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  #1  
Alt 07.06.2007, 21:06
marcela
 
Beiträge: n/a
Anhörung-Aussage gegen Aussage

Hallo

habe nächste Woche eine Anhörung. Widerspruch des ES gegen EV (ist mein Ex). Habe nur die sms protokolle (ca 150-200 mit liebesschwürden und Drohungen), Körperverletzung streitet er ab (hat Arzt aber dokumentiert), telefonterror streitet er auch ab.

Vor der Anhörung habe ich keine Angst, war schon öfter dienstlich auf dem Gericht. Was kann ich tun und muß ich beachten?

Ich habe mir gedacht: ordentlich vorbereiten, meine Protokolle nochmal lesen (darf man die mitnehmen?), den Arzt um ein Attest bitten und hoffen, daß meine Anwältin fit ist.

Die gegenseite schreibt was von es wäre beim falschen Gericht beantragt, es würde sich um eine familiensache handeln und es müßte das Fam. gericht tätig werden, weil de rAuszug des ES noch nicht 6 Monate her ist.

Was soll ich damit anfangen?

Danke
Marcela
  #2  
Alt 08.06.2007, 07:52
jule
 
Beiträge: n/a
AW: Anhörung-Aussage gegen Aussage

Hi Marcela,

hab gerade erst diesen Beitrag gelesen. Die Geschichte mit Familiengericht und Amtsgericht kenne ich auch. Ich glaube, es ist so, dass das FG zuständig ist, wenn die Trennung vor weniger als 6 Monaten erfolgt ist. Danach das Amtsgericht. Bei mir war es das AG, was laut meiner RA nicht von Vorteil ist, weil die Richter des Amtsgerichts mit solch Familiensachen nicht so viel zu tun haben wollen. Sie hat immer gemeint, das wäre beim FG einfacher gewesen... Es wäre dann eben auch der gleiche Richter, der i.d.R. ein umfassenderes Wissen über die Umstände in der Familie hat und das bei der Entscheidung mit ins Kalkül ziehen kann. Aber was jetzt tun, wenn schon beim falschen Gericht beantragt, weiß ich nicht. Vielleicht das ARCHI?

lg, Jule
  #3  
Alt 08.06.2007, 17:44
marcela
 
Beiträge: n/a
AW: Anhörung-Aussage gegen Aussage

Nochmal Fragen an die Profis:

muß man vor dem anderen Aussagen,
ich möchte dem Richter schon meine Situation deutlich machen, aber nicht meinen ES zeigen, daß ich nicht mehr kann!

Darf ich meine Aufzeichnungen benutzen?

Ich habe so einen Schiß daß es Schief läuft, dann geht hier der Krieg los.

Dann ist er so aufgemöbelt, daß er mich wegen jedem Mist vor Gericht zerrt und mich weiter terrorisiert. Er hatte mir ja imme rangedroht, wenn Du Dich trennst, dann mach ich Dich so fertig, daß Du am Ende bist und nen Therapeuten brauchst.

Seine Anwältin ist auch doll, die hat sogar Verwandte von mir auf unser Verfahren in der Öffentlichkeit angesprochen.
  #4  
Alt 08.06.2007, 19:54
Archiduct
 
Beiträge: n/a
AW: Anhörung-Aussage gegen Aussage

Hallo marcela,

es ist richtig, dass, wenn die Parteien innerhalb der letzten 6 Monate in einem gemeinsamen Haushalt wohnten, das FG zuständig ist. Nun lässt sich von hier aus nicht klären, aus welchem Grund das AG den Fall überhaupt angenommen hat - ob es bei der summarischen Prüfung zur Eilentscheidung einfach nicht aufgefallen ist oder man den Fall jetzt trotzdem weiterführt, weil man ihn schon mal angefangen hat.

Was sagt denn Dein Anwalt dazu und warum hat er den Antrag überhaupt beim AG gestellt?

Zum Gerichtstermin darfst Du selbstverständlich all Deine Unterlagen und Notizen mitnehmen, das ist schließlich keine Schulklausur, in der Du heimlich mit einem Spickzettel sitzt.
Wie solltest Du denn auch aus dem Kopf wissen, was in der 187. SMS am xx.xx.2007 stand?

Es macht einen guten Eindruck, wenn Du mit wohl geordneten Unterlagen erscheinst und im Fall der Fälle bei Detailfragen in Ruhe die entsprechenden Passagen aus den Akten als Gedächtnisstütze oder Beweismittel heraussuchst. Bunte Klebezettel an den wichtigsten Blättern erleichtern evtl. die Suche.

Theoretisch könntest Du eine getrennte Vernehmung bei Gericht beantragen, die machmal genehmigt wird. Als Richter würde ich mir dann allerdings die Frage nach der Glaubwürdigkeit oder einem gewissen Belastungseifer stellen, wenn Du auf der einen Seite Angst vor einem Zusammentreffen bei Gericht äußerst, auf der anderen aber Umgangsabsprachen über die Anwälte ablehnst und auf persönliche Treffen und Übergaben beim JA bestehst.

Ich würde einfach erhobenen Hauptes in den Gerichtssaal gehen, den Ex absolut keines Blickes würdigen und bei evtl. richterlichen Fragen ruhig und sachlich antworten. Auch die Belastungen lassen sich auf diese Weise darstellen, Richter verstehen schließlich Worte. Dazu muss man nicht wild gestikulieren, laut werden oder in Heulkrämpfe verfallen. Die Verhandlung findet nicht im Fernsehen statt.

Marcela, ich drücke Dir für den Termin viel Kraft und Glück - Du schaffst das!

Das Archi
  #5  
Alt 08.06.2007, 22:06
marcela
 
Beiträge: n/a
AW: Anhörung-Aussage gegen Aussage

Danke Archi, das waren noch mal ein paar tolle Tipps,

bin grad am zusammenstellen meiner Unterlagen. Ich bin eigentlich immer sehr gut vorbereitet, sozusagen hab ich eine bürokratische Ader, das ist in solchen Fällen gut.

Ein schönes Wochenende allen und vor allem Ruhe
 


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