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  #1  
Alt 29.04.2004, 14:40
columbia
 
Beiträge: n/a
"Opfertyp"

Sagt mal,

hat irgendjemand von Euch einmal darüber nachgedacht, ob es einen Typ Menschen gibt, die mehr gefährdet sind, Stalkingopfer zu werden, als andere?

Oder ist das wie mit der Vergewaltigung - "Es kann jedem passieren!"?

Der Artikel im Presseforum ( http://www.stalkingforum.de/vbforum/...=&threadid=683 ) behauptet:
Zitat:
Der amerikanische Sicherheitsexperte Gavin de Becker bringt es auf den Punkt: Das Drama beginne, wenn "Männer, die nicht loslassen können, Frauen wählen, die nicht Nein sagen können".

Das mag vielleicht für die Ex-Beziehungsstalker teilweise gelten, aber jeder Betroffene hier hat doch sicher schon mehr als einmal die Erfahrung gemacht, dem Stalker ein klares "NEIN!" entgegenzurufen.
Also hört das Stalking doch wohl nicht auf, wenn die Frauen lernen, nein zu sagen?

Andererseits gibt es z.B. in Fällen häuslicher Gewalt Berichte, in denen sich Menschen immer wieder Lebenspartner aussuchen, die sie dann schlagen. Ich habe aber leider keine Statistiken, die das untermauern, kann also nur von selbst gehörten Berichten ausgehen.

Gibt es also möglicherweise Typen von Menschen, die anfälliger sind, mögliche Stalkertypen kennenzulernen?
Ich will mich selbst nicht auf Für oder Wider festlegen, wüsste nur gerne, was Eure Ideen zu dem Thema sind.
  #2  
Alt 29.04.2004, 15:15
Mani
 
Beiträge: n/a
Hallo Columbia,
ich habe mir auch schon Gedanken darüber gemacht,
meine Tochter ist 14 Jahre u. ein Stalkingopfer, ob
es an Ihrem Verhalten liegt? Sie ist auch ziemlich ruhig
und versucht jeden Streit aus dem Weg zu gehen. Sie
kann auch nicht gleich "nein" sagen. Nun waren wir heute
beim Jugendpsychologen u. der meint: Es würde hier um
-Stark und Schwach- gehen. Also die "Starken" machen die
"Schwachen" fertig. Ich bin auch davon überzeugt, das es jeden
treffen kann, denn Stalker sind eben halt nicht "gesund".
Der Junge
z.B. der sich in Nina verliebt hatte, hat sich jetzt in ein anderes
Mädchen verliebt, was Nina auch kennt. Dieses Mädchen hat ihn
ebenfalls abgewiesen u. er geht in der Schule herum u. erzählt,
das er mit dem Mädchen zusammen ist!!! Dieses Mädchen hat
dies abgestritten u. was macht er, er hetzt wieder die Mädchen
die Nina damals bedroht hatten u. verletzt hatten auf das Mädchen. Ist doch krank oder??? Das neue Gewaltschutzgesetz
ist ja ganz ok, aber es müßte noch viel mehr getan werden, was Stalking betrifft. Ich habe die Erfahrungen jetzt nach Nina`s
Vorfall in der Schule gemacht, das man als hysterische Mutter
hingestellt wird. Ich würde übertreiben und es ist doch alles
nicht so schlimm! Weißt Du Columbia, ich bin ein ganz anderer
Typ als meine Tochter und werde alles in Bewegung hier in HH
setzten, das dies Thema nicht unter dem Tisch gekehrt wird.
- Stalking kann jeden treffen -, Gruß Mani
  #3  
Alt 29.04.2004, 15:38
talis
 
