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Umfrageergebnis anzeigen: Wann hast du dir den Kontakt verbeten?
Ich kenne ihn/sie nicht, wie soll ich das übermitteln? 0 0%
Ich habe das von Anfang an klar gemacht. 20 32,26%
Ich habe das erst gemacht, als es mir unangenehm wurde. 26 41,94%
Erst, als andere mir dazu rieten. 7 11,29%
Ich kann den Kontakt (z.B. wegen Kind) nicht verbieten. 9 14,52%
Teilnehmer: 62. Sie dürfen bei dieser Umfrage nicht abstimmen

 
 
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  #1  
Alt 13.10.2004, 19:51
Benutzerbild von Admin
Admin Admin ist offline
Administrator
 
Registriert seit: Sep 2002
Beiträge: 1.523
Grenzen setzen

Wann hast du ihm oder ihr deutlich Grenzen gesetzt?
  #2  
Alt 14.10.2004, 18:06
Towanda
 
Beiträge: n/a
Das ist eine 'witzige' Frage für mich...

ich bin nämlich überhaupt nicht auf den Gedanken gekommen, das zu machen. ES hat bei mir von Stalking-Beginn an so eindeutig grenzverletzend und unangenehm agiert, dass mir (und auch allen anderen) klar war: Der weiß genau was er tut und tut dies mit der eindeutigen Absicht, mich fertigzumachen. Verbeten lassen habe ich mir das Ganze erst 1,5 Jahre später zu Beginn der 'zweiten Phase' durch meine Rechtsanwältin, um einen Beleg vor Gericht zu haben. Ob es was geändert hätte, wenn ichs früher gemacht hätte? Keine Ahnung.
  #3  
Alt 15.10.2004, 00:43
Tharme
 
Beiträge: n/a
Umfrage Grenze gesetzt

Find ich auch nicht so leicht zu beantworten: ich dachte, ich wäre klar gewesen, und hätte mich klar verhalten.
Aus heutiger Sicht war ichs zu 93 bis 97 %. Der Rest von 3 bis 7% haben gereicht, um mir eine Geschichte, die von mir aus geht (Ich wollt was von ihm, seid Euch drüber im Klaren! Ich wollts nur aus Hochmut nicht zugeben. Arrogante Ziege!!! ) aufzuhängen.
Dass der Mann sich als Nachbar im Mietshaus ? hintenherum Informationen besorgt, die er dann als ? auf sich bezogen interpretiert, "an sich grapscht", und hintenherum als ? "Tatsachen" verbreitet, das zu begreifen hat mich damals irrwitzige Denkanstrengungen gekostet.
Ein derartiger Umgang mit Liebe war für mich nicht denkbar. Mehrfache Anspracheversuche von meiner Seite wurden mit giftigstem Hohn und Härte zurückgewiesen, so daß Klarheit erfolgreich vermieden wurde. Ich hab gedacht, wenn ich so angekeift werde, kann da nichts sein und nicht mehr weitergefragt - auch erfolgreich eingeschüchtert.
Die Idee der anderen Seite war wohl "meine maßlose Verlogenheit, so zu tun als ob nichts wäre" und "meine wirklichen Gefühle nicht zuzugeben".
(Ja, ich hänge grade wieder unter der Zimmerdecke, psychisch, wo sonst sollt ich mich denn aufhalten!)
Die "Schlussinsszenierung" war für mich derart, ich konnt nicht mehr mit dem es reden. Es ging nicht mehr. Ich hätt das nie gedacht, das ich kein Abschliessen handlen könne.

Genau dies: Ich danke Ihnen für Ihre Zuneigung und ich fühle mich geehrt, aber ich erwidere Ihre Gefühle nicht und werde das auch in Zukunft nicht tun.
Dies war nicht möglich, denn das war ja keine Zuneigung. Und da war auch keine Ehre für mich. Nur Machtmißbrauch, und Verachtung.

