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  #16  
Alt 14.04.2006, 19:51
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Zitat:
Woher weißt du das? Normalerweise macht ein RA darüber keine Bemerkungen gegenüber der Gegenseite.
Also, bei meiner Scheidung hatten die Anwälte zusammen studiert, da wurde einiges ausgetauscht
  #17  
Alt 14.04.2006, 22:43
Jones
 
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Ne Menge Fragen, hier die Antworten:
Polizei:
Da die Mutter dort mehrere Anzeigen gegen mich erstattet hatte, wissen die um die Problematik. Es ist dort schon zu Einsätzen gekommen, wo behauptet wurde, ich würde Nachts ums Haus schleichen. Tatsächlich war ich -gottlob- in zwei Fällen im Nachtdienst, ein anders Mal hat man mich zuhause angetroffen, ich hatte Besuch, mein Auto war kalt. An einem Umgangstag war ich genötigt die Cops zu rufen, da meine mitgebrachten Zeugen und ich selbst plötzlich von einer Gruppe Männer umringt und massiv bedroht wurden.

Mit dem Dienstgruppenleiter des zuständigen Reviers ist die Begleitung im Rahmen derer Möglichkeiten deshalb abgesprochen worden. Es handelt sich für die um eine Fahrstrecke von ca. 500 Metern und eine Einsatzdauer von ca 15 Minuten. Das wird im Rahmen der Streife erledigt.

Abspielen tut sich folgendes. Hinfahren, die Cops klingeln, und es wird nicht geöffnet. Wegfahren und fertig. Manchmal ist zu hören, das jemand da ist, meistens ist die Wohnung wohl leer. Die Cops fertigen einen Tagebucheintrag.

Mir ist klar, das die sich da weit aus dem Fenster lehnen, aber die haben halt auch mitbekommen, wie diese Frau gestrickt ist.

Die Frage Gerichtsvollzieher verstehe ich nun wieder nicht. Ich hatte gesagt, daß ich das derzeit nicht machen will, dem Kind zuliebe. Das der sich dann im Rahmen der Amtshilfe der Vollzugspolizei bedienen kann, ist mir bekannt. Ich kann nur hoffen, daß mein Sohn bisher von den Einsätzen der Polizei in meiner Anwesenheit nichts mitbekommen hat. Sicher bin ich mir aber nicht. Das Argument, daß das Ängste auslösen kann, trage ich mit. Ich bin aber derzeit gezwungen, jeden Umgangstag dort aufzutauchen, da mir ansonsten vorgeworfen wird, ich hätte ja gar kein Interesse mehr. Ist mir bereits einmal passiert, ich lag krank im Bett. Absagen kann und darf ich nicht, das ginge nur per Telefon und das wiederum..........

Zum Vergleich:

Es wurde damals vereinbart, daß ich an den Umgangstagen meinen Sohn bekomme, das mir von Erkrankungen meines Sohnes umgehend Nachricht gegeben wird und das ich einmal in der Woche angerufen werde um kurz mit meinem Sohn zu sprechen. Das Gericht hat halt einen engen Kontakt Papa/Sohn zusätzlich zum Familiengericht sicherstellen wollen. Im Gegenzug habe ich mich verpflichtet, bis auf die Umgangstage dort vorm Haus nicht aufzutauchen, was ich ohnehin nicht gemacht habe - das wurde mir in diesem Verfahren nicht vorgeworfen- und nicht anzurufen um meinen Sohn kurz sprechen zu können. Hintergrund war damals der zweite Antrag nach dem Gewaltschutzgesetz, den der Richter aber nicht im Rahmen einer vorläufigen Anordnung bearbeitet hat, sondern einen zeitnahen Termin zur mündlichen Anhörung bestimmt hat. Vorgeworfen wurde mir im Antrag, ich hätte die Mutter mehrere Male mit meinem Wagen verfolgt. Und, jetzt wird es richtig blöd, ich hätte sie bis in eine Arztpraxis verfolgt. Richtig war aber, und das konnte ich dann nachweisen, ich hatte schon Tage vorher dort einen Termin vereinbart, das die Mutter dort ebenfalls auftaucht, konnte ich nicht wissen. Wir hatten zu der Zeit den selben Hausarzt. Jetzt nicht mehr!

