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  #1  
Alt 06.04.2005, 22:05
Thorsten
 
Beiträge: n/a
Fragen zur Denkweise von Stalkern

Ich hatte bereits im Thread "Machtlos gegen Stalker" mein Problem geschildert.

Hier möchte ich jetzt mal drei Fragen zur Denkweise/Psyche von Stalkern stellen:


1. Haben Stalker ein Unrechtsbewusstsein, d.h., halten sie das, was sie tun, für richtig, oder wissen sie sehr wohl, dass sie Straftaten begehen oder das was sie tun allgemein verachtenswert ist?

2. Ist es normal, dass sich Stalker zum Teil selbst widersprechen? In E-Mails, die meine Freundin erhält, ist das nämlich oft der Fall. In einem Satz schreibt er, dass er sie umbringen will und einen Absatz später dann doch nicht.

3. Hätte ich eine Chance mit dem Stalker "ins Gespräch" zu kommen, d.h., ihn zum Aufhören zu bewegen? Ich bin ja eigentlich nicht sein Opfer.
Anmerkung Admin: Dieser Benutzer wurde am 21.09.05 wegen ungültig gewordener Emailadresse gelöscht.
  #2  
Alt 06.04.2005, 22:44
Sanna
 
Beiträge: n/a
Unsere Stalkerin

findet alles gut und richtig, was sie tut.
Sie hat absolut kein Unrechtsbewustsein, sondern findet sich grossartig.

Sie widerspricht sich dauernd.

Zu 3. Ich glaub nicht.
  #3  
Alt 07.04.2005, 00:17
Archiduct
 
Beiträge: n/a
Hallo Thorsten,

Zitat:
1. Haben Stalker ein Unrechtsbewusstsein, d.h., halten sie das, was sie tun, für richtig, oder wissen sie sehr wohl, dass sie Straftaten begehen oder das was sie tun allgemein verachtenswert ist?
Ein Unrechtsbewusstsein haben Stalker i.d.R. nicht, sie stellen sich selbst meist als Opfer dar, weil man ihnen angeblich Unrecht getan hätte - auch einfach nur deshalb, weil man mit ihnen nichts zu tun haben möchte.
Die meisten Stalker leiden an Persönlichkeitsstörungen, damit verbundenen Minderwertigkeitskomplexen, die sie durch den Kontakt z.B. zu einer sozial höher gestellten Person oder durch Macht und Kontrolle zu kompensieren versuchen. Sie wissen sehr genau, was sie tun, aber trotz Sinnlosigkeit machen sie weiter. Als Unrecht empfinden sie ihre Taten dennoch nicht, sondern machen das Opfer für ihr Leid und ihre eigenen Taten verantwortlich und drehen jedem das Wort im Munde um, versuchen, für alles die hahnebüchendsten Erklärungen mit Schuldzuweisungen zu finden.

Ein geringerer Teil der Stalker leidet an einer der verschiedenen Formen von Psychosen - sind also wirklich psychisch krank. Diese glauben tatsächlich, eine höhere Macht würde ihnen z.B. befehlen Madonna zu heiraten, eine Supermarktangestellte sei durch intergalaktische Befruchtung von ihnen schwanger oder der Kollege lege immer seine Akten in einem besonderem Fach ab um ihm Signale zu geben.

Einen guten Artikel zu dem Thema gibt es hier:
http://www.newsclick.de/index.jsp/me.../artid/3813604

Zitat:
2. Ist es normal, dass sich Stalker zum Teil selbst widersprechen? In E-Mails, die meine Freundin erhält, ist das nämlich oft der Fall. In einem Satz schreibt er, dass er sie umbringen will und einen Absatz später dann doch nicht.
Das ist völlig "normal" bei einem in seiner Persönlichkeit gestörtem Stalker. Das geht teilweise im Minutentakt von einem Extrem ins andere.

Zitat:
3. Hätte ich eine Chance mit dem Stalker "ins Gespräch" zu kommen, d.h., ihn zum Aufhören zu bewegen? Ich bin ja eigentlich nicht sein Opfer.
Definitiv NEIN! Du würdest sie Sache nur noch verschlimmern. Dann hätte er ja genau die Aufmerksamkeit, die er gern hätte, wenn auch über eine dritte Person.

Wie schon geschrieben, nehmt euch einen versierten Anwalt, das ist im Moment eure einzige Chance.

