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  #1  
Alt 16.06.2007, 23:29
Archiduct
 
Beiträge: n/a
"Er wird es immer wieder tun. Und er weiß, was er tut."

Zitat von express.de vom 13.06.2007:
FIESER STALKER

Gärtner terrorisierte Ex-Messechef


Von BARBARA KIRCHNER

Düsseldorf – Ein einziger Albtraum: Aus Mitleid nahm Ex-Messechef Karlheinz Wismer (70) einen behinderten jungen Mann auf, gab ihm Arbeit als Gärtner.
Was er nicht ahnte: Damit holte er sich einen hartnäckigen Stalker ins Haus, der seine Familie zwei Jahre lang tyrannisierte.

Am Mittwoch traf man sich vor Gericht. Bereits seit 19 Jahren hatten die Wismers Wolfgang S. (46) als Gärtner-Aushilfe beschäftigt. Ingeborg Wismer (61) brachte ihm oft Lebensmittel mit, spendierte mal ein Hemd. Ihr Gatte half zuweilen mit Geld aus.

Was das Ehepaar nicht wusste: Seit 23 Jahren hält Wolfgang S. etliche Psycho-Kliniken auf Trab. Immer wieder belästigt er Nachbarn, beschimpft und drangsaliert sie. Diesmal traf es die Wismers. Anlass, so der Ex-Messechef: „Da war noch eine Restschuld offen, die er begleichen sollte.“ Es ging um 12 Euro.

Dann fing der Terror an. Auf den Mülltonnen fand die Familie Pappschilder mit Beschimpfungen und Hakenkreuzen. Einmal flog ein Glas voller Zigarettenkippen über den Zaun, zerschellte dort, wo die Frau des Messechefs gerade noch gesessen hatte.

Wismer: „Wir bekamen Anrufe. Zweimal mussten wir die Nummer ändern. Fäkalien waren an die Tür geschmiert. Zettelchen mit Beleidigungen landeten im Garten.“ Auch der Sohn des Hauses wurde schikaniert. Wolfgang S. selbst gab sich lässig: „Ich mache das schon seit Jahren. Mir ist nie etwas passiert.“

Etliche Gutachter haben ihn bereits untersucht. Zuletzt war ihm Unzurechnungsfähigkeit bescheinigt worden. Und das weiß Wolfgang S.: „Ich bin eine narzisstische Persönlichkeit und will im Mittelpunkt stehen.“

Doch der Gutachter am Mittwoch warf diese Sichtweise über den Haufen. „Er versetzt sich als Behinderter geltungsbedürftig in die Opferrolle. Er schikaniert seine Umgebung, zieht daraus Machtgewinn. Er wird es immer wieder tun.“ Und er weiß, was er tut.

Deshalb verurteilte ihn der Amtsrichter am Mittwochabend nach einer Marathon-Sitzung zu einem Jahr Haft auf Bewährung.
www.express.de
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