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  #1  
Alt 13.04.2006, 10:40
Jones
 
Beiträge: n/a
Es gibt auch die andere Seite

Vor einigen Tagen habe ich dieses Forum beim googeln entdeckt, und dachte eigentlich das ich hier nicht reingehöre. Aber, wie im Topic bereits geschrieben, es gibt auch eine andere Seite. Mir ist klar, daß das hier u.U. kontrovers gesehen wird, vor allem bin ich mir sicher, daß meine Geschichte eher selten vorkommt. Zumindestens seltener als die wirklichen Stalkingfälle.

Hier die Story:

Grundsätzlich ist Stalking eine schlimme Sache und gehört bestraft. Die Opfer dieser kranken Stalker können einem nur leid tun.

Nun aber mal die andere Seite:

Ich bin seit etwa 18 Monaten Opfer völlig abstruser Stalkingvorwürfe. In einem Umgangsrechtsstreit mit der Mutter meines Sohnes werde ich seit dieser Zeit mit den unglaublichsten Vorwürfen überzogen, beim ersten mal hat es geklappt, da hatte ich einen Gewaltschutzbeschluß am Hals. In der Verhandlung dazu wurden dann alle Vorwürfe zurückgezogen, da ich Polizeibeamte als Zeugen hatte, die diese Vorwürfe sofort entkräften konnten. Glück gehabt.

Vor etwa zwei Wochen habe ich mir ne Geldstrafe von € 3000.- eingefangen, für angebliche Belästigungen in Verbindung mit versuchter Konatktaufnahme zu meinem Sohn. Der Anwalt der Mutter hatte plötzlich Zeugen aufgetan, denen ich nichts mehr entgegensetzen konnte. Beantragt waren € 14.500.-, der Richter, sichtlich bemüht den anderen Anwalt herunter zu handeln, hat es dann geschafft ihn zum Einlenken zu bewegen. Sämtliche dieser Kontaktversuche fanden an den durch das OLG festgelegten Tagen und Uhrzeiten statt. Das war und ist unstrittig. Nachdem ich mehrmals darauf hinwies, das ich vollstreckbare Beschlüsse zum Umgang habe, wurde mir mitgeteilt, das ist auch so, hat aber mit dem Gewaltschutzgesetz nichts zu tun. Die Mutter hat ein Grundrecht auf Ruhe. Mein Hinweis auf meine Rechte und die meines Sohnes aus GG Art. 2 und 6 wurde mitleidig belächelt.

Ich müsste halt weiterhin die Gerichte bemühen.

Das werde ich, mit der Nummer gehe ich bis vor das Bundesverfassungsgericht!

Seit Wochen wird die Polizei um Hilfe gerufen, wenn die Mutter nur einen schwarzen Renault Espace sieht. So einen Wagen fahre ich.

In allen Instanzen hat die Mutter bisher verloren, was den Umgang mit meinem Sohn betrifft. Nun, da das OLG FfM der Mutter klargemacht hat, das ihr nun notfalls mit Gewalt das Kind und damit ihr Teil der gemeinsamen elterlichen Sorge entzogen wird, geht das wieder von vorne los. Ich werde wohl heute oder morgen mal wieder einen Gerichtsvollzieher hier haben, der mir einen Beschluß nach dem Gewaltschutzgesetz in die Hand drückt. Und damit wird dann im Sorgerechtsstreit am 26.4.06 versucht zu punkten. Angeblich habe ich sie im Februar mit meinem Wagen verfolgt. Dies fiel ihr und ihrem Anwalt erst ein, nach dem das LG Kassel der Mutter in einem weiteren Verfahren klargemacht hatte, das es sich nicht instrumentalisieren ließe um den Umgang mit meinem Kind zu verhindern.

Ich kann froh sein, im Schichtdienst zu arbeiten, drei weitere Vorwürfe konnte ich allein durch meinen Behördenleiter entkräften lassen.