Beiträge: n/a
Hallo Columbia,
also genau das gleiche habe ich mich auch schon oft gefragt (und keine befriedigende Antwort gefunden).
Mir ist aufgefallen, dass fast alle Fällen, die ich nun kenne und die aus "Liebeswahn" entstanden sind, eine Gemeinsamkeit haben:
Die Opfer haben fast alle an irgendeinem Punkt einmal Verständnis oder auch Mitleid mit dem Täter gehabt, möglicherweise aus Schuldgefühlen heraus, ES verlassen zu haben. (Das ging mir auch so, obwohl ich selbst ja nichts mit ES hatte). Vielleicht steckt der Gedanke dahinter, ich bin ja selbst schuld an dieser Situation, warum habe ich mich mit ES eingelassen? Vielleicht trifft es aus diesem Grund auch meistens Frauen, weil wir die "Schuld" doch zuerst immer bei uns suchen, ohne das verallgemeinern zu wollen. Und bei den meisten ist der Leidensdruck dann auch schon sehr hoch bevor sie selbst (gezwungermaßen) in die Offensive gehen. Also, ich habe definitiv viel zu lange gewartet.
Ich habe mal das Telefoninterview bei der Stalkingforschung mitgemacht und hatte im Anschluss daran ein Einzelgespräch mit der Psychologin der TU Darmstadt. Auf meine Frage, ob ich ein typisches Opfer wäre und vielleicht hysterisch reagiere, antwortete sie mir, sie hätte im Rahmen dieses Forschungsprojekts festgestellt, dass es wirklich alle trifft, selbst die toughsten Frauen.
Das fand ich irgendwie beruhigend, bin aber trotzdem der Meinung, dass es einen gemeinsamen Nenner geben muss.
Ich bin gespannt, wie es mit diesem Thread weitergeht...

Viele Grüße
talis
  #4  
Alt 30.04.2004, 10:00
Eulchen
 
Beiträge: n/a
Es trifft bestimmt alle, ist schon richtig, aber es trifft eine Sorte Mensch am meisten:
Die Hilfsbereiten!
Die, die immer versuchen eine Lösung für die Probleme zu finden.
Die, die aus Höflichkeit und Anstand nie aufgeben!

Ich nenne sie lockerflockig immer "dumme Schafe". Das ist nicht abwertend gemeint, bin ja selber eines!

Dem Arikel kann ich nicht zustimmen. Viele Stalker sind sadistische Masochisten. Ich kann es nicht anders beschreiben, das ist die zutreffenste Bezeichnung.
Mein Psychologe erzählte mir von seinen damaligen Fällen. Sie waren alle anders strukturiert, aber irgendwie gleich.

Als Kind wurden sie oft schon gezwungen Dinge zu tun, die sie ablehnen. Ich spinne dann weiter und sage, in ihren Köpfen entsteht erst Rache und dann Haß, auf die Person, die sie wieder bittet etwas zu tun. Als Kind hat er ja gelernt, dass es immer irgendwie sein muss.
Und dann fällt der Schalter im Kopf um! "Nein, ich will aber nicht!" . "DU zwingst mich nicht dazu!" Aber weil sie es auch nicht anders gelernt haben, argumentieren können sie ganz schlecht mit Worten, dass machen sie anders, denkt mal darüber nach wie es bei euch war.
Und dann kommt der Neid und Haß. Wieso kann DIE das, wieso hat DIE das und ICH nicht!!!!
Für mich haben sie ein gestörtes Welt- und Menschenbild. Sie leben in einer anderen Welt, in ihrer Welt.
Sie machen sie sie sich so, wie sie sie wollen! Egoisten.
All dieses ist für mich aber keine Entschuldigung.

Wie oft wollen sie sich umbringen.... Meiner wollte immer aus dem Fenster springen. Wie hättet ihr reagiert? - Bitte, bitte komm zurück!
Soll ich euch was sagen, beim ersten Mal hab ich das gemacht. Danach bin ich zum Fenster und habe es geöffnet, mit den Worten:"Na, spring schon!" ES brach heulend zusammen und wälzte sich auf dem Boden! Peinlich! Als ich ihm riet in eine Therapie zu gehen, sprang er im selben Moment auf und brüllte mich an! Ich sei wohl verrückt!
Wer es hier von uns beiden war steht für mich fest! ICH nicht!
-----
Dieser Bericht ist wohl nicht zu 100% zutreffend.
Stalker suchen sich immer starke Opfer aus, es ist wie ein anbeten eines Idols! Habt ihr bestimmt auch oft von ES gesagt bekommen.
Messen können sie sich nur mit einem Stärkeren. Was nutzt ihnen der Schwächere? Da haben sie sowieso die Oberhand.
Aber der Versuch, krieg ich sie weich, der scheint wie ein Spiel für sie zu sein.