*Daumen-Drücken*
  #4  
Alt 07.04.2005, 00:24
Archiduct
 
Beiträge: n/a
Noch was vergessen

Die Frage nach dem Warum - stellt sich immer wieder - hier noch mal neu:
http://www.stalkingforum.de/vbforum/...ead.php?t=1620
  #5  
Alt 07.04.2005, 13:30
Anonyme
 
Beiträge: n/a
Zitat von Thorsten:


1. Haben Stalker ein Unrechtsbewusstsein, d.h., halten sie das, was sie tun, für richtig, oder wissen sie sehr wohl, dass sie Straftaten begehen oder das was sie tun allgemein verachtenswert ist?

M.E. ist bei denen im Integrationsprozess etwas gewaltig schief gelaufen
und sie haben ein anderes Unrechtsbewusstsein.

Damit das Zusammenleben möglich ist gibt es geschriebene oder auch
ungeschriebene Gesetze. Sie dienem dem Schutz des Einzelnen, der Gesellschaft bzw. der Menschheit auf sich.

Ein Stalker in seinem Allmachtsgefühl und in seinem Gefühl von
Unverwundbarkeit meint das Recht zu haben, sich ohne Kosequenzen
für sein Handeln tragen zu müssen, sich darüber hinwegzusetzen.

Seine Auffassung von Recht und die Art das Umzusetzen ist für
ihn richtig.

Unser Stalker glaubt nicht, dass seine Taten verachtenswert sind und
ich glaube es wird kaum einen geben, der das glaubt.

Unser hat noch mit seinen Taten rumgeprahlt.
Seine Aussage:
"Lieber einen Scheiss-Charakter", als gar keinen.

Alles andere, als Scheiss-Charakter ist also für ihn negativ besetzt.

Zitat von Thorsten:

2. Ist es normal, dass sich Stalker zum Teil selbst widersprechen? In E-Mails, die meine Freundin erhält, ist das nämlich oft der Fall. In einem Satz schreibt er, dass er sie umbringen will und einen Absatz später dann doch nicht.
.

Das kenne ich auch. Nach gewisser Zeit konnte ich darin eine
Strategie erkennen namens "Täuschung"


Zitat von Thorsten:


3. Hätte ich eine Chance mit dem Stalker "ins Gespräch" zu kommen, d.h., ihn zum Aufhören zu bewegen? Ich bin ja eigentlich nicht sein Opfer.

Vergiss das mal ganz schnell

LG Anonyme
  #6  
Alt 07.04.2005, 21:20
Lisa04
 
Beiträge: n/a
Ich kann nur zustimmen, dass Stalker Unrecht nicht erkennen können.
Immer sind andere Schuld.
Bei meinem Ex war vor mir sein Vater das Feindbild Nr. 1. Laut seiner Schwester war er nicht der üble Mensch den er mir geschildert hat.
Dann war ich die Böse. An allem was schief ging war ich Schuld.
Das er ständig getrunken hat, ist auch meine Schuld. Ich hätte nur meinem Job aufgeben und mich um ihn kümmern müssen!
Und das er mich belästigt, ist auch meine Schuld. Ich brauche ja nur mit ihm reden, mich mit ihm zu treffen und ihn am besten wieder in meiner Wohnung aufnehmen.
Egal was meinem Ex passiert. Er findet garantiert jemanden, den er dafür verantwortlich machen kann.

Auch die Widersprüche sind mir bestens bekannt.
Erst schreit er mich an und will mich umbringen. Zwei Sätze später erzählt er mir, dass er mir niemals was tun würde, weil er mich liebt.

Einer Stalker durch Gespräche zur Vernunft zu bringen halte ich für ausgeschlossen.
Den Fehler habe ich viel zu lange gemacht und immer wieder versucht mit ihm zu Reden.
Es ist völlig sinnlos und bewirkt nur das Gegenteil. Wir sind im letzten Jahr zum Geburtstag meines Sohnes Essen gegangen und haben uns im beisein der Kinder vernünftig unterhalten.
Aber die nächsten Tage waren die Hölle. Als "Dank" hat er uns tagelang terrorisiert.
Versuch es erst gar nicht, du machst alles nur noch schlimmer.