Um mal was klarzustellen, es geht um ein wöchentliches Treffen mit meinen knapp vierjährigen Sohn von jeweils vier Stunden.

In all den Prozessen wurde nie der Vorwurf von Gewalt, Drohungen, Alkohol etc gegen mich erhoben. Die bloße Behauptung, sie hätte eine nicht zu erklärende Angst vor mir, und meine ständigen - durch Gerichte erlaubte - Bemühungen meinen Sohn zu sehen, veranlaßt diese kranke Seele zu solchen Versuchen.

Sexueller Mißbrauch wurde auch versucht mir anzuhängen, nun hat die Staatsanwaltschaft ein zweites Verfahren wegen versuchten Prozeßbetruges und Kindesentziehung gegen die Mutter eingeleitet. Dazu kommen mehrere Verfahren wegen falscher Verdächtigungen. Bei meinen regelmäßigen zulässigen Versuchen meinen Sohn abzuholen, fährt zu meinem Schutz inzwischen die Polizei mit. Das ist für die einfacher, als am nächsten Tag wieder eine schwachsinnige Anzeige zu Papier bringen zu müssen.

Die Rache einer verlassenen Frau, ich habe mich getrennt!!!!

Es wäre fair, wenn auch diese Seite in diesem Forum mal angesprochen werden kann; Sicher nicht die Regel was ich da mitmache, aber ich kann echt froh sein, daß dieses an sich sinnvolle Gesetz noch nicht verabschiedet wurde. Ich denke, wenn das erst mal verabschiedet ist, wird das genauso mißbraucht werden, wie der Vorwurf des sex. Mißbrauchs Deines eigenen Kindes. Und dann liebes Forum, gehen evtl. völlig unschuldige Väter in den Knast. Freiheit weg, Job weg, Kind weg, Perspektive weg. Ich mag mir gar nicht vorstellen, welche Entscheidungen da in völliger Verzweiflung getroffen werden.

Wünschen wir den Richtern die notwendige Portion Augenmaß in solchen Fällen.

Jones
  #2  
Alt 13.04.2006, 10:47
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Registriert seit: Sep 2002
Beiträge: 1.523
AW: Es gibt auch die andere Seite

Zitat:
und dachte eigentlich das ich hier nicht reingehöre.
Ich möchte an dieser Stelle erwähnen, dass ich Jones zur Registrierung hier ermuntert habe, da er nicht der einzige ist, der unter dem Stalking-Missbrauch zu leiden hat.
  #3  
Alt 13.04.2006, 11:05
talis
 
Beiträge: n/a
AW: Es gibt auch die andere Seite

Es ist ja auch nicht so, dass wir das Problem nicht kennen würden, deswegen werden Geschichten ja auch immer wieder hinterfragt. Stellt sich heraus, dass jemand Stalking für sich instrumentalisiert (oder einfach nur an Verfolgungswahn leidet) fliegt er direkt raus. In der Regel sind es Stalker, die ihren Opfern "falsches Opfer Syndrom" unterstellen. Aber andersherum wird leider auch ein Schuh daraus, und es scheint, gerade wenn es um Umgangsrecht geht, in Mode zu kommen, den Ex-Partner des Stalkings zu bezichtigen. Und das schadet den wirklich Betroffenen!
Deswegen finde ich es richtig, auch einmal "die andere Seite" darzustellen, obwohl dieses Forum sich eigentlich an Betroffene von Stalking richtet.
Hier übrigens Literatur zum Thema.
  #4  
Alt 13.04.2006, 11:33
Jones
 
Beiträge: n/a
AW: Es gibt auch die andere Seite

Ich gebe Dir völlig recht. Nochmal: Ich habe in keinster Weise an Euerm Form etwas auszustzen. Gut das es Menschen gibt, die sich auf so einer Plattform gegenseitig helfen können. ich bin mir auch sicher, so wie Ihr hier aufgestellt seit, da sitzen Fachleute hinter. Und das ist auch gut so. Da es vorwiegend wohl die Frauen mit/ohne Kind sind, die von solchen Kranken verfolgt/bedroht werden, ist einfach die Notwendigkeit gegeben, effektiven(!!!) Schutz zu gewähren. Keine Frage.

