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  #1  
Alt 21.07.2004, 19:56
Archiduct
 
Beiträge: n/a
Gewaltfrage

Wir hören es ja immer wieder, dass Opfer, je länger die Torturen andauern, dermaßen verzweifelt sind, dass sie sich in Gedanken schon die gräuslichsten Quälereien für ihre Peiniger ausmalen oder am liebsten kurzen Prozess mit dem ES machen würden. Nur was würde dann passieren?

Deshalb stelle ich mal die Frage, wer sich schon alles in Gedanken mit Gewalt gegen das ES (egal in welcher Form) zur Wehr setzen wollte oder diese sogar schon in Erwägung gezogen hat.

Welches waren die Gedanken und auch möglichen Vorgehensweisen dabei? Wunschdenken, jemand möge ihm alle Zähne ziehen oder er möge vom Hai gefressen werden, selbst aktiv, Falle stellen, "kräftige" Verwandte/Bekannte, abgeheuerter Schläger/Killer?

Wer kennt jemanden, der irgendeine Form solcher Gewalt, und wenn welche, gegen seinen Stalker eingesetzt hat? Was war das Resultat?
Nahm das Stalkingverhalten ab oder zu? Gab es Strafanzeigen, Gegenanzeigen? Wie wurden sie bewertet? Kam es zu Eskalationen und wenn in welcher Art?

Trotz verständlicher Überlegungen und der Verzweiflung des Opfers, kann ich von meiner Seite aus nur dringend raten, die Finger von Gewaltaktionen zu lassen. Nicht nur, weil man sich damit selbst strafbar macht, sondern weil man sich damit auf die Ebene des Täters begibt. Zudem birgt solch ein Eingreifen die erhebliche Gefahr der Eskalation, denn ein Stalker kann nicht verlieren, er wird sich i.d.R. mit noch schärferen Waffen gegen die Zurückweisung wehren und eine einmal eingenommene Eskalationsebene kann nicht mehr zurückgeschraubt werden.
  #2  
Alt 21.07.2004, 20:17
Mani
 
Beiträge: n/a
Liebes Archi,
ich sehe es genauso wie Du!!! Aber der Stalker
weiß ja, das ihm nichts passieren kann. Das bischen
Geldstrafe oder Freiheitsstrafe hält ihn doch nicht
davon ab sein Opfer zu zerstören oder???
Wenn er kein Geld hat, was dann???? Hier in Deutsch-
land gibt es keine gerechten Strafen für Täter u. das
wissen wir hier alle im Forum. Glaubst du ich guck zu,
wie der Stalker meine Tochter "zerstören" will!! Hat er
ja schon fast geschafft indem sie nicht mehr alleine
Bus o. Bahn fährt usw. Nein, nein da gucke ich nicht
zu!!!! Ich werde jetzt auch ein anderen Weg gehen!!
Aber mit Sach- u. Verstand!!!!
LG Mani
  #3  
Alt 22.07.2004, 13:43
yvonneg
 
Beiträge: n/a
So grausam wie es ist, ich würde mir wirklich wünschen das die ganze Sippschaft gegen einen Baum fährt. Dann wär Ruhe!

Oder wie man bei uns in Platt so schön sagt!

"Es soll se de Blitz beim Sch.... treffe!"

Ich denke es bringt nichts mit roher Gewalt dagegen zu gehen. Unsere Dame wurde laut ihrer Freundin schon mehrfach von ihr verprügelt, und sie kommt immer wieder.... wie doof muss mann denn sein?

Wäre wahrscheinlich nur der nächste "Liebesbeweis" auf ihrer Liste!

Darüber nachgedacht hab ich schon x-mal. Aber hab es auch im selben Moment wieder verworfen.
  #4  
Alt 22.07.2004, 14:19
Tosca
 
Beiträge: n/a
Meine Gedankengänge kennst Du ja zum Teil schon. Fängt soft an mit, beide Arme brechen und eingipsen damit er sich noch nicht mal den Hin.. abputzen kann und hört auf mit, den Kerl mit den Füßen einbetoniern und ihn dann im Rhein versenken!!!
  #5  
Alt 22.07.2004, 19:44
Archiduct
 
Beiträge: n/a
Ich könnte mir nach Brechen beider Arme und Beine auch sowas vorstellen.
  #6  
Alt 23.07.2004, 11:57
Archiduct
 
Beiträge: n/a
Das kann bei Selbstjustiz herauskommen

Höchster Kreisblatt vom 21.07.2004

800 Euro für Hiebe mit dem Golfschläger

Von Heinz Habermehl

Bad Homburg. Wegen gefährlicher Körperverletzung musste sich ein 41 Jahre
alter Kfz-Meister aus Bad Homburg vor dem hiesigen Amtsgericht verantworten.