Im Falle von Zuwiderhandlungen, wären für jeden Fall € 500.- fällig gewesen. Nun hat man mir 29 Verstöße vorgeworfen, daher die beantragten € 14.500

Es ging um angebliche nächtliche Anrufe, anonyme Briefe, eine Verfolgung mit dem Auto, und ein tatsächliches zufälliges Zusammentreffen in der Innenstadt. Weiterhin habe ich an einem Umgangstag die Wohnung betreten, weil mir geöffnet wurde. Das war ne erstklassige Falle. Drohungen oder so wurden mir nicht vorgeworfen, ich hatte einen Zeugen im Treppenhaus. Aber ich habe angeblich verbotener Weise die Wohnung betreten. Die Anrufe und die Briefe hat das Gericht ignoriert, die waren mir nicht nachzuweisen. Strittig war das wirklich zufällige Treffen in der Innenstadt, und ein Anruf von mir, indem ich mich nach dem Gesundheitszustand meines Sohnes erkundigen wollte. Dazu müßt ihr wissen, ich habe den Jungen privat versichert, und bekomme deshalb immer die Arztrechnungen. Damals erhielt ich eine Rechnung einer Kinderklinik in der eine Unfallbehandlung abgerechnet wurde. Ich musste wissen, was da passiert war, meine Krankenversicherung will das wissen. Das hätte ich besser nicht gemacht.

Nun, da der andere Anwalt die Zeugen vor der Türe hatte, ich nicht wusste, was da nun neues auf mich zukommt, habe ich die Verhandlung unterbrechen lassen um mich mit meinem Anwalt zu beraten. Die Zeugen sind aus dem unmittelbaren Umfeld der Mutter und haben angeblich das Treffen in der City, sowie Verfolgungsfahrten mitbekommen. Da ich bei dem Treffen alleine war, die Mutter bis auf eine Tochter übrigens auch, habe ich zähneknirschend das Angebot des Richters angenommen. Mir war das finanzielle Risiko zu hoch.

Polizeizeugen:

Da habe ich mich im langen Text undeutlich ausgedrückt. Dies behandelte den ersten Gewaltschutzantrag, dem auch zunächst eine vorläufige Anordnung folgte. Vorwurf: Ich hätte an einem Tag im vergangenen März die Mutter auf der Strasse abgepasst und sie mit dem Tod bedroht. Ich saß aber zu der Zeit in einer dienstlichen Sache auf einem entfernten Polizeirevier zur Zeugenvernehmung. Die Uhrzeit dieser angeblichen Bedrohung soll 10.00 Uhr gewesen sein, ich war aber von 9.10 Uhr bis 11.35 in dem Revier. Mich hatte seinerzeit lediglich gewundert, das die abgegebene offensichtlich falsche EV für die Mutter folgenlos blieb.

Zu der Äusserung des gegenerischen Anwaltes:

In der " € 3000.- Verhandlung hatte der Richter alle Akten, auch die der anderen Verfahren auf dem Tisch. Er erklärte sinngemäß, das das wohl so weitergehen wird, eher noch eskalieren wird. Mein Anwalt erklärte dann, das ja am 05.4.06 im Vollstreckungsverfahren, und am 26.4. im Sorgerechtsstreit weiter gezankt wird. Der gegnerische Anwalt erklärte sodann, daß er die Mandantin im Umgangs- sowie im Vollstreckungsverfahren nicht mehr vertritt, er hätte dazu das Mandat niedergelegt, noch dazu auch die Prozeßkostenhilfe mangels Aussicht auf Erfolg abgelehnt wurde. Die Mutter erklärte zwischendurch, die Beschlüsse seien ihr egal. Und dann kam dieser denkwürdige Satz des Anwaltes. Er erklärte, er hätte seine Mandantin schon richtig beraten, ihr die Folgen ihres Handelns aufgezeigt und im Sorgerechtsstreit würde er halt schwarz sehen, wenn sie nicht umgehend ihre Verweigerungshaltung abstellt.
Der Vorsitzende hatte ihn zwischendurch gefragt, ob er seiner Mandantin eigentlich klar gemacht hätte, was jetzt auf sie zukommt.