Wenn ich mih richtig erinnere, sind in den frühen 70ern in Berlin die ersten Frauenhäuser aufgemacht worden. Und das waren ja keine Häkelclubs, da ham wir Männer wohl den "Grundstein" gelegt.

Das nun dieses Gesetz kommt, ist ja auch den Männern zu zu schreiben.

Lass mal, soweit wie ich das hier bisher lesen konnte, macht Ihr hier nen guten Job.

Und ich verspreche Euch, ich werde hier keinesfalls Störfeuer schiessen.

Jones
  #5  
Alt 13.04.2006, 11:50
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Registriert seit: Sep 2002
Beiträge: 1.523
AW: Es gibt auch die andere Seite

Was an den mir bekannten Fällen aufgefallen ist: Die falschen Opfer scheinen viel einfacher zu ihrem 'Recht' zu kommen als die echten.

Ob das an der Selbstsicherheit liegt, mit der diese Menschen auftreten?
  #6  
Alt 13.04.2006, 12:05
Susan
 
Beiträge: n/a
AW: Es gibt auch die andere Seite

Das ist, was mir sauer aufstösst. Diese Zicken bekommen mit ihren Lügen Schutz und Unterstützung, und andere kämpfen um ihr Leben, und das oft vergebens.

Andererseits: Ich weiss nicht, wie sicher ich in meinem Urteil wäre, wenn ich Richter wäre. Und wir wissen auch nicht, in wie vielen Fällen (prozentual) die Lügen aufgedeckt und geahndet werden.
  #7  
Alt 13.04.2006, 12:25
talis
 
Beiträge: n/a
AW: Es gibt auch die andere Seite

Ich denke, die "Falschen" setzen einen ähnlich hohen Energieaufwand ein, dem Ex-Partner zu schaden, wie Stalker das tun. Echte Opfer handeln meistens erst, wenn sie durch den Stalker bereits massiv geschädigt und geschwächt wurden, sei es in psychischer oder körperlicher Art oder was die Glaubwürdigkeit nach außen betrifft. Das Motiv endlich zu handeln ist Angst und Verzweiflung - und dabei haben sie sogar noch Schuldgefühle. Bei falschen Opfern fällt das alles weg, sie handeln aus rein egoistischen Beweggründen oder aus Rache, dabei fühlen sie sich vielleicht sogar noch im Recht. Klar können sie selbstbewusst auftreten, sich als Opfer verkaufen und mit einem schlauen Rechtsanwalt zu "ihrem Recht" kommen. Und der Ex-Partner darf sich dann verteidigen - so nach dem Motto, wo Rauch ist ...
  #8  
Alt 13.04.2006, 16:03
Jones
 
Beiträge: n/a
AW: Es gibt auch die andere Seite

Susan hat recht. Wenn das Gesetz erst mal durch ist, kommen die Strafanzeigen. Dann die ersten Urteile, dann die ersten Fehlurteile. Dann kommen die Revisionsentscheidung, ggfs. werden Urteile wieder aufgehoben.

Kein Richter hier in Deutschland läßt sich gerne eine Fehlentscheidung ins Buch schreiben. Also wird das mit der Zeit ein " zur Fortbildung der Rechtsprechung" immer wieder verändertes Gesetz. Und dann ein zahnloser Tiger.

Ich habe vor einigen Tagen auf einer US-Website einen interessanten Beitrag gelesen. Die dortigen Gerichte machen nicht ein solches Brimborium, die holen sich beide Parteien rein, belegen beide Seiten mit einer " Court-Restriction " und wehe, eine Seite hält sich nicht daran. Dann gehts in den Knast für einige Jahre.