Er hatte am 3. Juni des Vorjahres gegen 8 Uhr in der Wallstraße einen
mitgeführten Golfschläger «zweckentfremdet» eingesetzt und den ehemaligen
Freund seiner Bekannten heftig traktiert. Der 41-Jährige hatte laut Anklage
zunächst durch das offene Autofenster dem Geschädigten mehrfach mit dem
Golfschläger auf den Oberarm geschlagen, und als der Mann aus dem Wagen
ausstieg, auch noch auf dessen Oberschenkel eingeprügelt.

Dass er in der Verhandlung mit einer Verfahrenseinstellung sowie der
Zahlungsauflage von 800 Euro an den Deutschen Kinderschutzbund davonkam,
verdankte er dem Wohlwollen der Staatsanwaltschaft und der Richterin. Diese
hatten zwar die Tat nicht gebilligt, wie die Richterin klarstellte: «Wir
können keine Selbstjustiz akzeptieren.» Doch der Angeklagte hatte offenbar
nur aus Sorge um seine Freundin so gehandelt. Ihr Verflossener, das
35-jährige Opfer, habe sich mit der Trennung nicht abfinden wollen und die
Frau oft verfolgt, beleidigt und bedroht. Sie habe sich aus Angst nicht mehr
in die Öffentlichkeit getraut, sagte der Angeklagte. Da auch Polizei und
Justiz keine Abhilfe geschafft hätten, sei er aktiv geworden.

«Ich denke immer noch, ich habe etwas Gutes getan», sagte der Angeklagte,
der sich von seiner damaligen Freundin inzwischen getrennt hat. Natürlich
konnte die Richterin dieser Aussage nicht zustimmen, zumal das Gericht in
der vergangenen Woche den Geschädigten wegen «Stalking» - so nennt man das
penetrante Verfolgen und Belästigen einer Person - zu einer Geldstrafe von
1050 Euro verurteilt hatte.

Den Vorschlag des Gerichts, mit einer Zahlungsauflage von 800 Euro das
Verfahren einzustellen, akzeptierte der Angeklagte. «Sie standen am Rande
einer Haftstrafe», klärte ihn die Richterin auf. Bei einer Verurteilung
wegen gefährlicher Körperverletzung wäre die Mindesthaftstrafe sechs Monate
gewesen. Die Zivilklage des Geschlagenen, der 2500 Euro Schmerzensgeld
fordert, steht noch aus.
  #7  
Alt 23.07.2004, 12:03
Mani
 
Beiträge: n/a
Hallo Archi,

na, so ffensichtlich darf man das aber nicht machen!!!!

LG Mani
  #8  
Alt 23.07.2004, 12:48
Creola
 
Beiträge: n/a
an brachialgewalt hab ich eigentlich kaum gedacht - aber ich hätte mir gewünscht, bzw. tu es heute noch, dass man seinen steckbrief samt konterfei - also wie ein fahndungsfoto - in seiner heimatgemeinde öffentlich aushängt - mit dem dazugehörigen text über seinen psychoterror. so wie es in den usa teilweise bei pädophilen üblich ist!
  #9  
Alt 23.07.2004, 12:50
Tosca
 