So, ich hoffe ich konnte einiges klarstellen. Zugegeben, auch ich habe inzwischen den Überblick verloren. Bei elf Aktenzeichen - ich musste eben erst mal zählen - incl. der Strafsachen kann das auch mal passieren. Also erster Gewaltschutzantrag in der Anhörung abglehnt. Zweiter Gewaltschutzantrag hatte einen Vergleich zur Folge, aus dem Vergleich die € 3000.- Vertragsstrafe.

Familiengericht und dann das OLG hat den Umgang - auch mit Zwangsmitteln nach FGG § 33 - geregelt. Mutter hält sich nicht dran, Familiengericht hat Zwangsgelder verhängt. Im Zusammenhang damit doht jetzt Ordungshaft gegen die Mutter, am 26.4. Sorgerechtsentscheidung mit den bereits genannten Anträgen. Dazu muss ich noch bemerken, daß das Jugendamt inzwischen in einer Stellungnahme die Erziehungfähigkeit der Mutter in Frage stellt und sich einem Antrag auf Übertragung der Sorge auf mich nicht verschliessen könne.

Vollziehbare Anordnung auf Herausgabe des Kindes an einen Gerichtsvollzieher/ Ergänzungspfleger-Jugendamt liegt vor, wird aber derzeit von mir nicht vollstreckt. Die Gründe dafür habe ich genannt, vernünftigerweise sollte ohnehin erst der Sorgetermin abgewartet werden.

Wenn dann das Gericht über das Jugendamt vollstrecken lässt, dann hat der Junge diesen Wahnsinn nicht mehrmals zu ertragen gehabt.

Jones
  #18  
Alt 15.04.2006, 10:32
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Jones, hast du eigentlich Kontakt zum ersten Ex?

Und läuft/lief es bei dessen Kindern genauso?
  #19  
Alt 15.04.2006, 10:48
Archiduct
 
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Jones, was soll ich dazu sagen? Zimtzicke

Zitat von Jones:
Zugegeben, auch ich habe inzwischen den Überblick verloren. Bei elf Aktenzeichen - ich musste eben erst mal zählen - incl. der Strafsachen kann das auch mal passieren.
Kann ich gut verstehen. Ich habe damals bei 18 Aktenzeichen aufgehört zu zählen . Allerdings ohne Ehe und Kinder - mich verbindet seit Jahren mit dem Mistkerl absolut gar nichts, außer dass der mein Leben zerstören will.

Zitat von Jones:
Die Uhrzeit dieser angeblichen Bedrohung soll 10.00 Uhr gewesen sein, ich war aber von 9.10 Uhr bis 11.35 in dem Revier. Mich hatte seinerzeit lediglich gewundert, das die abgegebene offensichtlich falsche EV für die Mutter folgenlos blieb.
Wurde das nur in der zivilrechtlichen Verhandlung einfach übergangen oder ist ein Verfahren nach § 156 StGB eingestellt worden? Und wenn ja, mit welcher Begründung?

Zitat von Jones:
Vollziehbare Anordnung auf Herausgabe des Kindes an einen Gerichtsvollzieher/ Ergänzungspfleger-Jugendamt liegt vor, wird aber derzeit von mir nicht vollstreckt. Die Gründe dafür habe ich genannt, vernünftigerweise sollte ohnehin erst der Sorgetermin abgewartet werden.
Würde ich genauso halten - nicht nur wegen des Sohnes, sondern weil du so bestimmt auch bessere Karten in der Verhandlung hast.

