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  #1  
Alt 22.05.2006, 15:28
SabineK
 
Beiträge: n/a
Meine Erfahrungen mit meinem ES ..

Hallo zusammen,

Meine Probleme beziehen sich auf meinen ehemaligen Lebenspartner und sein nicht-akzeptieren-können, dass unsere Beziehung gescheitert ist.

Ich bin Ende zwanzig und momentan mehr als aufgelöst.

Nachdem ich Ende 2003 wegen körperlicher Gewalt und psychischem Terror aus der gemeinsamen Wohnung ausgezogen bin, fing das ganze Theater richtig an.

Beleidigungen per SMS und am Telefon, auflauern bei meinen täglichen Beschäftigungen, Belästigung von meinen Freunden und meiner Familie und und und.

Angezeigt habe ich ihn zu diesem Zeitpunkt nicht, natürlich ein Fehler. Ich zog wieder in meine Heimat, ca. 100 Km entfernt und versuchte es einfach zu vergessen.

Der Terror und seine Rufmord hörten nicht auf. Es war und ist ein ständiger Wechsel zwischen Beleidigungen, Reue, Drohungen, Liebeserklärungen und Selbstmorddrohungen. Er zog mir hinterher und befand sich daher in unmittelbarer Nähe, ich war grade neu in Arbeit und wollte dem Terror einfach entgehen – und ließ mich wieder auf ihn ein.

Nicht aus Liebe, nicht aus Mitleid - wegen Ruhe.

Ja – dumm kann man sein. Ruhe hatte ich natürlich keine. Derweil hatte ich einige Freunde verloren. Es folgten von ihm Unterstellungen ich würde fremdgehen, angeblich gefundene Beweise dafür - er erfand einfach Dinge und auch die Hemmschwelle zur körperlichen Gewalt gegen mich ( Ohrfeigen, Rumgeschubse in der Wohnung, Fäuste die meine Gliedmaße trafen ) wurden immer niedriger.

Nächtliche Diskussionen ließen mich meine Arbeit kaum noch im wachen Zustand schaffen.

Selbst Nachbarn kamen Nachts um 3:00 Uhr an meine Wohnungstüre, weil sie sein Geschreie und die rumgeworfenen Gegenstände hörten.

So trennte ich mich wieder von ihm. Der Trennungsakt war ein Eklat mit Gewalt und Widerwillen. Ich rief meine Eltern an und ging zur Polizei. Zum ersten Mal. Das war im Januar 2004. Bei der Polizei wurden Aufnahmen von den ( laut deren Aussage ) geringfügigen Verletzungen ( blauer Fleck am Arm / nach nicht mal 3 Stunden – Kratzspuren am Hals ) gemacht und der Hergang aufgenommen.

Zwei Monate später kam die Einstellung des Verfahrens. Ich war fassungslos. Laut Einstellungsbescheid lag es " nicht im Öffentlichen Interesse..“. Der Beamte riet mir die Sache zu vergessen.

Zwischenzeitlich hatte ich meine Arbeit verloren, da durch einen anonymen Anrufer ( 1 Tag nach der Trennung, welch Zufall ) – die Information einging, das ich drogensüchtig war. Dazu sei bemerkt: Es stimmt, ich war bis 2001 Drogenabhängig, - bin war / bin aber clean und therapiert.

Er wusste was ich wann gemacht habe, wann ich mich wo mit wem traf und rief locker 30-40 mal am Tag an. Er stand vor meiner Balkontür und hat die Rollos hochgeschoben und und und.

Zudem wurden Fotos von mir in Internet-Foren gestellt und Gästebücher mit „Realer-Kompletter-Name“ ist eine Schl., Hur.. Aidskrank usw. vollgemüllt.

Die Administratoren wurden von mir angechrieben, gespeicherte IP’s bereitzustellen. Ich nahm eine Anwältin. Schilderte ihr die Situation, brachte ausgedruckte e-Mails und die von mir gespeicherten SMS ausgedruckt mit ( knapp 170 SMS, Handy-Speicher voll )

Mittlerweile saß ich nur noch in der Wohnung und hatte eine gepackte Tasche im Flur, wenn es nicht mehr ging. Sie riet mir, die Internet-Geschichte auch zur Anzeige zu bringen. Bei der Polizei und erstattete ich Anzeige gegen Unbekannt ( auf Rat des Kripo-Beamten, wg. vielleicht sonst folgender Verleumdungsklage ).