Ich hüte mich seither vor Menschen, die zuviele Komplimente vom Stapel lassen! Bin auf dem Gebiet kuriert!

Denkt mal nach und schreibt mal auf, was euch am ES aufgefallen ist.
  #5  
Alt 30.04.2004, 11:52
columbia
 
Beiträge: n/a
Hallo Eulchen,

mit dem Beitrag hast du mir aus der Seele gesprochen.

Kann man aber einen schwer selbstmordgefährdeten Menschen nicht einweisen lassen? Ich werde das auf jeden Fall jetzt mit meinem ES versuchen, denn in letzter Zeit habe ich ein paar Mails bekommen, die eindeutig darauf anspielen. Hast du Erfahrungen damit?

Mit dem "Hilfsbereit" hast du auf jeden Fall recht - ich würde es eher so sehen, dass man sich immer wieder darauf verlässt, dass andere Menschen genauso rational agieren und sich deshalb eine Lösung finden lässt. Das wird dann von so Irren als "sie/er will es ja in Wirklichkeit auch!" aufgefasst und so geht der Teufelskreis los...

Ich denke, dass du die Psychologie eines Stalkers sehr gut getroffen hast. Rechne da noch einen leichten Ödipuskomplex (für diejenigen, die an sowas glauben, stimmen ja nicht alle Psychologen damit überein) mit hinein und den Konflikt, selbst Kontrolle ausüben zu wollen, aber Menschen zu verehren, die selbst sehr stark sind (und sich von denen ja "retten" lassen zu wollen) und du hast wahrscheinlich 90% der Fälle abgedeckt.

In dem Fall trifft es sogar wohl eher eben diese "toughen" Frauen und Männer, Menschen, die ansonsten fest mit beiden Beinen im Leben stehen.

Führt also eher der "Tätertyp" zum "Opfertyp"?

Von mir selbst kann ich nur sagen, dass ich mich mit Männern allgemein besser verstehe als mit Frauen, dass ich aber auch schon unabhängig von der Geschichte mit ES die Erfahrung gemacht habe, dass manche Männer es einfach nicht verstehen können oder wollen, dass ein "Nein" ein Nein ist und eine "platonische Beziehung" bei mir kein "Versuchs nochmal" ist...
  #6  
Alt 25.07.2004, 15:30
lotti
 
Beiträge: n/a
Hallo zusammen,

über die Frage nach dem typischen Stalkingopfer hab ich auch schon so oft nachgedacht - logo, bin ja Frau und suche - siehe meine Vorredner(in) - die Schuld erst mal bei mir....
Was mir allerdings als einziges gemeinsames Merkmal, ob bei gestalkten Frauen oder auch Männern auffiel, ist dass ausnahmslos alle intelligente, Menschen sind, denen offensichtlich ihr sozialer Anstand bei der Abwehr dieser Unglaublichkeiten im Wege steht. Will sagen, es sind keine rohen Blödies dabei, die solch ein Thema mit einem lapidaren, aber wirksamen: "zieh Leine du Sack, sonst haut dir mein Neuer die Fresse ein!" beenden, was ja scheinbar in manchen Kreisen bestens funktioniert.
Steht uns Opfern vielleicht einfach nur unsere soziale Intelligenz im Wege?

Bin auch gespannt auf weitere Statements!