Das hab ich damals nicht zusammenbekommen - diese Machtgier, Besessenheit, Verachtung und von Beginn an fortdauernde Zurückweisung von Sachen, die ich in den Kontakt einbrachte - seine Kontrolle über den Kontakt, über mich; und die Darstellung eines armen, unschuldigen (!), gekränkten "Liebenden".

Verdammt, ich habs nie "richtig" gesagt:
"Ich will Sie nicht als Mann. Ich konnte Sie mal gut leiden, aber ich wollte Sie nie als Mann. Mit Ihrem Zwang, Ihrer Gier und Ihrer Gewalt ist meine Achtung und Zuneigung jetzt zerschlagen und verbraucht. Ich werde Sie nie wollen, weder als Mensch noch als Mann. Möge Gott in seiner Grösse und Güte Ihnen vergeben, was Sie in meinem Leben und in mir besudelt und vergiftet haben, ich kann es nicht. Und mag er Sie heilen, wie ich ihn bitte, mich zu heilen von Grauen, Ekel und Schmerz.
Ich will keinen Anblick, kein Wort, keine Stimme, kein Auge, kein Ohr, kein Ahnen, nicht Sie, nicht ihre Verwandten, nicht Ihre Freunde - nichts will ich von Ihnen in meinem Leben und in meiner Nähe.

Das, was in Ihnen Liebe gewesen sein mag, gebe ich zurück.
Das was Hass war, schlage ich zurück.

Sie sollen von mir nicht wissen; ich will von Ihnen nicht wissen.

Gehen Sie nun Ihren Weg, ich gehe jetzt den meinigen."



Oh Himmel, ich hab nicht gewusst, dass ich hier lande und dass immer noch so viel Schmerz da ist
  #4  
Alt 15.10.2004, 10:09
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Administrator
 
Registriert seit: Sep 2002
Beiträge: 1.523
Hallo Tharme,

ich glaube, wenn der Schmerz erst einmal zugepackt hat, lässt er nicht mehr los. Man kann lernen, mit ihm zu leben. Man kann ihm sogar beibringen, sich nicht so wichtig zu nehmen. Aber man muss sich von Zeit zu Zeit immer wieder mal mit ihm beschäftigen. Denn niemals (!) darf man so tun, als existiere er nicht. Sonst steht er irgendwann - wie einst der Stalker - plötzlich auf der Matte und rebelliert. Kontrolliert und macht dich, mich, ihn, sie zu seinem Untertan.

Der Traum des Jägers, das Trauma des Wildes. Walter Ludin
  #5  
Alt 15.10.2004, 10:55
talis
 