Beiträge: n/a
@creola

Auch ne Superidee!!
  #10  
Alt 26.07.2004, 23:36
silly
 
Beiträge: n/a
Gewaltfrage

Wenn das Gefühl wieder hochkommt, die Angst mit all ihren Nebenwirkungen, die Hilflosigkeit, kaum einer im Staat hilft Dir oder kann Dir helfen, wenn mir wieder schlecht wird, wenn ich ohnmächtig oder gelähmt bin, wenn ich zittere, nicht mehr schlafen kann, in meiner "Freiheit" gefangen bin, wenn ich sterben will, wenn es doch nur endlich aufhört ... doch dann habe ich die Kraft, mich endlich einmal zur Wehr zu setzen. Es ist für mich dann mein Beschützer, er hilft mir, er verteidigt mich. Und dann schlägt er erbarmungslos zu. All das kommt in diesem Augenblick in mir hoch, er wird die Antwort auf seine gewaltätige Liebe bekommen. Ich schlage zu und bete, dass ES diesmal genug hat. So verzweifelt ich bin, meine Gedanken nur ein Traum sind, doch was ist, wenn ich es wirklich mache? Ich habe ein Recht mich zur Wehr zu setzen, es ist Notwehr! Ich werde es dem Staat klarmachen, es ist ein anhaltender Prozeß der auf mich einwirkt, es ist Notwehr! Juristisch habe ich mich mit diesen Gedanken auseinandergesetzt - sind sie verwerflich oder juristisch haltbar?
Wer stand schon einmal so angeklagt vor dem Gericht ?
  #11  
Alt 27.07.2004, 12:34
Archiduct
 
Beiträge: n/a
Liebste Nikita,

joh, solche Gedanken hatte ich auch immer, vor allem, da das ES so schön wehleidig ist.

"vorausgesetzt, er wacht irgendwann auf und ihm wird wirklich real bewusst, was er angerichtet hat und welche Ausmaße seine Handlungen hatten."

Glaubst du daran allen Ernstes?? Die lernen es doch nie, schließlich sind sie ja die armen Opfer, die auch noch unschuldig bestraft werden. Und wenn sie bei uns aufhören, machen sie woanders weiter.

"und im Hinterkopf das Himmlische Gericht bei dem Führungszeugnis"

Meinst du das schert ihn? Mein ES hat seit 30 Jahren ein Vorstrafenregister, das Jahr für Jahr lang und länger wird und mit dem du allmählich eine ganze Wohnung tapezieren kannst. Bei dem würden 60 Jahre noch nicht ausreichen um sein Unrecht einzusehen.

LG

das Archi
  #12  
Alt 27.07.2004, 12:56
onlyme
 
Beiträge: n/a
Ich hab meinem Stalker einmal eine Haarspraydose über den Kopf gehauen. Das war, als er seine Möbel aus meiner Wohnung holen sollte. Er kam natürlich mit Verspätung, betrunken und dachte nicht im Traum daran, seine Möbel mitzunehmen, sondern fing an, sich über mich lustig und es sich gemütlich zu machen usw. (da war noch ein Freund von ihm in der Wohnung) Da hab ich ihm mit der Haarspraydose von hinten volle Kante in den Nacken gehauen, woraufhin er sich vorn überbeugte und irgendwas ausspuckte. Ich bin aus der Wohnung gerannt, zum Nachbarn, weil ich dachte, der schlägt mich jetzt zurück. Bin erst wieder in die Wohnung, als er weg war (da wohnte er oben bei der anderen Frau). Die Möbel hat er alle draußen auf den Flur gestellt (so dass fast niemand mehr da durchgehen konnte). Fein, dachte ich, jetzt krieg ich auch noch Ärger mit Nachbarn, Vermieter usw.

Später hat er dann überall rumerzählt, ich hätte ihm einen Zahn ausgeschlagen (das war, was er ausspuckte). Den neuen Zahn "musste" seine neue Freundin bezahlen, denn der "Arme" hat ja kein Geld.
Ich muss aber sagen, dass mein Stalker in dem Sinne nicht körperlich gewalttätig ist/war, auch keine Schlägereien mit anderen Männern oder so was, obwohl er aussieht wie ein Schläger. Manchmal habe ich mir gewünscht, dass er mir ein blaues Auge haut, dann hätte ich ihn wenigstens anzeigen können (dachte ich damals). Aber dafür, dass er stundenlang an meiner Tür klingelt oder auf dem Fußboden hockt und durch den Briefschlitz meinen Namen ruft?