Das Verhalten von Stalkern ist mit einem gesunden Menscherverstand nicht zu verstehen.
Wenn er sich vernünftig benehmen würde, hätte ich keinerlei Probleme damit regelmäßig mit ihm Kontakt zu halten. Man kann sich vom Partner trennen aber nicht von den Kindern.
Wenn er nicht diesen Zauber veranstalten würde, wäre ein normaler Umgang mit ihm möglich.
Aber er begreift einfach nicht, dass er mit seinem Verhalten dafür verantwortlich ist, dass ich und inzwischen auch seine Kinder nichts mit ihm zu tun haben wollen.

Sein Verhalten ist absolut unlogisch
  #7  
Alt 07.04.2005, 22:09
swantje
 
Beiträge: n/a
Schon in der Kennenlernphase und als ich mit meinem Stalker zusammen gelebt habe, hat er mir von seiner früheren Beziehung erzählt und irgendwie hatte ich immer das Gefühl, dass irgendwas nicht stimmig ist. Ich habe von ihm gehört, dass er nie an irgend etwas schuld war. Er war immer das Opfer. Er hatte kein eigenes Leben. Jeder hat nach Beleiben über ihn entschieden. Seit ich aus dieser Spirale ausgebrochen bin, ist das Bild plötzlich stimmig für mich. Es scheint, laut seinen Darstellungen so, als ob er kein eigenes Leben und keine Mitverantwortung hätte. Er wird Zeit seines Lebens ungerecht behandelt. Er hat keine Identität und deshalb auch kein Unrechtsbewußtsein.

Die Widersprüche sind bei meinem Stalker "normal". Aussagen wie: "ich bereue jede Sekunde, die ich mit Dir vergeudet habe" und "ohne Dich ist alles bedeutungslos" sind in einer Mail gefallen. Dem braucht man wohl nichts mehr hinzuzufügen.

NIE im Leben mit einem Stalker reden. Eine gute Freundin von mir meinte schon vor Jahren: "erst wenn der Kerl aus sozialen Kontakten draußen ist, niemand mehr ein Wort mit ihm redet, könnte sich etwas ändern, weil`s ihm dann erst dreckig geht". Ich habe es damals nur leider nicht verstanden (oder verstehen wollen und können).

LG Swantje
  #8  
Alt 08.04.2005, 06:53
Princess
 
Beiträge: n/a
Hallo Swantje,

das glaube ich allerdings auch nicht, dass der Stalker anfängt zu denken, wenn er ganz allein auf sich gestellt ist - im Gegenteil! Mein Stalker lebte sehr isoliert und hatte keinerlei Freunde, weil er zu sowas wie Freundschaft und Rücksichtnahme gar nicht fähig war. Wenn sich dann die paar flüchtigen Bekannten die er noch hatte auch noch von ihm abgewendet haben, hat ihn das eher in seinem Tun bestärkt. So nach dem Motto: Sind sowieso alles Ar.... und wenn ihn alle Menschen so behandeln, dann ist es sein gutes Recht auch das zu tun was er will - ohne Rücksicht auf irgendwas. Dementsprechend hat er dann leider auch agiert (hatte nichts zu verlieren...). Leider neigt sich meine Zeit des Seelenfriedens langsam dem Ende zu - im Juni wird er aus der Haft entlassen und ich kann nicht beurteilen, was an Repressalien folgen wird. Denn natürlich bin ich Schuld an seiner Inhaftierung

Liebe Grüße
Princess
  #9  
Alt 08.04.2005, 13:45
katta22
 
Beiträge: n/a
Denken die überhaupt???
...was mich allerdings fasziniert ist, das die meisten "ES" anscheinend einzelgänger sind... Mein "ES" ist das nämlich auch...

wenn er das hier wieder liest, stimmt das eh wieder nicht... stimmt ja nix von dem, was ich sage...
  #10  
Alt 08.04.2005, 14:55
Sanna
 
Beiträge: n/a
Unsere hat einen grossen Freundeskreis, der aber dauernd wechselt. Denn sie "muss" sich immer wieder von Leuten "trennen". Neue Leute werden aber sofort wieder von ihr völlig vereinnahmt, bis zur erneuten "Trennung".
Wenn man nur neue Bekannte vorher warnen könnte.
  #11  
Alt 08.04.2005, 23:28
swantje
 
Beiträge: n/a
Hallo Princess,
mein Stalker hat auch keinerlei Freundeskreis. Heute weiß ich auch weshalb. Es scheint ihm zu reichen immer wieder ein Opfer zu finden und damit einen "Gesprächspartner". Es wird ihm auch niemals so dreckig gehen, dass er "begreift". Und so scheiße wie es seinen Opfern geht bzw. gegangen ist, wird es ihm trotzdem nie gehen.