Gruß Lotti
  #7  
Alt 25.07.2004, 15:57
Mani
 
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Hallo Lotti,
weißt du, ob einer intelligent ist oder nicht. Ob
er reich oder arm ist, letztendlich sind alle Stalker
im Gehirn krank und das ganz schön doll. Stalker haben
eine kranke Seele und die Menschen können gefährlich
werden!! Ich bin der Meinung: Es kann jeden treffen!!!
LG Mani
  #8  
Alt 27.07.2004, 19:12
trudi
 
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die frage habe ich mir auch schon oft gestellt und habe eigentlich immer vermutet, dass ich durch mein anfängliches mitleid und verständnis mit meinem ES zu seinem opfer geworden bin. auch dachte ich oft, dass es auch mit meiner stärke, meiner ausstrahlung auf meine mitmenschen zu tun hat - also dass er mich als eine art vorbild ansieht, selber gerne diese eigenschaften hätte. es hat ihm wohl auch imponiert, dass ich eine universitätsausbildung habe.
mein ES hatte auch eine schlimme kindheit, die eltern beide säufer, er spätgeborenes einzelkind. er selber hält sich für äusserst intelligent, zu intelligent, um eine normale arbeit anzunehmen - es ist alles unter seinem niveau. in den zehn jahren, die ich ihn kenne hat er nicht gearbeitet, lebt von der sozialhilfe und wohnt bei seinen eltern. ich habe mir in der zeit alleine ein ganz neues leben im ausland aufgebaut.
ich glaube, er ist sich absolut nicht im klaren darüber, wie krank sein verhalten ist. es scheint mir, als würde er sich selber seine eigenen lügen glauben - das ist wohl "normal" bei psychischen krankheiten. auffallend ist auch eine art von selbstmitleid bei meinem ES. hier im dorf nennen sie ihn "nattegænger" - ein mensch, der nachts rumschleicht. er selbst hat ja kein "richtiges" soziales leben (freunde etc), da schleicht er im dunkeln rum und spioniert das leben anderer aus. mich stalkt er, aber er guckt auch bei anderen in die fenster. er ist krankhaft neugierig.
  #9  
Alt 28.07.2004, 10:30
Archiduct
 
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Nikita, das war bei meinem genauso, der musste auch immer hervorheben, dass er es an mir bewundert, wie gut ich mit Geld umgehen kann und wie ehrlich ich bin. Damals habe ich mich über diese ständigen Betonungen immer nur gewundert.

Nach seiner Verhaftung und Kenntnis seines meterlangen Vorstrafenregisters weiß ich warum.
  #10  
Alt 28.07.2004, 10:32
Archiduct
 
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Um mit Jens Hoffmann zu sprechen: Es sind Identitätsvampire!
  #11  
Alt 28.07.2004, 11:56
talis
 
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@trudi:

Zitat von trudi:
es scheint mir, als würde er sich selber seine eigenen lügen glauben

Jouh! Wo hab´ ich das gelesen? Da spielt den Selbstbetrügern und notorischen Lügnern das Gehirn einen Streich: Wenn man anderen möglichst glaubwürdig etwas vormachen will, funktioniert das am besten, indem man sich zuallererst selbst davon überzeugt. Diese "Selbstüberzeugung" hat zur Folge, das man am Ende den Mist, den man verzapft hat auch selbst glaubt.
So baut ES sich seine eigene, verzerrte Realität!
  #12  
Alt 02.08.2004, 18:30
Nici
 
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@Trudi

jauw, sowat kenn ich auch...
Mein Noch-Mann hat mich vertrimmt bis zur Unkenntlichkeit und sagt dann ein paar Monate später zu ner Freundin (bei der er 2 Tage nach dem Vorfall zugegeben hat das er mich so zugrichtet hat und es ihm ja ooooooohhhh sooooo leid tat), es wäre ja nur ne leichte Ohrfeige gewesen. Jetzt sagt er, er hätte mich niemals angefasst und die Verletzungen hätte ich mir selber zugefügt (Glaubt der ich wäre im Backofen Fahrrad gefahren, oder wie sollte ich mir solche Verletzungen sonst selber zu fügen können????).
Bekam sogar ne Unterlassungserklärung von seinem Anwalt zu geschickt, die ich unterschreiben sollte, und das nie wieder sagen soll das er mich geschlagen hat. Und obendrein sollte ich noch 240? dafür zahlen.
Ich hab natürlich nen Teufel getan...

