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  #1  
Alt 08.10.2002, 11:48
Clarice
 
Beiträge: n/a
Beantragung zivilrechtlichen Schutzes

nach dem Gewaltschutzgesetz

Auf den Webseiten des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend können Formulare für die Beantragung zivilrechtlichen Schutzes nach dem Gewaltschutzgesetz im PDF-Format heruntergeladen werden.

Link: Zu den Formularen

Aus dem Inhalt:

Frauen
  • F1
    wenn die Frau persönlichen Schutz vor Drohungen,
    Gewalttätigkeiten und Nachstellungen benötigt
  • F2
    wenn die Frau die Wohnung für sich benötigt
    (Zuweisung in der Regel für sechs Monate)
    und die Parteien nicht verheiratet sind bzw. als Ehefrau
    oder als eingetragene Lebenspartnerin nicht getrennt lebt
  • F3
    wenn die Ehefrau persönlichen Schutz vor dem
    Ehemann benötigt
    und ein Scheidungsverfahren läuft.
  • F4
    wenn die Ehefrau die Ehewohnung für sich benötigt
    und ein Scheidungsverfahren läuft.
  • F5
    wenn die Ehefrau die Ehewohnung für sich benötigt
    und kein Scheidungsverfahren läuft
  • F6
    wenn die Frau die Wohnung für sich benötigt und die
    Parteien eingetragene Lebenspartnerinnen sind

Gibt es entsprechend für Männer (dann heißen die Formulare allerdings M1-M6)

Ich rate ganz besonders denjenigen, die immer wieder auf taube Ohren stoßen, sich diese Formulare herunterzuladen!!!
  #2  
Alt 20.10.2002, 14:58
Clarice
 
Beiträge: n/a
Damit sich nicht jeder den ganzen Pack Formulare herunterladen muss, nur um zu sehen, was drin steht, gebe ich hier mal auszugsweise den Inhalt von F1 (Antrag auf 1. Unterlassen gemäß § 1 GewSchG und 2. Erlass einer entsprechenden einstweiligen Anordnung) wieder:

In Sachen XX gegen YY beantrage ich in der Hauptsache (und im Wege der einstweiligen Anordnung/wegen Dringlichkeit ohne vorherige mündliche Verhandlung) wie folgt zu beschließen:

Der Antragsgegner hat es zu unterlassen, die
 Antragstellerin
 Kinder
zu bedrohen, zu verletzen oder sonst körperlich zu misshandeln.

Der Antragsgegner hat es zu unterlassen, die
 Antragstellerin
 Kinder
zu demütigen und einzusperren.

Der Antragsgegner hat es zu unterlassen, mit der Antragstellerin in irgendeiner
Form Kontakt aufzunehmen, auch unter Verwendung von Fernkommunikationsmitteln.
Im Einzelnen wird dem Antragsgegner untersagt,
a) die Antragstellerin anzurufen,
b) die Antragstellerin anzusprechen,
c) der Antragstellerin Faxe zu übermitteln,
d) der Antragstellerin Telegramme zu übersenden,
e) der Antragstellerin E-Mails zu senden,
f) der Antragstellerin SMS zu senden.

Der Antragsgegner hat es zu unterlassen, die Wohnung/den Arbeitsplatz/
den Wohnsitz der Eltern/Verwandten/Freunde der Antragstellerin in
.................................................. ................................... (genaue Adresse) zu
betreten und sich auf eine Entfernung von .... Metern zu nähern.

Das gilt auch für folgende Orte:
.................................................. .................................................. .....

Der Antragsgegner hat es zu unterlassen, das Haus, in dem sich die Wohnung
der Antragstellerin befindet, zu betreten oder sich auf der Straße vor
dem Haus/gegenüber dem Grundstück aufzuhalten.

Der Antragsgegner hat es zu unterlassen, das Haus......................................,
in dem sich
 die Kindertagesstätte
 .................................
des/der Kindes/Kinder befindet, zu betreten oder auf der Straße
.................................................. ......................., vor dem Haus ......................
zu warten.

Der Antragsgegner hat es zu unterlassen,
 in die Wohnung der Antragstellerin
 in deren befriedetes Besitztum und zwar.............................................. .....
.................................................. .................................................. .....
einzudringen.

Der Antragsgegner hat es zu unterlassen,
 der Antragstellerin wiederholt nachzustellen.

Der Antragsgegner hat es zu unterlassen, sich der Antragstellerin und/oder
den Kindern außerhalb der Wohnung auf eine Entfernung von ... Metern zu
nähern, sie auf der Straße anzusprechen, ihnen zu folgen, ihnen hinterherzurufen.
Sollte es zu zufälligen Begegnungen kommen, so hat der Antragsgegner
sofort den festgelegten Abstand herzustellen und einzuhalten.