Bekommst du denn von der Polizei, die sich sowieso schon weit aus dem Fenster lehnt, eine Bescheinigung, wie oft die dich fruchtlos zur Sohn-Abholung begleitet haben?

Zitat von Jones:
Dazu muss ich noch bemerken, daß das Jugendamt inzwischen in einer Stellungnahme die Erziehungfähigkeit der Mutter in Frage stellt und sich einem Antrag auf Übertragung der Sorge auf mich nicht verschliessen könne.
Meistens folgen die Richter ja den Empfehlungen des Jugensamtes. Jones, ich wünsche dir für den 26.4. viel Glück.
  #20  
Alt 16.04.2006, 02:06
Jones
 
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Liebe Freunde,

bei allem Verständnis für Ärger usw. Bleibt bitte fair!!

Ihr kennt mich nicht, ich kenne Euch nicht. Halten wir es also mit der STPO; Unschuldsvermutung bis zum Beweis des Gegenteils.

Ich hatte niemals vor Störfeuer zu schiessen, dieses Ansinnen ist offenbar richtig in die Hose gegangen. Die Fachleute hier werden wissen, daß es denkbar ist, daß ein völlig unbescholtener Mann mit erfundenen Vorwürfen konfrontiert wird.

Ich kämpfe um einen Kontakt zu meinem Sohn.

Ich will ihn nicht sexuell missbrauchen, ich würde mich einfach freuen, ihn mal zu sehen. Der letzte unbelastete Kontakt war der 23.07.05. Wenn man mir glaubt, daß ich kein **** bin, wird man ggfs. nachvollzihen können, welche Hölle ich derzeit durchschreite.

Liebes Forum, ich erwarte hier keine Hilfe, aber fair mit einander umgehen, das sollte auch hier möglich sein.

Ich wiederhole es zum x-ten mal, das ich nicht hierher gehöre ist mir klar. Die Admins dieses Forums haben mir freundlicherweise den Zugang zu Euch ermöglicht. Ich will hier nicht pöbeln, meckern oder sonst wie auffallen. Wenn ich meine Geschichte fragwürdig dargestellt habe, tut mir das leid. Es bleibt aber dabei, so war es, so ist es und so wird es leider auch weitergehen.

Bevor ich hier eingedrungen bin, habe ich Kontakt mit Euren Admins gesucht. Da gab es zwei(?) Emailkontakte, in denen ich um Antwort ersucht hatte. Man mag zwar meine Geschichte für erfunden halten, aber ich bin nach wie vor weit davon entfernt, jemanden zu verarschen. Ich war bereit mit meinem Klarnamen hier aufzutreten, die Admins sagten mir dazu, ich wäre bisher der Einzige, der "SCHARF DARAUF WÄRE" mit Echtnamen hier aufzuschlagen.

Bei all dem Elend, was STALKING mit sich bringt; Nicht jeder Mann ist ein Arschloch!!!

Jones
  #21  
Alt 16.04.2006, 03:50
Archiduct
 
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Ooups, Jones, was ist das denn jetzt für eine Reaktion? Vor allem auf welche konkrete Äußerung wessen Beitrages?

Du hast deine Schilderungen hier inzwischen ausführlich erklären können und dementsprechenden Zuspruch und ebensolches Mitgefühl erhalten.

Wobei vermisst du vermeintlich fehlende Fairnis bzw. klarer ausgedrückt: Wo liegt jetzt dein eigentliches Problem? Bei den Forumsbetreibern, bei den Usern, beim Frust über den länger andauernden Kampf mit der Ex oder den Behörden?

Bei allem Verständnis für deine Situation, bedenke bitte, dass hier etliche Menschen schon lange im Forum weilen, die oftmals über Jahre hinweg das Gleiche erleben mussten wie du, nämlich Unverständnis, Belächeln und verunsicherte oder unerfahrene Richter und auch Anwälte.

