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Alt 07.02.2007, 05:58
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Altötting: Zwei Jahre Haft für Elektriker

Zitat von Chiemgau Online:
Kontaktverbot missachtet - Drohungen gegen Frau und neuen Partner - Auto beschädigt

Altötting. Kurz nach seiner Verurteilung zu 15 Monaten Haft, die zur Bewährung ausgesetzt wurden, wird ein Stalker wieder rückfällig und stellt trotz gerichtlichem Kontaktverbot weiter seiner Ex-Frau nach, belästigt sie, beschädigt ihr Auto und bedroht ihren Bekannten. Außerdem montiert er an seinen BMW gestohlene Kennzeichen und tankt, ohne zu zahlen. Dafür verurteilte ihn das Amtsgericht Altötting zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren.


Im September vergangenen Jahres hatte das Amtsgericht den inzwischen von Neuötting nach Mühldorf umgezogenen Kfz-Elektriker wegen Nötigung, Körperverletzung, Fahrerflucht und Beleidigung in sechs Fällen zu einer Freiheitsstrafe von 15 Monaten verurteilt, die Strafe aber zur Bewährung ausgesetzt. Das Gericht hatte ihm damals strikt jeden weiteren Kontakt mit der geschiedenen Frau untersagt, ausgenommen Kontakte zur Regelung des Umgangs oder aus Fürsorgegründen für die Kinder.

Weil der 51-jährige Angeklagte damals feierlich beteuerte, er werde sich künftig strikt an das Verbot halten und weil er versprach, sich der Weisung des Gerichts entsprechend einer psychotherapeutischen Behandlung zu unterziehen, war ihm Bewährung zugebilligt worden.

"Leider haben Sie das in Sie gesetzte Vertrauen gröblichst enttäuscht", sagte Strafrichter Dieter Wüst nun zu dem Angeklagten, der es in der Verhandlung ablehnte, die Fragen von Richter und Staatsanwalt selbst zu beantworten, sondern die Antwort seinem Anwalt überließ. Richter und Staatsanwalt betonten übereinstimmend, dass für ihn eine erneute Strafaussetzung zur Bewährung nun nicht mehr in Frage komme. Er wurde wegen vierfachem Verstoß gegen das Gewaltschutzgesetz, wegen Sachbeschädigung, Bedrohung, Diebstahl und Urkundenfälschung in drei Fällen und Fahren ohne Führerschein zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren verurteilt. Sein Führerschein bleibt drei Monate gesperrt. Nach der Beweisaufnahme hörte der Angeklagte auch nach seiner Verurteilung im vergangenen Jahr nicht auf, seine geschiedene Frau zu verfolgen. Zweimal fuhr er ihr mit dem Auto nach, einmal rief er in ihrer Wohnung an und drohte ihrem neuen Partner, beide umzubringen, ein weiteres Mal wurde er in ihrer Tiefgarage angetroffen. Den Zugang hatte er sich mit Hilfe eines Zentralschlüssels verschafft, den er einer Mieterin entwendet hatte.. Offensichtlich begab sich der Stalker fast täglich in die fremde Tiefgarage, denn in seiner Wohnung fand die Polizei ein Notizbuch, in dem er über einen Monat lang den Kilometerstand des Wagens seiner Exfrau vermerkt hatte. Von außen war der km-Stand nicht ablesbar, weil die Zeugin die kmAnzeige zugeklebt hatte. Außerdem beschädigte er das auf einem Parkplatz in Altötting abgestellte Auto der Zeugin, indem er mit einem harten Gegenstand den Kühler demolierte. Die in ihrer Sicherheit bedrohte Frau sah keine andere Möglichkeit, als für ihre Fahrten Polizeischutz anzufordern.

Die Anklage wegen Diebstahl und Urkundenfälschung bezog sich auf die Verwendung gestohlener Autokennzeichen. Der Angeklagte hatte am Parkplatz der Altöttinger Kreisklinik zwei Mal von fremden Autos die Kennzeichen entfernt und sie an seinem BMW angebracht. Dann hatte er bei einer Tankstelle nicht nur seinen Tank, sondern noch zwei Kanister für insgesamt 290 Euro aufgefüllt und war, ohne zu zahlen, davongebraust.

Der medizinische Sachverständige des Bezirkskrankenhauses Gabersee fand bei dem Angeklagten keine Anhaltspunkte für eine psychische Erkrankung und bezeichnete ihn als voll schuldfähig. Seine Anpassungsstörung nach der Scheidung sei offenbar noch nicht abgeklungen, so dass man eine Wiederholungsgefahr für weitere Stalkingversuche nicht ausschließen könne. Eine Unterbringung in der Psychiatrie verspreche keinen Erfolg, meinte der Sachverständige.bi
www.chiemgau-online.de
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