Vergessen hatte ich – ich war bei diesem Beamten schon mal, als mein ES mich wegen Diebstahl anzeigte ( war zu der angegebenen Zeit im Krankenhaus, wg. Unschuld fallengelassen ).

Meine Anzeige? Fallengelassen.

Nicht aussreichende Beweise, um den Täter zu ermitteln. Super. Ich flüchtete ins nahe Ausland zu Freunden und blieb einige Wochen. Versuchte die Anwältin zu erreichen per Telefon, Mail. Nichts. Rein GAR NICHTS. Das blieb bis heute so. Ich hörte nichts von ihr.

Dann wurde ich rückfällig, kam mit der Situation nicht mehr klar. Wurde rückfällig ( 2 Mon. ) und ging in die Psychatrie. Wieder draussen wusste ich, entweder Du gehst zu ihm zurück, oder Du endest wieder bei den Drogen. Trotz Ekel und innerlichem Hass ging ich zu ihm zurück, Und es wurde ruhiger. Er hatte was er wollte. Mich. Ich sollte wieder mit ihm zusammenziehen ( er hatte ja nichts ) – ich tat es.

Doch natürlich.. wurde es wie immer. Natürlich! Vor knapp einem Monat bin ich weg, er wechselte danach das Schloss aus.

Habe nun einen anderen Anwalt. Er hat die Handakte der anderen verlangt u bekommen. und ist schlicht erbost. War nach der Trennung nochmal an der Wohnung, mit der Polizei. Die riet mir, den Schlüsseldienst zu holen, um wenigstens Kleidung und Unterlagen rauszubekommen.

Und was hat es mir gebracht? Zerrissene Unterlagen, nun ja.. wenigstens meine Kleidung .. UND eine Anzeige wegen Einbruch !! ( klar – und die Polizei stand Schmiere oder wie? Wie kann sowas überhaupt bei der Staatsanwaltschaft durchkommen? ).

Er will mich jetzt wegen Stalking anzeigen und behauptet – ich würde ihn belästigen und anrufen.

Ich bin in eine mir völlig fremde Stadt gezogen, damit es ja keine Anhaltspunkte ( Freunde, Familie usw. ) gibt, habe meine Frisur geändert und hoffe einfach auf meinen jetzigen Anwalt. Er hält sich mit SMS und Anrufen zurück, schädigt aber weiterhin meinen Ruf und hält mein Eigentum zurück. Habe vom alten Vermieter Hausverbot bekommen, weil ES mich wegen Einbruch angezeigt hat ( Anwalt reagiert grade drauf ).

Ich stehe da als Kriminelle. Teilweise versucht er sogar über das Internet mein Eigentrum zu verkaufen. Ich glaube an gar nichts mehr - und an einen Rechtsstaat schon gar nicht. Könnt einfach aufgeben...

Sabine

Geändert von Luna (23.05.2006 um 12:20 Uhr).
  #2  
Alt 22.05.2006, 15:37
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Registriert seit: Sep 2002
Beiträge: 1.523
AW: Meine Erfahrungen mit meinem ES ..

Hallo Sabine,

hast du in der ganzen Zeit irgendwann mal daran gedacht, ins Frauenhaus zu gehen oder in eine WG zu ziehen?

Und: Bitte vergiss in deinen Texten die Absätze nicht, sonst mag das keiner lesen.
  #3  
Alt 22.05.2006, 15:43
SabineK
 
Beiträge: n/a
AW: Meine Erfahrungen mit meinem ES ..

Hallo Admin,

um noch mehr Menschen als eh schon .. mit hineinzuziehen?
Ich habe mitte letzten Jahres bei einem Frauenhaus nachgefragt,
die aber total überfüllt waren - und es laut Aussage "leider dringendere
Fälle gibt".

Und im Grunde kann ich das sogar nachvollziehen. Ich meine, er droht nicht damit, mich umzubringen. Und ich habe keine Kinder ( ein Segen ),
die in Mitleidenschaft gezogen werden.