Das hat wohl gerade in Umgangsverfahren Erfolg gehabt. Väter die ihre Kinder nicht mehr sehen konnten, haben mit dieser Drohung im Rücken wieder regelmäßigen Kontakt. Und die Folgeklagen wegen domestic Violance sind wohl auch zurückgegangen.

Ich denke, wenn schon Stalkinggesetz, dann aber auch Unschuldsvermutung bis zur rechtskräftigen Verurteilung, bis dahin(!!!) eine sofort greifende Regelung, die BEIDEN Seiten gerecht wird.

Und zum Schluß noch etwas: Mann sollte den Antragstellern in den Gewaltschutzverfahren unmissverständlich klar machen, wird gelogen, getrickst, werden die Kosten auferlegt und eine Kriminalstrafe ausgesprochen.

Ich hab das erlebt: Eidesstattliche Versicherung, dann bekam ich den Beschluß nach dem Gew.Sch.Ges., dann mündliche Anhörung, plötzlich hatte ich Zeugen, die Vorwürfe wurden zurückgenommen, die eindeutig falsche E.V. hatte keinerlei Folgen.

Es wird diesen linken Charakteren viel zu leicht gemacht.

Ein Gedanke noch: Es wird Euch nicht neu sein, daß diese Stalkinggeschichten in den meisten Fällen aus einer beendeten Beziehung kommen. Da ist immer einer ( der/die Verlassene ) zutiefts verletzt. Ein emotional so hochbesetztes Thema einem Einzelrichter an einem AG zu überlassen halte ich für bedenklich. Wenn ich richtig informiert bin, soll die Strafandrohung bei zwei Jahren FS liegen, also AG, also Einzelrichter. In solchen Sachen gibt es immer noch Nebenschauplätze: Umgang und Sorgerecht, Unterhalt, Hausratteilung usw. In diesen Prozessen sitzen sich keine Parteien mehr gegenüber, sonder zutiefst mit Ärger/Hass beladene Feinde. Da geht es nicht mehr um Einigung, da soll verletzt und vernichtet werden. Und das alles soll ein Einzelrichter in geordnete/gerechte Bahnen lenken?

Denkt mal drüber nach

Jones
  #9  
Alt 14.04.2006, 12:01
sigara
 
Beiträge: n/a
AW: Es gibt auch die andere Seite

Mal ne Frage an die Admins und Moderatoren: Wie könnt ihr sicher sein, dass es sich hier um einen Stalking-Missbrauch handelt?
  #10  
Alt 14.04.2006, 13:29
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Beiträge: 1.523
AW: Es gibt auch die andere Seite

sigara, hast du dir die Schilderung genau durchgelesen?
  #11  
Alt 14.04.2006, 15:09
Jones
 
Beiträge: n/a
AW: Es gibt auch die andere Seite

Hallo Sigara, hallo Garfield

Sigara, an meiner Schilderung stimmt jedes Wort, ich bin wirklich nicht hier "eingedrungen" um als Trojaner tätig zu werden.

Garfield, zu Dir. Ich hatte das im Ursprungsposting vergessen zu erwähnen;
Es ist in der Tat so, daß die € 3000.- Strafe aus einem im vergangen Jahr gemachten Vergleich herrühren. Mein Anwalt und ich hatten uns seinerzeit darauf eingelassen, um Ruhe in die Sache zu bringen. Es gab die Zusicherung, daß die Umgangsbeschlüsse eingehalten werden und, um ehrlich zu sein, ich war mit den ganzen Prozessen auch überfordert. Mein Anwalt würde das heute angesichts der Strategie der Mutter und ihres Anwaltes nie mehr machen.