Aus welchem Grund entlädt sich jetzt dein Frust ausgerechnet bei uns - fast so, als wären wir die Schuldigen oder Ignoranten bzgl. deiner Situation?
  #22  
Alt 16.04.2006, 04:46
Jones
 
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Liebe Freunde dieses Forums,

um Himels Willen, niemand von Euch ist schuld an meiner Situation!!!

Wenn das meinem letzten Posting so rüber kam; Sorry!!!!!!!!!

Ich hatte nur wieder am Samstag einen Umgangstag. Nachdem ich mir zunächst wieder den "DU BIST DOOF" Stempel abgeholt habe, bin ich nach Hause gefahren. Auf dem Weg dorthin kam mir die Mutter mit meinem Sohn entgegen, ich war gezwungen an einem Zebrastreifen zu halten.

Meine Frage, ob ich ihm wenigstens mal GUTEN TAG sagen dürfte, beantwortete diese Dame mit der Ankündigung eines neuen Gewaltschutzverfahrens. Polizeibeamte waren hinter mir, dieses mal dürfte sie auch wieder Schiffbruch erleiden; Schlimm war für mich zu erkennen: Mein Sohn( knappe 4 Jahre alt ) kennt mich nicht mehr!!!!

Liebes Forum, das muss so ein Arschloch wie ich erst mal wegstecken. Gesteht einem Vater bitte auch Gefühle zu.

Es bleibt aber dabei, ich mache Euch keinerlei Vorwürfe. Wenn das so rüberkam, nochmal: ES WAR NICHT BEABSICHTIGT! Das wär ja nun auch völlig krank; Was könnt Ihr für meine Misere?

Schöne Feiertage

Jones
  #23  
Alt 16.04.2006, 11:57
kämpferin
 
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Zitat:
Bei all dem Elend, was STALKING mit sich bringt; Nicht jeder Mann ist ein Arschloch!!!

Das hat hier auch niemand behauptet.
  #24  
Alt 16.04.2006, 13:59
Jones
 
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Liebes Forum,

ich habe es eben auch den Admins mitgeteilt, ich mache mich hier weg. Nicht, daß ich beleidigt bin. Aber an zwei Sachen komme auch nicht vorbei:

Das ist nun mal ein Forum, welches für die tatsächlichen Stalkingopfer gedacht ist. Das bin ich nun mal nicht.

Bei den an sich guten Diskussionen zu meinem Fall konnte ich sehen, daß man sich auch durchaus ernsthaft mit "der anderen Seite" auseinandergesetzt hat.
Dafür danke ich Euch von Herzen.

Zum zweiten:

Es darf nicht sein, daß ein solcher Fall, wie der meine, "Kräfte" bündelt. Den Stalkingopfern muss geholfen werden, nicht mir. So schwierig sich die Situation auch für mich auch darstellt, verglichen mit den wahren Stalkingopfern geht es mir noch gut. Bei mir ist das - derzeit jedenfalls noch- berechenbar.

Einem Stalker ausgeliefert zu sein, nö, das will ich mir gar nicht vorstellen.

An die, die durch diese Hölle gehen müssen:

Ich wünsche Euch von Herzen alles Gute! Entweder, das das Ganze mal ein gutes Ende hat, oder dieses Gesetz endlich mal verabschiedet ist und auch greift.

Arbeitet weiter so und passt auf Euch auf!

Jones



Ich werde weiterhin mitlesen, aber selbst keine Beiträge mehr einstellen.
  #25  
Alt 16.04.2006, 16:50
Kundry
 
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Hi Jones,

Ich habe eben erstmals den ganzen Thread gelesen und Deine Geschichte geht mir ehrlich gesagt zu Herzen. Vor allem tut es mir für Deinen Sohn leid.

In meinem Bekanntenkreis gibt es einen ähnlichen Fall, der bereits viele Jahre zurückliegt. Mein Bekannter hatte vier Kinder, seine Ex verhielt sich ähnlich wie Deine. Beispielsweise kam es einmal vor, dass mein Bekannter, während er Dienst in der Kaserne hatte, angeblich vor dem Haus seiner Ex stand und sie mit einer Waffe bedrohte... Die Polizei hatte ziemlich schnell herausbekommen, wie sich das wirklich verhielt. Auch das Jugendamt war involviert, trotzdem kam der Umgang so gut wie nie zustande.