Na klar bestärkt es die A... wenn flüchtige Bekannte sich abwenden. Unsere armen, bedauernswerten Stalker sind immer unschuldig und Opfer und jeder ist so gemein zu ihnen. Und offensichtlich haben sie kein eigenes Leben. Sie werden immer nur rumgeschubst, es wird über sie bestimmt und dabei sind sie doch so bemüht um einen. Da kommt mir doch das große Kotzen.


Daumendrück, dass Du Deinen Seelenfrieden nicht verlierst.

LG Swantje
  #12  
Alt 11.04.2005, 07:52
Princess
 
Beiträge: n/a
Hi Swantje,

danke, das ist lieb vor Dir! Ehrlich gesagt hab ich Angst, dass er mich tötet wenn er rauskommt... Das klingt jetzt sehr dramatisch, aber sooo weit hergeholt ist das gar nicht. Vor allem wenn man bedenkt, dass er vor mir schon Frauen verstümmelt (Benzin ins Gesicht) und meine Vorgängerin 1 Woche an der Heizung festgekettet hat. Wer weiß schon, was sich so ein krankes Hirn alles ausdenkt, und in den knapp zwei Jahren im Knast hatte er viel viel Zeit und wenig Ablenkung. Vielleicht der ideale Nährboden um kranke Rachepläne auszubrüten - wer weiß... Hab jetzt jedenfalls mal einen Antrag bei der Staatanwaltschaft gestellt, damit ich erfahre, wann genau er entlassen wird. Ansonsten hab ich eine 50 : 50 Chance. Kann sein, dass ihn seine Angst vorm Knast Abstand halten läßt - kann aber auch sein, dass ihm alles egal ist und er Amok läuft. Zumal er auch noch ein Drogenproblem hat, ist das schwer abzuschätzen...

Falls irgendwer noch Ideen hat, wie ich mich abgesehen von den üblichen Sicherheitsmaßnahmen noch schützen kann - immer her damit! Eigentlich kotzt es mich schon total an, dass das jetzt wieder losgeht mit dem Aufpassen, nicht mehr alleine raus nachts, usw.!!! Wie wir alle möchte ich doch nur in Ruhe leben.

Liebe Grüße
Princess
  #13  
Alt 11.04.2005, 15:33
Sanna
 
Beiträge: n/a
Princess, da geht es uns ja richtig "gut" mit nur ein wenig demolierter Wohnung und Anrufen und emails und und und....

Aber das hat doch eine andere Qualität.

Ich kann Dir nur die Daumen drücken, dass nichts passiert.
Wie bist Du an ihn geraten?
  #14  
Alt 11.04.2005, 15:58
Sanna
 
Beiträge: n/a
@Swantje

Diese Behauptungen von "ihr", dass ich "sie" fertigmachen wolle, obwohl ich sie kaum kenne und gar kein Interesse an ihr habe, haben mich anfangs sehr irritiert.
Aber ich lese hier, dass wohl jeder Stalker immer angebliches Opfer ist und alle anderen so gemein zu ihnen sind.

Und ein eigenes Leben haben sie wohl auch deshalb nicht, weil sie ihre ganze Zeit und Kraft und Energie darauf verwenden, andere Leute zu verfolgen.

Heute gab's wieder ne nette email, mit an den Haaren herbei gezogenem Inhalt und absolut ohne Sinn.
Ich speicher einfach alles, was ich so bekomme.....
  #15  
Alt 11.04.2005, 16:03
Luna
 
Beiträge: n/a
Zitat:
Diese Behauptungen von "ihr", dass ich "sie" fertigmachen wolle, obwohl ich sie kaum kenne und gar kein Interesse an ihr habe, haben mich anfangs sehr irritiert.
Aber ich lese hier, dass wohl jeder Stalker immer angebliches Opfer ist und alle anderen so gemein zu ihnen sind.

Richtig, ich kenne das auch nicht anders.

Als ich einmal auf derartige Vorwürfe entgegnete "warum sollte ich Sie fertig machen wollen, ich kenne Sie nicht und Sie sind mir vollkommen egal" kam sofort: "das merke ich, dass ich Ihnen egal bin, deswegen wollen Sie mich ja fertig machen"

Was soll man da noch antworten...
 


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