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  #31  
Alt 15.02.2007, 16:45
Kundry
 
Beiträge: n/a
AW: Situation wie angestemmt

Liebe Klara,
das Gefühl, gegen Windmühlenflügel zu kämpfen, kenne ich auch nur zu gut.
Bei mir hat es Jahre gedauert, bis ich etwas strafrechtlich Verwertbares in der Hand hatte und dann tatsächlich offensiv gegen "ES" vorgehen konnte. Bis dahin - wie gesagt jahrelang - immer nur Defensive, d. h. ausweichen, die Kinder schützen, Tagebuch führen und irgendwie weiterleben.

Du wirst das auch schaffen.

Lies erst mal die Masken der Niedertracht. Das Buch hat bei mir den Durchbruch gebracht, weil ich erst dann verstanden habe, was da überhaupt passiert und wie ich aus dem Teufelskreis raus komme. Es ist sinnlos, Außenstehende - und in dem Moment können auch die engsten Freunde zu Außenstehenden werden - davon überzeugen zu wollen, was da passiert, weil sie einfach nicht hinter die Maske von ES sehen können oder wollen. Ein oder zwei Vertraute reichen völlig, in meinem Fall waren es meine Eltern und mein Mann, die mir über die Jahre Halt und Kraft gegeben haben.

Ich kenne diesen "Erklärungsnotstand" auch, er kostet noch zusätzlich Kraft. Ich wußte auch nicht, wer eventuell auch noch als "Informant" fungieren könnte und habe dann den Kontakt zu den meisten Leuten abgebrochen, weil ich einfach nicht mehr konnte.

Zitat:
Siehst Du seinen Selbstmord als letzten Versuch der Rache an Dir? Kannst Du diesen seinen letzten Schritt von Dir abkoppeln und bei ihm lassen? Ich stell mir das unendlich schwer vor...
Es war schon ein ziemlicher Hammer. Aber zuallererst in erster Linie eine irrsinnige Erleicherung, weil es kurz vorher sowas wie eine Morddrohung gegeben hatte und mir plötzlich klar wurde, dass ich auf einmal keine Angst mehr haben brauchte.
Racheversuch: Nein. Er hat zwar in den Abschiedsbriefen an die Kinder und mich (die er schon 9 Monate vorher geschrieben hatte!) versucht es mir reinzudrücken, aber mit den selben Argumenten, die er all die vielen Jahre immer benutzt hat, um sein Verhalten zu rechtfertigen und die Schuldgefühle mir aufzuladen. Zu der Zeit hatte ich aber seine Perfidie schon begriffen, ich wußte, das hatte nichts mit mir zu tun und belastete mich daher auch nicht. Das ist ganz allein seine Entscheidung gewesen, die er ja auch schon lange genug mit sich herumgetragen hatte. Es ist einfach nur grauenhaft, ich weiß. Ich will auch gar nicht mehr weiter darüber nachdenken, in welch finsterem Abgrund dieser Mensch die letzten Jahre seines Lebens gehaust hat. In erster Linie bin ich froh, dass die Kinder und ich es überlebt haben und jetzt in Frieden unser Leben weiterführen können.
Zitat:
Besonders morgens ist es schlimm. Dann denke ich, ich such DOCH nochmal den Dialog mit ihm. Wenn ich nicht dicht gemacht hätte, wär´s jetzt nicht so schlimm. Er kann`s halt nicht, also übernehme ICH die "Friedensarbeit". Nicht´s ist schlimmer, als dieser Kalte Krieg!
So war/ist mein Muster und ich muss mich innerlich ständig zum STOP aufrufen, mir all meine gescheiterten Versuche vor Augen führen.
Er kann's halt nicht. Genau. Und gerade deswegen sollst Du es auch nicht für ihn übernehmen, denn sonst hat er Dich wieder genau da, wo er Dich haben will: unter seinem Stiefel. Da bist Du schon hervor und Du wirst nie wieder dahin zurückkehren, deswegen wirst Du ihn meiden wie die Pest und wenn er wirklich irgendwann wieder vor Dir steht, wirst Du ihn ignorieren und so haarscharf an ihm vorbeisehen, als wäre er Luft. Du wirst in dem Moment auch die Kraft dafür haben. Am Abend wirst Du zwar fix und fertig sein, aber Du wirst das schaffen, wenn es sein muss auch jahrelang. Denn das ist der einzige Weg, wie Du ihn Dir vom Leib halten kannst und wieder zu einem freien, selbstbestimmten Leben zurückkehren kannst. Du musst ihm die Macht über Dich entziehen, darin liegt der Schlüssel. Wie ich schon öfter hier schrieb: Wir sind die Stärkeren, denn wir beziehen unsere Kraft aus uns selbst. ES bezieht seine Kraft nur aus dem Unglück des anderen, wenn man ES also diese Macht entzieht, durchbricht man damit auch diesen Teufelskreis.
Du wirst nicht gebrochen oder verbittert aus dieser Geschichte hervorgehen. Du bist die Stärkere, nicht vergessen!
  #32  
Alt 16.02.2007, 11:44
Lynn
 