Heute sind die Kinder alle über 18, haben von sich aus den Weg zum Vater gesucht und gefunden und verurteilen die Mutter scharf für ihr damaliges Verhalten.

Es ist vielleicht nur ein geringer oder gar kein Trost: auch Dein Sohn wird irgendwann anfangen, seine Wurzeln zu suchen. Gib nicht auf.

Ich wünsche Dir viel Kraft.
Kundry
  #26  
Alt 16.04.2006, 18:15
talis
 
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Alles Gute, Jones!
  #27  
Alt 16.04.2006, 19:51
Archiduct
 
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Von mir auch nochmal viel Glück!
  #28  
Alt 04.05.2006, 11:58
Jones
 
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AW: Es gibt auch die andere Seite

Hallo Ihr Lieben,

ich wollte ja eigentlich nicht mehr posten, aber nachdem ich einige weitere Threads gelesen habe, muß(?) auch ich mich noch mal äußern.

Ich werde das Gefühl nicht los, und ich schließe meine Geschichte ausdrücklich ein, daß viele dieser Probleme aus fehlender Kommunikation entstehen. In irgendeinem meiner Beiträge hatte ich mal bemerkt, daß bei Trennungen immer noch andere "Kriegsschauplätze" eröffnet werden. Hausrat, Kinder, Unterhalt usw. Bei den noch "offenen" Wunden, die immer ein Teil des Paares hat, ist es schwer Vernunft zu bewahren. In aller Regel macht einer erst mal zu. Und dann geht es los. Der Mensch, der früher geliebt wurde, wird plötzlich zum Gegener, der bekämpft werden muß. Beide Seiten sehen sich nur noch als Opfer, die jeweilige "Mitschuld" an der Trennung wird völlig ausgeblendet. Mir ist klar, das es Fälle gibt, in der die Trennung der beste, und oftmals einzige Weg ist. Aber die normalen Trennungen laufen oftmals genauso ab. Mit normalen Trennungen meine ich die, wo keine Gewalt, Suff, Drogen oder wirklicher sex. Mißbrauch im Raum stehen. Mit diesem Phänomen haben die Gerichte zu kämpfen, eine gerechte Lösung ist niemals möglich.

Ein pensionierter Familienrichter, der auch als Mediator tätig ist, hat auf einer Tagung in 2003 mal einen bemerkenswerten Satz gesagt: Er wäre in seiner aktiven Zeit oftmals froh gewesen, die Beteiligten an einen Tisch zwingen zu dürfen. Er nannte ein Beispiel, daß sehr bezeichnend für die Grundproblematik ist. Ein noch im Trennungsjahr sich befindendes Ehepaar zankte sich bis aufs Messer wegen einer Stehlampe. Man muß sich das mal reinziehen, was in den Köpfen dieser Leute so abgeht. Wegen so einer Sache wird gekämpft, Nervenkraft investiert und die Anwälte und Gerichte beschäftigt.

Das Instrument der Mediation wird m.E. zu wenig angeboten; Mein Anwalt sagte mir, daß es auch zu wenig Mediatoren gibt, da das naturgemäß kein angenehmer Job ist.

Ich sagte eingangs, ich schliesse mich nicht aus; Am 26.04. hatte ich meinen Sorgerechtsprozeß, der aus meiner Position positiv verlaufen ist. Ich hatte den Admins bereits gemailt, daß ich mich nicht unbedingt freue darüber, da es um ein knapp vierjähriges Kind geht, dem, wenn das alles mal rechtskräftig ist, erst mal seine Welt genommen wird.