Auf jeden Fall, war er der "Arme" und ich die böse Hexe, die ihm einen Zahn ausgeschlagen hat.
Ein anderes Mal war das Fenster in der Tür kaputt (ich weiß gar nicht mehr, ob er das war oder warum) jedenfalls hatte ich da provisorisch Pappe rübergeklebt. Die hat er eines Nachmittags abgerissen, da musste ich dann auch noch seine miese Visage sehen. Da hab ich einen Besen geholt und immer versucht, ihm mit dem Stiel im Gesicht zu treffen. Mein Nachbar machte die Tür auf und fand das zum Totlachen zum komisch. Ihr könnt Euch denken, dass ICH das weniger komisch fand.
  #13  
Alt 27.07.2004, 16:06
Benutzerbild von Admin
Admin Admin ist offline
Administrator
 
Registriert seit: Sep 2002
Beiträge: 1.523
Nikita,
immer noch besser, als was mageres im Spiegel und fremdes Geld im Beutel zu sehen

Um aber die Frage zu beantworten:
Während der Stalkingzeit hatte ich (soweit ich mich entsinnen kann) keine Gewaltphantasien. Gewünscht habe ich mir dennoch minütlich, er möge mit dem Auto vor einen Baum fahren.
Jetzt, wo die Sache eigentlich schon so lange her ist, sieht es ganz anders aus. Ich weiß nicht, was passiert, wenn ich ihn zufällig treffe. Dabeisein möchte ich irgendwie nicht
  #14  
Alt 27.07.2004, 19:57
trudi
 
Beiträge: n/a
ich glaube es ist völlig normal, wenn man seinem ES nichts gutes wünscht, sowie admin schreibt sie wünscht ihr ES würde gegen einen baum fahren. ich habe meinem ES auch schon alles mögliche gewünscht. ich werde seit neun jahren gestalkt und mein ES hat vor drei jahren mit einem jagdgewehr auf einen freund von mir geschossen. damals war ich ihm ja schon sechs jahre ausgeliefert und nach dem schuss habe ich gedacht, den werde ich nie wieder los! damals habe ich mich mit mordgedanken getragen. das hat mir auf jeden fall geholfen, mich nicht mehr als völlig hilfloses opfer zu fühlen - diese wut und die ernsthafte beschäftigung damit, selbstjustiz zu üben, haben mir psychisch sehr geholfen. meine angst wurde geringer, ich hatte das gefühl, ich könnte handeln - tätig werden. das ist es ja, was einem sehr zusetzt, dass man nichts dagegen unternehmen kann! natürlich waren das nur gewaltphantasien - ich wollte mein ES mit pfefferspray betäuben, fesseln und dann über die mole in die nordsee (nur 1 km entfernt) schmeissen! vermissen würde den ja ohnehin keiner...lach... aber natürlich würde ich so etwas niemals tun - damit würde ich ja auch mein leben zerstören. selbst wenn man mich nicht fassen würde, ich könnte mit dem gedanken nicht leben.
aber mein ES hat vor vier jahren, als er mich überfallen wollte, einmal ordentlich dresche von einem meiner freunde, der zufällig dabei war, bezogen. dieser freund kann taikwando (schreibt man das so?). mein ES ist auch sehr wehleidig und hat überall herum erzählt, dass es am ganzen körper grün und blau war und zwei wochen lang schmerzen hatte.
  #15  
Alt 29.07.2004, 00:09
onlyme
 
Beiträge: n/a
Zitat von Nikita:

...Aber ich würde es vorziehen, ihm nicht zu begegnen

Ja, das ist es ja gerade. Und das ist, was diese Geisteskranken einem aufzwingen und deshalb wird man so aggressiv.
Ein paar Jahre später habe ich tatsächlich mit einem Bekannten (dem er auch psychisch Schmerzen zugefügt hatte) und von dem ich wußte, dass er eine scharfe Waffe besitzt, in einem Restaurant gesessen und wollte ihn überzeugen, dass wir den Drecksack in ein Auto locken, mit ihm in den Wald fahren und eine "Scheinhinrichtung" inszenieren. Natürlich hätten wir ihn nicht erschossen, aber ihn im dunklen Wald zu sehen, sich in die Hosen scheißend vor Angst, mann, das hätte GUTGETAN. Und ihn anschließend da zu lassen, und er muß mit seinen ekligen Füßen und seinem fettem Arsch den gaaaanzen Weg zurücklaufen und irgendwie wieder zurückkommen. - Allein dieser Gedanke wäre so was von einer Genugtuung für mich gewesen.
Wir haben das stundenlang diskutiert. Ich glaube, das ging über 4-5 Stunden.
Der Bekannte hat alle Fürs und Widers abgewägt. Schließlich entschied er sich dagegen (weil er eine neue Freundin hatte und wohl auch Angst hatte, in den Knast zu wandern). Wirklich schade.
 


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