Er hat es sich lange genug eingeredet, und es scheint gewirkt zu haben....
Nur schlecht für ihn, das er es vorher zugegeben hat.......

Gruß Nici
  #13  
Alt 20.08.2004, 01:18
onlyme
 
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Ich glaube, es kann jeden treffen.
Mein Stalker hatte "glück" dass ich so eingeschüchtert und unsicher war (und es ja auch überhaupt keine Gesetze gegen so was gibt), sonst hätte er dieses Spiel nicht so lange treiben können.
Ich glaube, Stalker sind Typen, die Freude daran haben, andere einzuschüchtern und Macht auszuüben. Dann wiederum spielen sie den Sklaven.
Wie Eulchen schon sage, sadistische Masochisten. Haben Spass andere zu manipulieren und sich die Realität so zu bauen, wie sie sie gerne hätten und ignorieren vollkommen, was wirklich ist.
  #14  
Alt 30.08.2004, 15:54
Mark
 
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Ich glaube der Ausdruck "Identitätsvampire" ist abslout treffend.
Wenn ich darüber nachdenke, wie sich unser Stalker bisher verhalten hat, fällt mir auf das sie immer wieder versucht hat, genauso eine Frisur wie meine Lebensgefährtin zu haben, genauso Fitness oder ähnliches zu unternehmen und am besten auch den gleichen Freundes- und Bekanntenkreis zu haben.
Wir Opfer sind einfach nur zu ehrlich und ein Stalker besitzt keinerlei Unrechtsbewusstsein. Dem ist es egal wie es dem Opfer geht, die Hauptsache ist, dass alles unter Kontrolle bleibt. Der Stalker seinen Kontrollzwang ausleben kann. Das sind in meinen Augen perfekte Schauspieler die sich eine gehörige Portion psychologisches Wissen angeeignet haben, damit sie besser manipulieren und kontrollieren können, was sie unbedingt besitzen wollen.
In ihrem Narzismus merken sie gar nicht, dass man sie nicht lieben kann, obwohl sie sich das immer gern einreden.
  #15  
Alt 11.11.2004, 17:48
Bittersüsse
 
Beiträge: n/a

Ich glaube auch,daß Stalker sich eher Menschen aussuchen,die sie
irgendwo bewundern.Mein ES hat auch meine Stärke und Ehrlichkeit
toll gefunden.Oder daß ich eine höhere Schulbildung habe.
Im Streit hiess es dann ,ich würde allen die Starke und Ehrliche nur vorspielen,ich würde jeden nur ausnutzen und ES wäre ja leider nicht so schlau,ES hätte ja kein Abitur (--->Schulbildung war meinerseits nie ein
Thema,er ritt immer darauf rum.)

Der Glaube an das Gute im Menschen,liess mich zu spät handeln.
Ich wollte erst niemanden,von seinem "Verhalten" erzählen.
Es war mir peinlich,dachte das legt sich,naja und ich liess mir von ihm
auch die Schuld dafür einreden.
Und ich wollte,es mir auch nicht eingestehen,
daß mein "Traummann" sich zum Albtraum entwickelte.
Die Hoffnung,so naiv sie auch sein mag,stirbt zuletzt...

Hilfsbereitschaft ist sicher auch eine Gemeinsamkeit von Stalkingopfern.
Ich wollte ihm auch helfen.Als die Situation erstmals eskalierte, brach ES irgendwann zusammen und stammelte,was von seiner Kindheit und das er wohl dadurch
"einen Ditsch wegbekommen hat" oooch der Arme.....
Frauen und ihr Helfersyndrom*g.
Hab ich ihm irgendwann nicht mehr abgekauft.


Ich glaube auch,daß diesen Menschen,die eigene Identität fehlt oder nicht bewusst ist.Mein Es ahmte mich oft in vielen Dingen nach.
Er leuchtete mich geradezu aus,wollte alles über mich wissen.