Beiträge: n/a
AW: Situation wie angestemmt

Liebe Klara,

dein Name passt schon ganz gut zu dir! Du siehst ziemlich klar und ehrlich deine Situation und das ist eine gute Startposition. Genau daran fehlts ja den Bekloppten. Trotzdem lässt einen die Situation hilfols zurück, weiss ich schon. Deshalb ist das mit den kleinen Schrittchen gut. Ein grosser ist oft nicht machbar und der Erfolg der kleinen hilft. Natürlich passieren auch Rückschritte, aber das sind Rückschritte und keine Rückkehr!
Deine Wut versteh ich auch allzu gut. Die ist aber auch gut. Nicht die zerstörerische, überfordernde, sondern die Energie, die darin steckt. In einem kleinen Funken Wut steckt die Erkenntnis - hier geschiet Unrecht! Manchmal kann man diese Wutenergie dann endlich in die richtige Richtung gebrauchen.

Das Gefühl, das die Umwelt ja unterstützt, dass man im Grunde selber der Falsche ist, daran kann man nur arbeiten. Es hilft schon, dass man es ansatzweise erkennt. Schlimm war es, als ich wirklich, ohne Abstand, in diesem Zustand der Falschheit stand. Also all die Jahre.
Mir wurde immer suggeriert, ich hätte ja Familie, Beruf, wirke völlig gesund und sehe "gut" aus. Also ist ja alles in Ordnung, aber meine Mutter, so arm und klein und allein, da dürfe man doch nicht so schlecht reden und übertreiben und sie so im Stich lassen. ??? Wer lässt da wen im Stich??? Deshalb danke für den Satz - Die Dimension und die Strategie dieses Quälens wird nicht verstanden. GENAU.
So wird auch gnadenlos verharmlost. Das habe ich auch, so wie du schreibst, vor mir selbst.
Das nicht mehr zu tun, das ist ein wesentlicher Schritt. Auch wenn man den alleine tut. Da bin ich noch oft allein damit, aber ich verstehe es besser. Die anderen verharmlosen nicht, um mich fertig zu machen, sondern weil die Situation schlicht nicht vorstellbar ist. Also schützen die sich selber durch die Verharmlosung. Allzu viel Grauen wollen die nicht in die Augen sehen.
Das gilt natürlich nicht für deinen "Berater" ??????. Der ist ja voll blöd und unfähig. Gerade der müsste hinsehen.

Wenn das alles klebt wie Pech, dann ist das so. Das Bild hab ich für mich auch oft gebraucht. Hat mich ab einem gewissen Zeitpunkt, dessen Beginn in einem Funken Wut und der totalen Überforderung lag, daran gemacht, Millimeter für Millimeter abzukratzen. Denn dazu gehören tatsächlich auch Kindheitsmuster, die man langsam aufdeckt, Altlasten, die das eigene Handeln erschweren. Also kein Abkratzen, sondern aufdecken.