Die Mutter zu bekämpfen, das ist so eine Sache. Einerseits sind da noch Kinder aus ihrer ersten Ehe, andereseits ist mein Sohn knappe vier Jahre alt. Was mir noch bleibt, ist im Sorgerechtsverfahren die Übertragung der kompletten Sorge auf mich zu beantragen, was wohl auch so kommen wird, die zuständige Richterin hat das bereits signalisiert. Dazu gibt es eindeutige Rechtssprechung der hessischen Familiensenate an den OLG´s. Aber, der Junge hat mich seit bald einem Jahr nicht mehr gesehen. Man muss sich mal vorstellen was in so einem kleinen Kopf abgeht, wenn er von heute auf morgen seiner Mutter entzogen wird. Das ist ja auch die Krux in dieser Sache; Ich habe einen Beschluß auf Herausgabe des Kindes an den Gerichtsvollzieher, notfalls mit Gewalt gegen die Mutter. Bei allem Ärger den diese Frau mir gemacht hat und noch machen wird, so ne Nummer abzuziehen, das bringe ich noch nicht. Ich denke darauf baut auch die Mutter. Ihr eigener Anwalt hat im Umgangsverfahren und im Vollstreckungsverfahren das Mandat niedergelegt, für den Sorgerechtstermin am 26.04.06 sieht er nach seinen eigenen Angaben schwarz für seine Mandantin. Aber nochmal, der Streit wird auf dem Rücken eines Kindes ausgetragen. Ich liebe meinen Sohn, ich vermisse ihn tierisch, aber kaputt machen, nur um sagen zu können ich habe gewonnen, will ich ihn nicht. Nach nunmehr zehn Zwangsgeldbeschlüssen gegen die Mutter, bleibt dem Gericht nur noch die Möglichkeit Ordnungshaft anzuordnen, da die Zwangsgelder nicht bezahlt werden. Ich kann hier nicht ins Detail gehen, aber die Admins hier wissen, das das dann für mich persönlich nicht ganz einfach wäre. Und es geht nicht um die Versorgung der Kinder im Falle der Inhaftierung. Das Problem liegt ganz woanders. Das ganze ist schon ne total verfahrene Kiste.

Jones
  #12  
Alt 14.04.2006, 15:58
Archiduct
 
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AW: Es gibt auch die andere Seite

Zitat von Jones:
Ich bin seit etwa 18 Monaten Opfer völlig abstruser Stalkingvorwürfe.
Erstmal herzlich willkommen, Jones.

Wenn sich das alles so darstellt, wie du es uns hier geschildert hast, und das Ganze sich schon über einen so langen Zeitraum erstreckt, ist bei einer gewissen Masse an Falsch-Beschuldigungen und Strafanträgen schon zu überlegen, ob hier nicht auch eine gewisse Form von Stalking vorliegt, auch wenn keine sonstigen "Verfolgungen" stattfinden.

Mein Stalker hat neben den bekannten sonstigen Stalkinghandlungen auch etliche Strafanzeigen erlogenen Inhaltes gegen mich erstattet - mit dem schriftlich manifestierten Ziel, mich zu zerstören. Dafür braucht man keinen Stalkingparagrafen, sondern das ging das halbe StGB und BtMG rauf und runter. Jede juristische Strafverordnung kann missbraucht werden und wird es auch. Dabei würde ein "Anti-Stalking-Gesetz" keine Ausnahme bilden und stellt keinerlei Begründung für eine Kapitulation der Legislative und Judikative vor den ihr gesetzten Aufgaben dar.

Dass Ermittlungsverfahren bzgl. falscher eidesstattlicher Versicherungen bei erdrückender Beweislage trotzdem eingestellt werden bzw. auf Grund von Untätigkeit absolut gar keinen Ausgang nehmen, erleben nicht nur Betroffene von falschen Opfern, sondern auch "die anderen Stalkingopfer". Ich könnte Bücher darüber schreiben.

