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  #1  
Alt 13.10.2006, 00:03
Archiduct
 
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"Erste Verhaftung eines eifersüchtigen Verfolgers" (AUT)

Zitat von kleinezeitung.at vom 12.10.2006:
Nun musste der neue "Stalking-Paragraf" auch in Kärnten angewendet werden: Ex-Freund stellte permanent der Mutter seiner Kinder nach.

Erst seit Juli besteht die gesetzliche Möglichkeit, gegen so genannte "Stalker" gerichtlich vorzugehen. Der Begriff "Stalking" kommt aus der Jägersprache und meint das Anpirschen und Anschleichen an das Wild. Im Zusammenhang mit Psychoterror bedeutet "Stalking" permanentes Nachstellen oder Verfolgen einer Person.

"Stalking-Verdacht“. Was es aber wirklich heißt ein "Stalking-Opfer“ zu sein, hat nun eine Frau aus Unterkärnten am eigenen Leib verspürt. Ihr Ex-Partner musste am Wochenende in Untersuchungshaft genommen werden. Das wird vom Landesgericht Klagenfurt auf Anfrage bestätigt. Der Mann ist somit der erste Kärntner der wegen "Stalking-Verdachtes" verhaftet wurde.

Nachgestellt. Er soll der Mutter seiner Kinder beharrlich nachgestellt sein. Er lauerte der Frau regelmäßig auf: vor der Haustüre, auf öffentlichen Plätzen, überall. Phasenweise soll er in einem Abstand von 20 Metern provokant hinter seinem Opfer hergegangen sein. Diese beängstigenden Aktionen wiederholten sich immer wieder, knappe zwei Wochen lang. Und das, obwohl der Betroffene erst im vergangenen Monat aus dem Gefängnis entlassen wurde. Er saß wegen "gefährlicher Drohung" hinter Gittern.

Trennung nicht verkraftet. Das Opfer? War schon damals die Mutter seiner Kinder. Der Mann dürfte die Trennung von der Frau nicht verkraftet haben und ist offenbar krankhaft eifersüchtig. Ob deshalb ein Strafantrag erhoben wird, ist noch offen. Im Falle eines Prozesses droht ihm bis zu einem Jahr Haft.
MANUELA KALSER

http://www.kleinezeitung.at/nachrich...34738/index.do
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  #2  
Alt 11.12.2006, 06:03
Benutzerbild von Admin
Admin Admin ist offline
Administrator
 
Registriert seit: Sep 2002
Beiträge: 1.523
Erster Stalking-Prozess: Ex-Mann muss ins Gefängnis

Zitat von Kleine Zeitung:
Unterkärntner verfolgte seine Verflossene rund um die Uhr. "Ich habe sie halt noch gern."

Kärntens erster Stalking-Prozess ist wie aus dem kriminalistischen Lehrbuch: Stalker sind zu 81 Prozent männlich und kennen ihre Opfer. In 37 Prozent der Fälle terrorisieren Stalker ihre Ex-Partner.

Keiner Schuld bewusst. Wie gesagt, diese Statistik passt perfekt zu einem Angeklagten aus Unterkärnten: Der Mann, Mitte 30, sitzt auf der Anklagebank des Klagenfurter Landesgerichts und ist sich keiner Schuld bewusst. "Ich habe meine Ex und meine Kinder immer noch gern", jammert er. Richter Christian Liebhauser-Karl sagt: "Aber ihre Frau will die Trennung. Sie können niemanden mit Gewalt in eine Beziehung zwingen."

Beharrlich nachgestellt. "Das tut weh", seufzt der Mann. Er ist der Mutter seiner Kinder "beharrlich nachgestellt", nachdem sie die Beziehung beendet hat. "Was Sie gemacht haben, heißt Stalking", erklärt der Richter dem Mann. Der Begriff kommt aus der Jägersprache und bedeutet Anpirschen an das Wild. Im Zusammenhang mit Psychoterror bedeutet Stalking ständiges Verfolgen einer Person. Bei uns gibt es den so genannten Stalking-Paragrafen seit heuer. Aber was heißt es wirklich, gestalkt zu werden?

Haft. Das Opfer erzählt: "Jedesmal wenn ich mich umgedreht habe, war mein Ex da, ich habe ihn immer getroffen. Er sah mir beim Arbeiten zu, er ging mir bis nach Hause nach. Er hat mich tagelang beobachtet." Und das obwohl der Mann erst kurz zuvor aus der Haft entlassen wurde - mit der Auflage, seine Frau in Ruhe zu lassen. "Kaum stieg ich am Parkplatz aus dem Auto, kam er aus einem Versteck. Als ich zurück kehrte, kam er aus einem anderen Versteck", erzählt die Frau. Genau das versteht der Gesetzgeber unter Stalking.

Betrunken. "Ich wollte nur meine Kinder sehen", beteuert der Angeklagte. Weil er ständig betrunken war, wollte ihm seine Ex die Kinder aber nicht anvertrauen. Das (nicht rechtskräftige) Urteil: Acht Monate Haft, unbedingt.
MANUELA KALSER
www.kleine.at
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