Meine Mutter belästigt mich nicht mehr, sie hält sich daran, nach mehreren gescheiterten Versuchen. Was sie zum "Abschied" noch tat - sie hat das Telefon, mehrmals am Tag, einmal klingeln lassen. (Telefonterror war eines ihrer Mittel). Das war schrecklich, das hat ja gereicht, mich wieder erstarren zu lassen, Herzrasen und Schweissausbrüche, bloss wegen eines kleinen Klingelns....
Die Telefonangst ist besser geworden. Aber du kannst dir vorstellen, wie sehr ich Telefonverkäufer hasse...!!!!

Nein, du wirst nicht verbittert da heraus gehen, da hat Kundry recht, wie mit so vielem...
Ich schubse jetzt mal mit und möchte dir noch was sagen. Neben der Schubsbewegung hilft ein friedliches Bild, in dessen Richtung du gehen könntest. Da kommt einerseits unter dem Pech eine schöne Haut hervor, die dir gehört. Und wenn der Kampf ausgestanden ist, auch wenn es sehr lange geht, kommt dein eigenes Leben hervor. Das ist eine sehr friedliche Vorstellung, denn du wirst da Leute um dich haben, mit denen der Frieden auch lebbar ist. Sowas gibts.

Ich wünsche dir viel Kraft und Zuversicht und die richtigen Menschen, die dir wirklich helfen können.

Liebe Grüsse

Lynn
  #33  
Alt 18.02.2007, 23:38
Klara
 
Beiträge: n/a
AW: Situation wie angestemmt

Liebe Kyndry, liebe Luna, lieber Admin, liebe Lynn!

Erstmal von Herzen Dank für Eure technische Hilfestellung!

So richtig gelingt mir das mit dem Zitieren noch nicht, aber durch Probieren krieg ich´s schon noch raus. Wenn man´s dann weiß, ist´ganz einfach, gelt?

Meine äußere Lage entspannt sich im Moment etwas, weil ich jetzt erstmal 6 Wochen Semesterferien hab und ich nicht täglich an die Hochschule muss.
Dafür ist durch wegfallenden Prüfungsstress jetzt mehr Raum zum FÜHLEN.

Das von Kundry empfohlene Buch "Masken der Niedertracht" setzt mir ganz schön zu.
Bin ziemlich heftig nach unten gerauscht, aber heut geht´s schon besser. Hätte ich dieses Buch vor einigen Jahren schon in die Hand bekommen, hätte ich mir wohl einige Runden erspart.(?)
Aber - ist Spekulation, vielleicht wär ich da innerlich noch gar nicht so weit gewesen...

Die Erkenntnis, dass das missachtende Verhalten meines Ex über all die Jahre KÜHLE BERECHNUNG gewesen sein soll - und das entnehme ich diesem Buch - ist eine sehr bittere Pille, die ich nur mit Schmerzen schlucke.

Ich meinte immer, es sei Überforderung und Unvermögen... Über all die Jahre suchte ich nach dem Menschen ,den ich vor 9 Jahren kennen gelernt hatte: Damals zeigte er sich mir gegenüber einfühlsam, zuvorkommend, interessiert und sensibel. Und erst, als ich mich ihm gegenüber öffnete, war das SCHLAGARTIG vorbei!!
Dieser Mensch, in den ich mich verliebt hatte, war nicht mehr wiederzuerkennen!
An der vergeblichen Suche nach ihm und nach einer Erklärung bin ich manchmal schier verzweifelt. Diese Erklärung hab ich nun.

Auf jeden Fall werde ich den momentanen Freiraum nutzen und "de Bobbes schwingen"...
Am kommenden Do hab ich einen Termin bei einer Psychologin an unserer Hochschule, die für Studenten psychotherapeutische Beratung macht.
WR und Opferberatung probier ich auch.

Was meint Ihr, wenn das Anti - Stalking - Gesetz erst zu Ostern Gesetzteskraft hat, vielleicht macht es Sinn, bis dahin mit der Beantragung einer EV zu warten, weil es dann sicher mehr Chancen hat?