Alle Verfahren wegen falscher Verdächtigung und Abgabe einer falschen eidesstattlichen Versicherung wurden nicht bearbeitet (@Garfield, magst du mal bei meiner StA anfragen, was die damit gemacht haben? ) bis auf einmal der Staat selbst betroffen war. Hat mich doch der Täter wegen eines angeblich bevorstehenden Drogendeals angezeigt, was einen unnützen Polizeieinsatz von 7,5 Stunden mit 9 Beamten und 5 Fahrzeugen auslöste. Man kam dem Absender des anonymen Faxes auf die Spur und diese falsche Verdächtigung brachte dem Stalker eine FS von 10 Monaten auf Bewährung ein. Auf Grund von Gesamtstrafenbildungen aus anderen Verfahren bzgl. der Stalkinghandlungen gegen mich (GewSchG, Betrug und Beleidigung) sitzt er jetzt auch einen gehörigen Teil davon ab.

Zitat von Jones:
Aber, der Junge hat mich seit bald einem Jahr nicht mehr gesehen.
vs.

Zitat von Jones:
Bei meinen regelmäßigen zulässigen Versuchen meinen Sohn abzuholen, fährt zu meinem Schutz inzwischen die Polizei mit.
Und warum gelingt es dann nicht, dass der Sohn übergeben wird?
  #13  
Alt 14.04.2006, 17:25
sigara
 
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AW: Es gibt auch die andere Seite

Hallo Admin,

ja, ich habe die Beiträge ganz genau gelesen. Aus eigener Erfahrung weiß ich, daß Stalker sich gerne als (Justiz-)Opfer darstellen, manche Formulierungen aus den Beiträgen erinnern mich sehr an Briefe meines Stalkers.

Mir persönlich erschien es etwas voreilig, diesem Beitrag Glauben zu schenken. In seinen Beiträgen hat er sich, wie schon dargelegt, widersprochen.

Grüße Sigara
  #14  
Alt 14.04.2006, 18:32
Jones
 
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AW: Es gibt auch die andere Seite

Zur Frage, warum trotz Polizeipräsenz das Kind nicht übergeben wird, ist einfach zu beantworten. Zum einen fahren die nur mit, um mich vor weiteren erfunden Vorwürfen zu schützen, zum anderen haben die Polizeivollzugsbeamten keine rechtliche Handhabe die Herausgabe zu erzwingen. Das kann nur ein Gerichtsvollzieher, den Beschluss habe ich ja.

Ich hatte aber im letzten Posting bereits erläutert, warum ich dieses letzte Mittel noch nicht angewendet habe. Das wäre der SUPERGAU für das Kind.

Mit dem Verdacht, ich sein ein Stalker und würde mich hier in Verkennung meiner tatsächlichen Situation aufhalten, muß ich wohl leben. Ich hatte ja selbst geschrieben, daß ich mit meiner Geschichte hier nicht ganz reinpasse.

Ich sehe mich gar nicht mal so sehr als Justizopfer, wenn überhaupt als "Gesetzesopfer". Die Gerichte waren bisher von meiner Unschuld überzeugt, den einen Fall der € 3000.- Vertragsstrafe würde ich auch noch nicht als Justizirrtum bezeichnen. Da sind halt Zeugen aufgeboten worden aus dem unmittelbaren Umfeld der Mutter, deren Aussage hätte der Richter am LG nicht ignorieren können. Wenn man dann mal die beantragten € 14.500 gegen die tatsächlich im Wege des Vergleiches zu zahlenden € 3000.- betrachtet, auch ein Teilerfolg. Das ist Lehrgeld, u.a. deshalb nehme ich auch die Polizei mit

Ich bin dankbar, daß man mir die Möglichkeit gegeben hat, meinen Fall hier auch mal zu schildern.

Wenn es Widersprüche in meiner Schilderung gibt, bitte, nennt sie mir, ich werde das dann gerne aufklären.

Aber glaubt mir, jedes Wort ist wahr.