Sie arbeiten mit Tricks und einer Raffinesse,die man ihnen nicht zutraut.
Am Anfang unserer Beziehung,deutete er immer an,daß er sich von mir trennen muss.Nie hätte ihn jemand so schlecht behandelt und wäre so egoistisch wie ich.Ich müsste mich ändern sonst würde er gehen.
Tja nach ein paar mal,habe ich diese Taktik durchschaut und sagte ihm,
daß er gehen könnte.Ich hatte innerlich so ein Gefühl,
daß das die richtige Entscheidung war.
Er war baff.Er hatte erwartet,daß ich wieder kleinbeigebe.Er zog ein trauriges Gesicht und verschwand aus meiner Wohnung.Was war ich erleichtert.

Zehn Minuten später stand er wieder in meiner Wohnung.
Hach ihm wär ja was dummes passiert,er hätte doch tatsächlich versehentlich (ja klar) meinen Schlüssel mitgenommen.Er wäre ganz verwirrt
und er hat nochmal überlegt,nein er könnte sich nicht von mir trennen,
er würde mir jetzt sogar ein Versprechen geben.
"Schatz,ich werde dich niemals verlassen."
Das war der Anfang vom Ende.

Was mir immer besonders auffiel an ihm ist folgendes.
Er hat ein Gedächtnis wie ein Elefant.Wie er immer sagte,"eine Festplatte
im Kopf". Er ging, so verdreht seine "Aktionen" auch waren,
immer sehr strategisch vor.Nie unbedacht.
Selbst in "ruhigen Zeiten" hat er gesammelt.
Informationen über mich,über Freunde,Familie.
Er kann reden wie ein Weltmeister,ohne Punkt und Komma,er quatscht einen den Verstand weg.Widerwärtige Dinge,Gemeinheiten- so beleidigend und verletzend....
All das von der Person zu hören,die dir eigentlich am nächsten stehen sollte,lässt dich seelisch abstumpfen.
Ich habe es gehasst,wenn er nur den Mund aufmachte.
Viele Nächte hat er auf mich eingeredet.
Wenn ich vor Müdigkeit einschlief,hat er mich geweckt.
Immer wieder.Bis ich zusammenbrach.Nein,ich sollte doch nicht weinen,
es läge doch nur an mir,daß er mich so behandeln müsste.
Er müsste halt so lange weitermachen,bis ich eine Reaktion zeigen würde.
Wenn "ich doch nur anders wäre,alles wäre gut,wir wären das Traumpaar"
*würg

Wenn ich nicht mitbekommen hätte,daß ähnliches bereits vor meiner Zeit mit einer anderen Frau gelaufen ist und ich nicht einen sehr guten Freund an meiner Seite gehabt hätte,der mir aufgezeigt hat,
wie verdreht dieser Mensch ist,
würde ich immer noch glauben,daß ich Schuld an seinem Verhalten bin.
Dieser Mensch und sein Verhalten ist absurd und monströs.
Kein normaler Menschenverstand kann auch nur ansatzweise nachvollziehen
was sich in seinem verdrehten Hirn abspielt.

Darum dreht sich auch das ganze "Spiel". Um Macht und Kontrolle
über einen anderen Menschen.Dabei werden Schuldgefühle,Schwächen
und Ängste des Opfers ganz gezielt ausgenutzt.

Sadistische Masochisten- jep,der Ausdruck trifft es.
Stalker sind zäh.Hartnäckig.Können ewig ausharren.
Aber innerlich sind sie ganz arme Würstchen.......
Keiner ist wohl vor solchen Menschen gefeit.
Aber ich denke,wer bereits Erfahrungen mit dieser "Spezies"
gemacht hat,der wird nicht noch einmal in diese Hölle geraten.

Einmal reicht auch fürs ganze Leben....


P.S. Ein tolles Forum übrigens.Ich bin froh,daß es sowas gibt.
Allerdings ist es erschreckend zu sehen,
wie viele Stalkingfälle es gibt.
 


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