Im Termin wurde die Mutter mehrmals nach dem Grund ihres Verhaltens gefragt, da ich, sowie das Jugendamt und ihr eigener Anwalt keine Erklärung für dieses Verhalten nennen konnte. Hier war greifbar, daß diese Dame noch eine Menge Fragen an mich hatte, aber aus falsch verstandenem Stolz diese Fragen nicht stellen wollte. Über den gesamten Verlauf dieser vielen unsäglichen Prozesse gab es immer wieder Angebote ein gemeinsames Gespräch zu führen, und sei es nur dem Jungen zu liebe. Null!!! Diese Frau wollte nicht.

Der Hinweis der Richterin, sie - die Mutter - müsse einen Weg finden mit mir umzugehen, da wir noch 14 Jahre elterliche Verantwortung haben, hat sie völlig kaltgelassen.

Nun, da ihr Teil des Sorge - und Aufenthatsbestimmungsrechts weg ist (noch nicht rechtskräftig!), benimmt die sich wie ein angeschossenes Tier. Jetzt wird mir unterstellt, ich hätte ein Verhältnis mit der Richterin, mein Behördenleiter wurde gestern angerufen um mich zu diskreditieren, ich habe ein Strafverfahren wegen Hausfriedensbruch am Hals, da ich am 29.04. auf dem zu ihrer Wohnung gehörenden Parkplatz geparkt hatte, als ich mal wieder vergeblich versucht hatte meinen Sohn abzuholen.

Glaubt mir, in all den Monaten habe ich mir den Kopf zermartert, wo meine Fehler waren. Ich habe mit dem Jugendamt gesprochen um von denen ggfs. was zu erfahren. Ausser, daß ich die Trennung sehr aprupt und rigide durchgezogen habe, ist mir nichts genannt worden. Ich konnte und wollte aber mit der ständigen Eifersucht nicht mehr leben.

Letztlich, und das hat mir die Jugendamtsleitung gestern so gesagt, hätte man das ganze mal in einem oder mehreren Gesprächen aufgearbeitet, wären wir heute nicht da, wo wir leider sind. Ich sehe das genau so!

Eine Lösung habe ich auch nicht parat, außer ein paar Wochen nach einer Trennung sich an einen Tisch zu setzen. Diese Wartezeit sollte sein, damit sich alle erst mal an die neue Situation gewöhnen und "abkühlen" können. Sind Kinder da, den Umgang für den Berechtigten über Verwandte oder Freunde herstellen, aber niemals(!!!!!) die Kinder als Waffe benutzen. Wenn das funktioniert, sind 75% der Pulverfässer weggeräumt, und das ein oder andere tatsächliche Fehlverhalten taucht gar nicht erst auf.

Die Einsicht, das nicht jede Frau, die nach der Trennung einen neuen Partner hat, eine Schlampe ist, und nicht jeder Mann, der in dieser Situation einige Zeit zu viel trinkt ein haltloser Trinker ist, sollte auch da sein.

Ich werde das Gefühl nicht los, daß einige der schlimmen Stalkingfälle ihren Ursprung da haben. Es ist egal, ob Mann oder Frau, der/die Verlassene rechnet nicht mit der Trennung und ist erst mal völlig vor den Kopf gestoßen.
Da spielt die Psyche erst mal verrückt, und wenn wirklich geliebt wurde, wird für die Beziehung gekämpft; Sicher auch im Übermaß und mit völlig falschen Mitteln, das ist mir klar.

Ein Psychologe hat mal einen klugen Satz gesagt: Trennung ist wie Todesfall, die Hinterbliebenen müssen Trauer/Trennungsarbeit leisten um den Verlust zu verarbeiten. Das braucht Zeit und oftmals Hilfe. Aber auf jeden Fall Gespräche und ein wenig Verständnis.

Ich wollte hier nicht den Klugsch...... geben, aber ich suche nach Erklärungen für das Verhalten meiner Ex. Da hätte ich in der Trennungssituation sicher behutsamer rangehen sollen; Ich habe das völlig unterschätzt.

