlagen oder Lahm legen.
Bei uns hat es bei einigen Sachen bereits funktioniert, mehr kann ich noch nicht sagen, weil ich nicht schildern möchte was jetzt gerade abgeht, nur das es funktioniert. Wir freuen uns über jeden noch so kleinen Erfolg.

LG Mark
  #30  
Alt 20.10.2004, 17:20
Towanda
 
Beiträge: n/a
Hi Mark,

[quote]
Das hört sich gut an! Ich wünsche Euch, dass Ihr Erfolg damit habt. Vielleicht kannst Du irgendwann mal mehr erzählen, das wüede auch anderen hier helfen. Bei mir ist auch zunehmend so, dass Angst und Erstarrung einer nüchterneren Einschätzung und der Überlegung weichen, wo könnte er mich als Nächstes treffen und wie wehre ich mich am effizientesten dagegen. Ich habe aber gut reden, weil mein ES grade eine Pause einlegt (an ein Ende des Ganzen glaube ich ncoh nciht...) und nie so krass war wie Eure.
 


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