Beiträge: n/a
Ist wirklich nicht so leicht zu beantworten, diese Frage.
Was ist eindeutig? "Lass es doch jetzt gut sein und ruf bitte nicht mehr an?" in Kombination mit ans Telefon gehen, nachdem es wieder tagelang geklingelt hat und KH sich ausnahmsweise der Sprache mächtig gezeigt hat? Das waren dann "vernünftige" Gespräche, in denen KH sich "einsichtig" gezeigt hat *Gelächter*.
Oder ein gebrülltes "Lass uns endlich in Ruhe, du blöde Schnepfe!!"? nach wiederholten erfolglosen Versuchen des Ignorierens? Mit dem Resultat, dass ich mal wieder aufs übelste beschimpft wurde und mich alsdann durch Auflegen wieder als Verlierer gefühlt habe. Wohl eher nicht - angekommen ist es jedenfalls nicht .
In meinen Augen war das immer eindeutig, aber ich denke ja auch wie ein normaler Mensch und hatte bis dahin auch keinen Grund von meinen Mitmenschen etwas anderes anzunehmen. Böse Falle!
Eine halbwegs deutliche Grenze hat KH erst realisiert, als ich durch meinen RA einen deftigen Brief unter Strafandrohung verschickt habe, und auf die Idee bin ich erst gekommen, nachdem ich die Gechichte öffentlich gemacht habe und mir durch Gespräche mit der Kripo, einer Psychologin und last but not least den Leuten hier aus dem Forum meine Fähigkeit klar zu denken wieder beschafft habe. Kapiert hat KH es aber immer noch nicht, Schiss hat sie bekommen und nur noch ein "bisschen" weiter gemacht, zum Glück hat ihre Selbstüberschätzung dazu geführt, dass ich die Übergriffe nun endlich beweisen und den Deckel per EV zumachen konnte. Ob KH es jetzt geschnallt hat? Ob sie uns vergessen hat? Wohl kaum .
Abschließen kann ich noch nicht damit, dazu ist der Hass und auch der Schmerz immer noch zu präsent und ich will sicher sein, dass ich das verarbeitet habe, bevor ich auch für mich den Deckel zumachen kann. Verdrängen will ich nichts mehr...
  #6  
Alt 15.10.2004, 16:55
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Registriert seit: Sep 2002
Beiträge: 1.523
Zitat:
Was ist eindeutig?
Nicht eindeutig ist auf jeden Fall "Ich habe doch 'nen Freund" oder "Ich habe heute keine Zeit". Genausowenig eindeutig ist es, einen anderen ans Telefon zu schicken: "Die ist gerade nicht da" oder "Der kann dich momentan nicht sprechen".

Stalking ist eben nicht Stalking. Jemandem, der mich (erstmalig) mitten in der Nacht anruft und beschimpft, haue ich natürlich eher ein "Verpiss dich du Penner" um die Ohren als jemandem, der immer schön höflich rumschleimt Und jemandem, der mir die Reifen zerschlitzt, weil er mich offensichtlich hasst, begegne ich anders als jemandem, der mich mit Rosen zuschüttet.

Ob der oder die Irre geschnallt hat, dass hier Schluss ist, steht sicher fast immer in den Sternen. Wichtig ist, dass man für sich ganz klar NEIN gesagt hat.
  #7  
Alt 15.10.2004, 19:01
Towanda
 
Beiträge: n/a
"...dass man für sich ganz deutlich NEIN gesagt hat"

Das habe ich an dem Tag gemacht, als ich meine Sachen Hals über Kopf in einen Bulli geladen und nicht nur den Stalker, sondern auch ein wenig unterstützendes Umfeld hinter mir zurückgelassen habe. Das war ein sehr befreiender, aber auch ein trauriger Moment, weil ich mir den Abschied aus der Stadt, in der ich so lange gelebt hatte, anders vorgestellt hatte.
Was ich später gelernt habe, ist aber, dass es nicht reicht, einmal NEIN zu sagen, sondern dass man es sich selbst immer wieder neu hart erarbeiten muss. Nämlich dann, wenn man durch das Stalking wieder und wieder in starke, wenn auch negative, Emotionen zum Stalker 'reingezogen wird.
Zu diesen Emotionen NEIN zu sagen, ist für mich ein weiter andauernder Prozess.
  #8  
Alt 15.10.2004, 20:02
columbia
 
Beiträge: n/a
Ich habe, während ich mit ES noch befreundet war, ihm immer klar gemacht, dass er sich nie eine "Beziehung" mit mir erwarten könne - ES war einfach nicht mein Typ. Abgesehen davon hatte ich zu der Zeit einen Freund...

Dass das möglicherweise allerdings der Auslöser war bzw. ihn immer nur angestachelt hat, sich mehr zu "bemühen", habe ich hinterher allerdings auch überlegt...

Aber mal ehrlich! Was soll man denn als Frau noch machen, wenn nicht einmal mehr Ehrlichkeit als solche interpretiert wird?

Was mich am meisten dabei verletzt hat, ist, dass ich ES vertraut habe, mit mir auch eine normale, platonische Freundschaft eingehen zu wollen... das ist wohl nach hinten losgegangen...

 


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