Ein Aspekt der hier auch noch wichtig ist, sind die Anwälte. In einem so sensiblen Bereich wie dem Familienrecht, sollten auch die Anwälte manchmal mehr Zurückhaltung üben. Wenn ich mir allein meinen Fall so ansehe, hätte diese Frau einen anderen Anwalt gehabt, wäre manche Verhandlung nicht nötig gewesen. Was dieser Typ alles angestellt hat um mich allein im Gewaltschutzbereich in die Knie zu zwingen ist bemerkenswert. Nicht eines dieser Verfahren ist im Ergebnis bestätigt worden. Seine Beschwerden dagegen wurden jeweils von dem OLG abgewiesen. Ich wurde auf Unterhalt verklagt, obwohl ich unstrittig pünktlich meinen Unterhalt bezahlt habe, ich wurde auf Kindergeld verklagt, obwohl ich unstrittig nie einen Cent Kindergeld erhalten habe. Das alles hat mich nur Geld gekostet und natürlich die Stimmung aufgeheizt. Der Mitarbeiter vom Jugendamt hat ihm in der Verhandlung am 26.04. wörtlich gesagt: " Sie sind derjenige, der ständig Öl ins Feuer giesst, wenn ich mir die Akten so anschaue! Von Ihnen, Herr Rechtsanwalt, habe ich in den 18 Monaten Umgangsstreit noch nicht einen Vorschlag gehört, wie Sie sich den Umgang vorstellen; Nicht einen einzigen, Herr Rechtsanwalt! Herr ( dann fiel mein Name ) ist der, der sich um den Umgang bemüht und kämpft. Weder Sie, noch Ihre Mandantin haben in den persönlichen Gesprächen mit mir jemals das Recht und Bedürfnis des Kindes auf Umgang mit seinem Vater realisiert!" (So protokolliert)

Leute glaubt mir, das ging mir runter wie Öl!!

Ich hatte es den Admins mal gemailt, ich hatte ein Gewaltschutzverfahren am Hals, da ich berechtigterweise meinen Sohn abholen wollte, aber wissen musste, daß die Mutter sich nicht an die Beschlüsse hält: Sinnlose Versuche seinen Sohn zu holen und damit eine unzumutbare Belästigung der Mutter. Natürlich abgewiesen!

Mein Anwalt, eigentlich ein Strafrechtler, sagte mir nach dem Termin am 26.04wörtlich: "Wenn ich mit Deiner Sache fertig bin, mache ich kein Familienrecht mehr. Das tue ich mir nicht noch mal an!"

Liebes Forum, viel Text, keine Lösung für das Problem, nur ein paar Denkansätze, ich weis das. Aber heute mußte das mal raus.

Alles Gute für die wirklichen Stalkingopfer und danke, daß ich hier noch posten darf. (Ist nicht zynisch gemeint, ehrlich!)

Jones
  #29  
Alt 04.05.2006, 12:13
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Zitat:
Ich werde das Gefühl nicht los, daß einige der schlimmen Stalkingfälle ihren Ursprung da haben.
Hallo Jones,

das trifft sicher auf solche Fälle zu, in denen das Verhalten des Partners nicht ausschlaggebend für die Trennung war. Denn mit einem Kontrollfreak, einem Schläger, einer krankhaft eifersüchtigen Frau sind "klärende Gespräche" einfach nicht drin.

Und die meisten hier haben ihre Partner ja nun mal wegen deren/dessen Verhaltens verlassen.
  #30  
Alt 04.05.2006, 12:14
Ninasmama
 
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Hallo Jones,
hab deinen Fall gestern und heute gelesen - puhh - weil ich gerade selbst in der Lage bin evtl. ein Opfer zu werden (siehe mein Beitrag). Deinen letzten Beitrag fand ich sehr interessant und mach mir echt Gedanken darüber wie ich mit meinem Mann umgehen soll/kann damit es bei uns nicht so ausartet wie bei sovielen anderen. Wollte ich dir nur kurz sagen ;-))
LG und alles Gute
Ninasmama
 


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