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  #1  
Alt 22.07.2006, 11:59
Archiduct
 
Beiträge: n/a
Fünf Jahre Haft für Mordversuch

Zitat von lr-online.de vom 21.07.2006:
Für den versuchten Mord an seiner Ex-Frau beim Eisbaden muss ein 68 Jahre alter Mann aus Groß-Lindow (Oder-Spree) für fünf Jahre ins Gefängnis. Dazu verurteilte ihn gestern das Landgericht Frankfurt (Oder).

Der Mann hatte die 65 Jahre alte Frau im Dezember 2005 an einer Kiesgrube bei Eisenhüttenstadt überfallen und ihr mit einem Taschenmesser die Kehle aufgeschlitzt. Das Opfer überlebte schwer verletzt.
Die Frau hatte sich ein halbes Jahr zuvor nach 44 Ehejahren von ihrem Mann getrennt. An dem Badestrand habe der Mann seine Ex-Frau spontan angegriffen, während diese sich umzog. Ihre Begleiter hielten den Täter fest und riefen einen Notarzt. (dpa/mb)
www.lr-online.de
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  #2  
Alt 11.11.2006, 21:12
Archiduct
 
Beiträge: n/a
Täter auf freiem Fuß

Zitat von moz.de vom 10.11.2006:
Opfer lebt in ständiger Angst

Von ANDREAS WENDT

Renate K. findet kaum Worte für die Entscheidung der Justiz: Ihr Ex-Mann, der sie im Dezember 2005 beim traditionellen Abbaden an den Kiesgruben bei Vogelsang mit einem Messer lebensgefährlich am Hals verletzt hat, ist aus der Haft entlassen. Im Juli erst war er zu fünf Jahren Haft verurteilt worden, weil ihm nachgewiesen werden konnte, dass er seine Ehefrau töten wollte. Aus Habgier, wie Richter Fuchs bei der Urteilsverkündung im Juli betonte. Kaum drei Monate später, am 9. Oktober, kann er das Gefängnis aus medizinischen Gründen - zumindest zeitweise - verlassen. "Ich bin fast vom Stuhl gefallen und habe so etwas in den 34 Jahren, die ich als Anwalt tätig bin, noch nicht erlebt", sagt Rolf Henrich, der das Opfer Renate K. aus Groß Lindow, vor Gericht vertreten hat.
Ulrich Scherding, Sprecher der Frankfurter Staatsanwaltschaft, führt Herzprobleme des Verurteilten als Grund dafür an, dass die Haft des Rentners unterbrochen wurde. "In einem normalen Haftkrankenhaus kann er nicht behandelt werden", sagt Scherding auf Nachfrage der MOZ und betont, dass Rudolf K. vor der zeitweisen Entlassung aus dem Gefängnis klar gemacht worden sei, wie er sich zu verhalten habe. Dass er zehn Tage nach seiner Entlassung seine Ex-Frau anruft und die - juristisch verbriefte - Überschreibung des Hauses an Renate K. anzweifelt - dazu dürfte die Staatsanwaltschaft Rudolf K. kaum geraten haben. "Wir sind schon empört, was er veranstaltet", sagt Scherding einsilbig. Aus Polizeikreisen verlautet, dass Rudolf K. selbst der Auflage, sich täglich zwei Mal bei der Berliner Polizei zu melden, nicht nachkommt.

In Berlin ist der 68-Jährige, weil er sich an der Charité in zwei Wochen möglicherweise einer Herzoperation unterziehen soll. Offiziell wohnt er bei einem seiner Söhne in Berlin, hält sich aber auch in Frankfurt (Oder) auf. "Man hat mir bestätigt, dass er, der angeblich so schwer krank ist, sogar mit zwei Autos durch die Gegend fährt", sagte Renate K. Seine Ex-Frau lebt nun in ständiger Angst, dass der wegen versuchten Mordes verurteilte Ex-Mann plötzlich vor der Haustür steht. "Er lässt sich sogar wichtige Post vom Herzzentrum nach Groß Lindow schicken", ist Renate K. entsetzt, die es als Hohn empfindet, dass "der Mann, der mir den Hals aufgeschnitten hat, frei herum läuft."

Als Rudolf K. am 19. Oktober völlig unerwartet bei seiner Ex-Frau anruft und ihr ankündigt, vorbeizuschauen, um sich davon zu überzeugen, was am Haus passiert ist, unterbricht sie das Gespräch und wählt den Notruf der Polizei. "Wir fahren mehrmals am Tag und auch in der Nacht Streife in Groß Lindow", sagt Klaus Buchner, Leiter der Kriminalpolizei in Eisenhüttenstadt. Bisher, so Buchner, sei Rudolf K. noch nicht in Groß Lindow gesehen worden. Auch der Revierpolizist Albrecht Wagenknecht steht in ständigem Kontakt zur Groß Lindowerin. Opfer Renate K. lebt dennoch in dauernder Unruhe. "Ich bin psychisch beeinträchtigt und gehe nicht mal mehr abends zur Chorprobe", erzählt sie. Und auch ihre Freunde seien beunruhigt: "Leute, die mir damals geholfen haben, fürchten seine Rache."
www.moz.de
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