Liebe Lynn,

Zitat:
"dein Name passt schon ganz gut zu dir! Du siehst ziemlich klar und ehrlich deine Situation..."

schreibst Du.
Nun in diesem Fall drückt mein gewählter Name wohl eher meinen WUNSCH nach Klarheit aus. Klarheit nicht nur im Kopf, sondern auch im Herzen.

Zitat:
"Deine Wut versteh ich auch allzu gut. Die ist aber auch gut. Nicht die zerstörerische, überfordernde, sondern die Energie, die darin steckt. In einem kleinen Funken Wut steckt die Erkenntnis - hier geschiet Unrecht! Manchmal kann man diese Wutenergie dann endlich in die richtige Richtung gebrauchen."
Ja, Lynn.
Gott sei Dank hab ich endlich diese Wut. Sie lässt mich Abstand halten und bewahrt mich davor, "Scheiß" zu bauen. Ich war öfter wütend, aber immer nur kurz. Gleich war ich wieder lieb und hab geschluckt, aus Angst, diesen Mann zu verlieren.

Dank Dir für Deine Vision des friedlichen Bildes. Im Keim ist es da und wird wachsen.
Vorerst bin ich mit dem Abkratzen von dem Pech auf meiner Haut beschäftigt.

Wenn dieses Pech einem im Laufe der Zeit zur eigenen Haut geworden ist, kann man immer nur da puhlen, wo darunter schon die neue, eigene Haut gewachsen ist. Sonst tut´s zu weh...

Aber, Ihr sagt´s ja alle:

Geduld, Geduld. Ruhig bleiben, Kräfte einteilen.
Hier ist nischt mit "Quantensprung"!

Ich möchte Euch allen sagen, dass Ihr mir mit Euren Antworten ganz viel Halt gebt.
Der Umstand, dass das Umfeld nicht versteht und - wie Du schreibst, Lynn - aus Selbstschutz verharmost, isoliert.
Was bin ich da froh über den Austausch mit Euch und über Eure Unterstützung!

Und Eure Geschichten zeigen: Es bleiben Narben, die auch immer wieder schmerzen. Aber Ihr seid nicht dran zerbrochen, sondern gewachsen.
Das macht mir Hoffnung.

DANKE!

Herzlichst,

Klara

Ps. Ha, Leute, ich hab´s raus mit dem Zitieren! Genial!
  #34  
Alt 27.02.2007, 11:34
Klara
 
Beiträge: n/a
AW: Situation wie angestemmt

Hallo, Ihr Lieben,

es zieht sich...

In der letzten Woche war ich bei der Psychologin der Hochschule.

Auch sie sieht im Äußeren keine Handlungsmöglichkeit. Sie legte den Fokus auf die kranke Dynamik dieser Beziehung und darauf, dass ich durch meine jahrelange Unfähigkeit, mich abzugrenzen, diesen Prozess verlängert habe.

Ich hatte leise gehofft, sie hätte auf praktischer Ebene -hochschulintern - eine Idee...

Immerhin hat sie anerkannt, dass diese Situation psychisch sehr belastend und schwer zu bewältigen ist.
Bekräftigt hat sie nochmal - was mir aber auch zunehmend klar ist - , dass mit so einem Menschen auf der Vernunftsebene NIE etwas zu klären sein wird. Es bliebe nur der innere Ausstieg. Das ist zwar grundsätzlich richtig, mir aber zu einseitig. Eben die typisch psychoanalytische Sicht.

So wird zwar anerkannt, dass hier Unrecht geschieht, doch es DARF passieren, solange es den gesetztlichen Rahmen nicht sprengt...

Vorige Woche nun wurde ein Reifen meines Autos zerstochen. Ich vermute, dass mein Ex es war. Aber, da ich keine Beweise habe, habe ich nichts unternommen.
Sofort war dieses entsetzliche Panikgefühl, was mich im Dezember zusammenbrechen ließ, wieder da...