Danke für den Hinweis, ja ..
werde Absätze machen. Es war nur soviel Text ;-)

Sabine
  #4  
Alt 22.05.2006, 15:58
Luna
 
Beiträge: n/a
AW: Meine Erfahrungen mit meinem ES ..

Zitat:
Danke für den Hinweis, ja ..
werde Absätze machen. Es war nur soviel Text ;-)

Drum eben, weils soviel Text ist

Ich formatier mir das um sobald ich Zeit habe und lese in Ruhe, ok?
  #5  
Alt 22.05.2006, 16:26
SabineK
 
Beiträge: n/a
AW: Meine Erfahrungen mit meinem ES ..

Hallo Luna,

ich habe gedacht, Zeilenumbrüche zählen auch zu den Zeichen ;-)
Und da musste ich eh 3000 löschen, eh ich abschicken durfte.
Tut gut hier zu sein ..
und danke für Deine Arbeit @ umformatieren

Sabine.
  #6  
Alt 22.05.2006, 16:51
Hans-Georg
 
Beiträge: n/a
AW: Meine Erfahrungen mit meinem ES ..

Hallo Sabine,
es tut wirklich gut hier zu sein.
Schade, dass du die 3000 Zeichen löschen musstest.
Teile doch die Beiträge, wenn diese zu lang sind.

LG
Hans
  #7  
Alt 22.05.2006, 16:52
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Registriert seit: Sep 2002
Beiträge: 1.523
AW: Meine Erfahrungen mit meinem ES ..

Zitat:
um noch mehr Menschen als eh schon .. mit hineinzuziehen?

Nee, um nicht allein zu sein.

Ich meinte auch nicht unbedingt eine 08/15-Studenten-WG. Wenn das Monster dich wieder in Rückfall und Klapse getrieben hat, wäre eine organisierte WG ganz sicher sinnvoll.
  #8  
Alt 22.05.2006, 19:49
SabineK
 
Beiträge: n/a
AW: Meine Erfahrungen mit meinem ES ..

Vom Thema organisierte WG, dabei stellt sich die Frage - von Wem? -
bin ich wieder abgerückt. Organisiert bedeutet ja erstmal nichts
anderes, als Betreuung von einem Therapeuten oder Sozialarbeiter.

Während meiner stationären Therapie schon bin ich nicht zu
"den Drogensüchtigen" gekommen, sondern wurde ausnahmsweise
bei den "reinen Alkoholikern" aufgenommen, bedingt durch meinen
nicht vorhandenen sozialen Abstieg ( O-Ton der Therapeuten ) und
meinem lebenslangen fernbleiben der Szene. Konsumierte Drogen nur
auf rein privater Ebene.

Um solch einen Platz habe ich mich jedoch trotzdem schonmal
bemüht, leider mit den gleichen Ablehnungsworten wie schon bei
der stationären Therapie. Ich wäre nicht die Zielgruppe, da mein
Leben sich nie am Rande des Abgrundes befand
*so so - was auch immer das bedeutet*

Gleichzeitig bin ich mittlerweile der Überzeugung, eine solche
Wohngruppe nicht beziehen zu brauchen. Therapeutische Hilfe
habe ich, die Drogen sind nicht wirklich das Thema. Und ein Rückfall
mittlerweile eher ausgeschlossen. ( Garantie gibts nie ).

Fakt ist aber - mein naives Rechtsgefühl sperrt sich,
"den Schwanz einzuziehen" .. nur weil so ein übler Depp
meint, mein Leben in der Hand zu haben. Ich mag meine
Wohnung nämlich recht gerne und lebe auch gerne alleine.

Danke dennoch für den Hinweis, Admin.

Sabine
  #9  
Alt 22.05.2006, 19:51
SabineK
 
Beiträge: n/a
AW: Meine Erfahrungen mit meinem ES ..

ach soo - vergessen ;-)

Thema Klappse: Er hat mich in einen Rückfall getrieben, aber ich mich aus diesem wieder selbst hinaus. Klappse finde ich im übrigen nicht treffend,
aber sei es drum. Die Psychatrie war einfach nur für die ersten Tage
ohne Drogen gedacht - die sind einfach etwas schwerer. Eher Schutz als
Notwendigkeit.
  #10  
Alt 22.05.2006, 20:05
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Admin Admin ist offline
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Registriert seit: Sep 2002
Beiträge: 1.523
AW: Meine Erfahrungen mit meinem ES ..