Dem Antragsgegner wird für jeden Fall der Zuwiderhandlung gegen diese
einstweilige Anordnung die Verhängung eines Ordnungsgeldes bis zu
250.000,00 EUR und für den Fall, dass dieses nicht beigetrieben werden
kann, Ordnungshaft oder Ordnungshaft bis zu sechs Monaten angedroht.

-----------

Begründung:

Bei den Parteien handelt es sich um
 Eheleute
 eine eingetragene gleichgeschlechtliche Partnerschaft
 eine nichteheliche Lebensgemeinschaft
 Geschwister/sonstige Verwandte......................................... .......................................
 Sonstige .................................................. ........................................

Die Parteien
 führen einen auf Dauer angelegten gemeinsamen Haushalt bzw. die Auflösung
dieses gemeinsamen Haushalts liegt nicht länger als sechs Monate zurück.
 führten einen auf Dauer angelegten gemeinsamen Haushalt, dessen Auflösung
länger als sechs Monate zurückliegt9).
 haben bisher keinen gemeinsamen Haushalt geführt.

Seit dem ................................. ist die Antragstellerin massiven Übergriffen seitens des
Antragsgegners ausgesetzt.

Der Antragsgegner hat die Antragstellerin
 geschlagen
 beschimpft
 beleidigt
 mit dem Tode bedroht
 eingesperrt
 .................................................. .................................................. .

Die Antragstellerin schildert die erlittenen Verletzungen/Beeinträchtigungen und den
ausführlichen Geschehensablauf wie folgt:

 Zeit .................................................. ................................................
.................................................. .................................................. ....
.................................................. .................................................. .....

 Ort .................................................. .................................................
.................................................. .................................................. .....
.................................................. .................................................. ....

 Folgen der Tat .................................................. .................................................
.................................................. .................................................. .....
.................................................. .................................................. .....
.................................................. .................................................. .....
.................................................. .................................................. .....
.................................................. .................................................. .....

 Auch in der Vergangenheit ist es schon zu folgenden Vorfällen gekommen:
.................................................. .................................................. .....
.................................................. .................................................. .....
.................................................. .................................................. .....
.................................................. .................................................. .....

 Der geschilderte Sachverhalt zeigt, dass der Antragsgegner der Antragstellerin
wiederholt nachgestellt hat.

 Der Antragsgegner weiß, dass die Antragstellerin dies ablehnt. Sie hat ausdrücklich
erklärt: .................................................. .....................................
.................................................. .................................................. .....
.................................................. .................................................. .....

Der Erlass einer einstweiligen Anordnung ist dringend geboten, da weitere Verletzungen/
Beeinträchtigungen durch den Antragsgegner zu befürchten sind.

Der Antragsgegner hat
 damit gedroht .................................................. .........................................
.................................................. .................................................. .....

Zur Glaubhaftmachung des oben geschilderten Vortrages bezieht sich die Antragstellerin
auf:
 eidesstattliche Versicherung der Antragstellerin 14)
 ärztliches Attest des/der .................................................. ...... vom ..............
 Strafanzeigenerstattung bei der Polizei am ..............., Az.: ..........................
 Sonstiges .................................................. ......................................

Aufgrund des geschilderten Verhaltens und der Äußerungen des Antragsgegners besteht
die Gefahr, dass dieser die Antragstellerin und das/die Kind/er erneut physisch
und psychisch verletzen wird.

.....
  #3  
Alt 20.10.2002, 15:01
Clarice
 
Beiträge: n/a
Anmerkung 10 des Formulars:

Es ist besonders wichtig, das Geschehen umfassend und detailliert zu schildern. Es
muss klar sein, welche konkrete häusliche Gewalt an der Frau und/oder den Kindern
verübt wurde, ob Wiederholungsgefahr besteht und woraus sich diese ergibt. Der
Sachverhalt muss möglichst genau geklärt und in Einzelheiten notiert werden:
- Wann ist was wo passiert?
- Wer war anwesend (Name und Adressen von Zeugen)?
- Gab es Verletzungen? Wenn ja: welche?
- Wurde ein Arzt aufgesucht? Wenn ja: wann? (Name und Adresse des Arztes; Vorlage
des Attestes)
- Wurde die Polizei eingeschaltet?
- Wurde Anzeige erstattet? (Welche Polizeidienststelle; Geschäftszeichen der Polizei)
- Gibt es ein Strafverfahren? (Aktenzeichen)
- Gab es schon vorher Misshandlungen? (Ggf. wann und welche Verletzungen)
- Gab es schon vorher einen Polizeieinsatz/eine Anzeige? (Institution/ Geschäftszeichen)
- Gab es schon vorher Strafverfahren? (Gericht/Aktenzeichen)
- Ist der Antragsgegner vorbestraft?
- Ist der Antragsgegner im Besitz einer Waffe?

-----

Also bitte immer alles notieren!!!!
 


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