Ich habe mich zwar inzwischen etwas beruhigt, doch es bleibt eine dumpfe Angst.Und immer wieder dieses nicht glauben können ... Die Botschaft ist klar: Er lässt nicht locker. Das ist der Typ, der nichts aus Panik oder auf Grund eigenen Durchdrehens irgendwelche Sachen macht.
Sondern alles ist genau durchdacht. Immer hübsch LANGSAM mürbe machen und dabei selbst unangreifbar bleiben.

Psychisch habe ich mich innerhalb dieses halben Jahres sehr verändert. Nervlich dünn gerieben, immer kurz vor´m Heulen. Die Kraft reicht gerade noch für die Bewältigung des Haushaltes und für die Versorgung meiner Kinder. Alles, was darüber hinausgeht, ist ganz schnell zu viel.
An nichts mehr habe ich wirklich Interesse, auch nicht an Kontakten. Und das Dauerbedürfnis nach Rückzug und Ausruhen... Dadurch, dass ich in all meinen Handlungen so langsam geworden bin, habe ich das Gefühl, mein Leben entgleitet mir...
Das hört sich jetzt vielleicht so jammerich an. Aber ich bin wirklich ziemlich verzweifelt, weil meine mir eigene Lebendigkeit und Kontaktfreudigkeit dieser Lähmung gewichen ist. Hoffentlich ist es nur eine Phase und mein alter Kämpfergeist kommt wieder...

Am kommenden Montag habe ich einen Termin bei der Opferberatung. Vielleicht komme ich ja da ein Stück weiter...

Nochmal meine Frage von voriger Woche an Euch:

Sollte ich mit dem Spärlichen, was ich in der Hand habe - letztlich bliebe ja nur noch eine Anzeige wegen Körperverletzung - vielleicht lieber warten, bis das Anti - Stalking - Gesetz Rechtskraft hat?
Das würde meine Chancen doch erhöhen, oder? Denn momentan sehe ich die Chancen für eine EV sehr gering...

Herzlich grüßt Euch

Klara
  #35  
Alt 27.02.2007, 12:38
Luna
 
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AW: Situation wie angestemmt

Zitat:
Vorige Woche nun wurde ein Reifen meines Autos zerstochen. Ich vermute, dass mein Ex es war. Aber, da ich keine Beweise habe, habe ich nichts unternommen
.

Klara bitte!

Ein zerstochener Reifen erfüllt zumindest den Straftatbestand der Sachbeschädigung, den Du bei der Polizei anzeigen solltest. Gar nichts zu unternehmen, halte ich für keine gute Idee.

Bei einer Anzeige verlangt keiner von Dir, dass Du gleich beweiskräftig den Täter mitlieferst.

Zitat:
Sollte ich mit dem Spärlichen, was ich in der Hand habe - letztlich bliebe ja nur noch eine Anzeige wegen Körperverletzung - vielleicht lieber warten, bis das Anti - Stalking - Gesetz Rechtskraft hat?
Das würde meine Chancen doch erhöhen, oder? Denn momentan sehe ich die Chancen für eine EV sehr gering...

Diese Entscheidung kann ich Dir nicht abnehmen, aber Du solltest daran denken, dass - wenn das Gesetz Rechtskraft erlangt hat - dieses erst für die Vorfälle gilt, welche ab Datum Rechtskraft eintreten.
  #36  
Alt 27.02.2007, 13:19
Klara
 
Beiträge: n/a
AW: Situation wie angestemmt

Ja, ist gut Luna.
Ich mach`s. Danke.
Ich fühl mich halt nur so schlapp. Und immer diese Selbstzweifel. Die Angst, alles was jetzt so an schrägen Sachen passiert, ihm in die Schuhe zu schieben. `
Es widert mich so an. Mir fehlt auch gerade die Wut als Antrieb...ich muss mich zwingen...