Zitat:
Klappse finde ich im übrigen nicht treffend
Ist ja auch nicht im negativen Sinne gemeint, schreibt sich aber viel einfacher
  #11  
Alt 22.05.2006, 20:11
SabineK
 
Beiträge: n/a
AW: Meine Erfahrungen mit meinem ES ..

Ich weiß ..
fühl mich bei dem Wort halt irgendwie verrückt
  #12  
Alt 23.05.2006, 12:22
Luna
 
Beiträge: n/a
AW: Meine Erfahrungen mit meinem ES ..

Zitat von SabineK:
Hallo Luna,

ich habe gedacht, Zeilenumbrüche zählen auch zu den Zeichen ;-)
Und da musste ich eh 3000 löschen, eh ich abschicken durfte.
Tut gut hier zu sein ..
und danke für Deine Arbeit @ umformatieren

Sabine.

Nix zu danken. Ich hab das jetzt nicht nur für mich persönlich umformatiert, sondern auch für das Forum.

Am Text selbst habe ich natürlich nichts geändert.
  #13  
Alt 23.05.2006, 14:20
SabineK
 
Beiträge: n/a
AW: Meine Erfahrungen mit meinem ES ..

Zitat von SabineK:

...

Zwischenzeitlich hatte ich meine Arbeit verloren, da durch einen anonymen Anrufer ( 1 Tag nach der Trennung, welch Zufall ) – die Information einging, das ich drogensüchtig war. Dazu sei bemerkt: Es stimmt, ich war bis 2001 Drogenabhängig, - bin war / bin aber clean und therapiert.


Dazu möchte ich, nach nochmaligem lesen und der Richtigkeit halber, noch etwas hinzufügen. Es handelte sich um eine Ausbildungsstelle, bei der ich, um die Ausbildungsstelle zu bekommen, sagen wir.. nicht ganz ehrlich war.
Es wurde in einem Formular gefragt, ob ich schonmal ein Ermittlungsverfahren hatte. Ich kreuzte Nein an, da der Grund für dieses angegeben werden musste - und das wäre bei mir BTM gewesen.
Das Verfahren ist zwar eingestellt worden, aber macht sich einfach nicht gut. Und die Kündigung bekam ich nicht ausschließlich aufgrund des Anrufers, sondern weil ich zu einem danach stattfindenden Termin nicht mehr hingehen konnte ( ich lag wegen Selbstmordversuch auf der Intensivstation, weil mir die Geschichte mit meinem ES einfach zu viel wurde ). Natürlich ist dies alles, im Nachhinein, nicht gut durchdacht gewesen. Doch selbst der Psychologe im KH meinte, es wäre eine nur allzu verständliche Handlung in Anbetracht meiner Situation. Daher auch eher parasuizidal - also .. auf Mißstände hinweisen wollend, nicht wirklich als Selbsttötung gedacht. Und da ich mich, wie gesagt, von der Intensivstation nicht melden konnte, wurde ich wegen "Nicht-Erscheinen" gekündigt.

Nur der Vollständigkeit halber, damit es nicht heisst, ich verdrehe Tatsachen.

Sabine
  #14  
Alt 23.05.2006, 14:26
SabineK
 
Beiträge: n/a
AW: Meine Erfahrungen mit meinem ES ..

Ich glaube, ich lasse weitere Beiträge ;-((

Ich habe extra auf eine Formatierung geachtet,
aber meine Zeilenumbrüche sind nicht vorhanden.

Und die eigenen Beiträge editieren, steht einem
hier nicht zu ;(

Schade.
  #15  
Alt 23.05.2006, 14:34
Hans-Georg
 
Beiträge: n/a
AW: Meine Erfahrungen mit meinem ES ..

Zitat von SabineK:
- und das wäre bei mir BTM gewesen.


BTM? sorry ich hoffe ich bin nicht der einzigste der damit nichts anfangen kann
Hans
 


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