Ich arbeite in einem Beruf, wo ich, nachdem es zu Straftaten kam, mit Stalkern zu tun habe. Ich habe diese Typen hautnah erlebt. Zum einen habe ich tatsächlich Leute kennengelernt, die sich keiner Schuld bewusst waren, im Gegenteil, zum Teil basierend auf ihrem kulturellen Hintergrund, sich im Recht sahen. Ich habe aber auch Männer erlebt, denen aus den unterschiedlichsten Gründen die Sicherung durchgebrannt ist. Ihr könnt mir glauben, ich weis wirklich was Stalker anrichten können.

Jones
  #15  
Alt 14.04.2006, 19:45
Archiduct
 
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AW: Es gibt auch die andere Seite

Jones, ein paar Dinge leuchten auch mir nicht ein, aber vielleicht auch manchem Juristen nicht.

Zitat von Jones:
Zum einen fahren die nur mit, um mich vor weiteren erfunden Vorwürfen zu schützen, [...]
Wie begründen die denn den dienstlichen Auftrag? Und wie müssen wir es uns vorstellen, wenn ihr jede Woche vor der Tür steht und klingelt? Wird da nicht geöffnet, sind Ex und Sohn trotzdem zu Haus, sind sie ausgeflogen? Was machen die Polizisten?

Zitat von Jones:
zum anderen haben die Polizeivollzugsbeamten keine rechtliche Handhabe die Herausgabe zu erzwingen. Das kann nur ein Gerichtsvollzieher, den Beschluss habe ich ja.
Und der Gerichtsvollzieher kann sich zur Durchsetzung seines Dienstauftrages der Hilfe der Polizei bedienen. Aber mit der rückst du doch sowieso schon jede Woche an. Für mich bleibt das widersprüchlich. Dein Sohn dürfte sich wohl auch wundern, was diese Aktion jede Woche ohne Ergebnis soll. Das löst eher Ängste aus als dein Ansinnen, deinen Sohn schützen zu wollen, zu vermitteln.

Zitat von Jonas:
Nachdem ich mehrmals darauf hinwies, das ich vollstreckbare Beschlüsse zum Umgang habe, wurde mir mitgeteilt, das ist auch so, hat aber mit dem Gewaltschutzgesetz nichts zu tun.
vs.

Zitat von Jonas:
Es ist in der Tat so, daß die € 3000.- Strafe aus einem im vergangen Jahr gemachten Vergleich herrühren. [...] Es gab die Zusicherung, daß die Umgangsbeschlüsse eingehalten werden
Was steht den nun ganz konkret in dem Vergleich? Wer hat was zu tun und zu unterlassen?
Wenn die Beschlüsse bzgl. des wöchentlichen Umgangsrechtes Bestandteil des Vergleiches sind, läge keine Verletzung bei Abholung des Jungen vor.
Vor allem machte dann der Hinweis des Gerichtes auf das GewSchG keinen Sinn, denn ein Vergleich ist keine richterliche Anordnung oder Urteil, sondern quasi ein Privatvertrag.
Wenn man dir vorgeworfen hat, du hättest gegen das GewSchG verstoßen, müsste das einen anderen Hintergrund haben.

Zitat von Jones:
Der Anwalt der Mutter hatte plötzlich Zeugen aufgetan, denen ich nichts mehr entgegensetzen konnte.
vs.

Zitat von Jones:
In der Verhandlung dazu wurden dann alle Vorwürfe zurückgezogen, da ich Polizeibeamte als Zeugen hatte, die diese Vorwürfe sofort entkräften konnten.
Und wie kam es dann zu dem Vergleich/Beschluss/Urteil? Was passierte denn jetzt nun in welcher Verhandlung?

Zitat von Jones:
[...] für den Sorgerechtstermin am 26.04.06 sieht er nach seinen eigenen Angaben schwarz für seine Mandantin.
Woher weißt du das? Normalerweise macht ein RA darüber keine Bemerkungen gegenüber der Gegenseite.
 


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