Lieber Gruß,

Klara
  #37  
Alt 27.02.2007, 15:19
Luna
 
Beiträge: n/a
AW: Situation wie angestemmt

Zitat:
Die Angst, alles was jetzt so an schrägen Sachen passiert, ihm in die Schuhe zu schieben. `

Musst Du ja gar nicht.

Für die Ermittlungen in Bezug auf Straftaten ist die Polizei
zuständig, nicht Du.

Sofern Du nur einen Verdacht äußerst, schiebst Du auch niemandem was in die Schuhe.

Auf jeden Fall wünsch ich Dir Energie um ausreichend Wut zu entwickeln, welche Dich in die Lage versetzt, Dich zu wehren.
  #38  
Alt 28.02.2007, 16:39
jule
 
Beiträge: n/a
AW: Situation wie angestemmt

Liebe Klara, ich kenne das gut, dieses Gefühl, gerade noch den Haushalt und die Kinder versorgen zu können. Am besten ging es mir dann, wenn ich es angenommen habe, mich nicht dagegen gesträubt habe. Dieser Prozeß, den Du gerade durchläufst, kostet viel Kraft. DAS IST SO!
Ob das irgendwann vorbei geht? Kann Dir nur von mir berichten, dass ich nach Monaten seit ein paar Wochen so ein leises Licht in mir spüre. Und Kraft, noch schwankt es sehr, aber sie ist da, ich spüre sie. Die Zuversicht ist zurück. Noch zweifle ich sehr, mißtraue dem guten Gefühl. Aber es wird mir auch von außen bestätigt, dass ich besser aussehe, wieder zugenommen habe, Kraft ausstrahle, erholt aussehe... Das kann ich dann kaum glauben, aber wenn es mehrere Leute sagen, muß irgendwie was dran sein...
Ich habe Deinen Zustand, wie Du ihn beschreibst, noch vor ein paar Wochen selbst hier in ähnlicher Weise geschrieben. Mittlerweile hat sich einiges getan, die EV ist durch, er schleicht nurmehr selten ums Haus. Das tut mir gut, den Kindern auch.
Sei geduldig und gut mit Dir selbst. Verurteile Dich nicht, weil Du zur Zeit nicht so effektiv ist. Und wenn Du keine Lust auf andere Leute hast, dann bleibe in Deiner Welt. Die Lust kommt zurück, da bin ich mir bei Dir ganz sicher. Du bist so bewußt, Du kriegst das schon hin. Deine Energie fließt gerade woanders hin, aber sie bleibt Dir erhalten. Ich kann meine spüren, immer wieder, dann freue ich mich auf die Zeit, in der ich sie wieder für meine Interessen einsetzen kann. Jetzt fließt sie in unsere innere Befreiung von dieser Abhängigkeit von einem Menschen, der es nicht gut mit uns meint. Das kostet Kraft und raubt uns VORRÜBERGEHEND die Freude am Leben. Aber eben nur vorrübergehend!!!
Liebe Grüße, Jule
  #39  
Alt 04.03.2007, 22:05
Towanda
 
Beiträge: n/a
AW: Situation wie angestemmt

Hallo Klara,
auch von mir ein bisschen Zuspruch: ich finde Dich überhaupt nicht 'jammerich', sondern völlig klar, dass die GEWALT, die Du gerade erlebst, an Deinen Kräften zehrt. Und ich finde, dass Du sehr bewusst und reflektiert damit umgehst! Das Ätzende ist einfach, dass Du bei Polizei und Psychologin und, wenn ich mich recht erinnere, auch in Deinem Umfeld nicht die Unterstützung bekommst, die Du brauchst, sondern auch da noch kämpfen musst, weggeschickt wirst. Geh' einen Schritt nach dem anderen, überfordere Dich nicht, denn was Du im Moment alles leistet, ist mehr als genug: Aufrechterhalten des Alltags für Dich und Deine Kinder, Bewältigung der Beziehung, des Traumas der Verfolgung und der Angst vor der Zukunft.
Vielleicht geht es im Moment einfach nur um Durchhalten - die Kraft dazu wünscht Dir
 


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